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Kraftvoll setzt sich der Licher Yannik Ribbecke (M.) am Brett gegen die Übermacht der SG Dürkheim/Speyer II mit u. a. Michael Agyemang (r.) und Ian Schmitt (Nr. 5) durch.

Ohne Glanz zurück an die Spitze

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Makkabi Frankfurt nimmt Lich Basketball in der 2. Basketball-Regionalliga wieder Kurs auf. Mit 94:85 (38:39) bezwang man Dürkheim/Speyer II.

Dabei wurden die Mittelhessen am Samstag ihrer Favoritenrolle gerecht, mussten sich nach wackliger erster Hälfte aber nach dem Seitenwechsel zunächst zurück in die Partie beißen. Zuletzt hatte man gegen Makkabi verloren. Nach dem umkämpften Spitzenspiel gaben die Mittelhessen die Tabellenführung an die Bankenstädter ab, die als letztes Team der Regionalliga ihre weiße Weste behielten.

Da Makkabi am Wochenende kein Spiel austrug, klettern die Licher Basketballer vorerst wieder auf den ersten Rang. Defensiv konnte Headcoach Viktor Klassen mit dem ersten Viertel gut leben. Nur 15 Punkte ließ man in eigener Halle zu. »Offensiv haben wir aber zu viel liegen gelassen«, erklärt sein Co-Trainer Lucas Nasev, der überdies mangelnde Körperspannung kritisierte: »Wir sind mit dem Kopf nicht ganz da gewesen.«

So kam es, dass die im Tabellenkeller verweilenden Speyerer im zweiten Viertel sogar die Führung übernehmen konnten. Lich kassierte einige Gegentreffer trotz guter Verteidigung, offensiv blieb ein Wurm im Spiel des ehemaligen Bundesligisten. Das änderte sich erst nach dem Gang in die Halbzeit. »Wir haben endlich angefangen, hart zu verteidigen«, lobt Nasev. Daraus resultierten viele einfache Fastbreak-Punkte, die den Flow zurückbrachten: »Sie haben uns das Leben leichter gemacht«, so der Assistenzcoach weiter.

Hervorzuheben waren die Leistungen von Yannik Ribbecke, Till Wagner und nicht zuletzt Felix Schweizer, der erneut zweistellig scorte. Nach langer Verletzungspause schlüpft der von den Gießen 46ers Rackelos zurück an die Wetter gewechselte Guard immer mehr in die Rolle des Leistungsträgers: »Sie haben viel übernommen«, lobt Nasev das offensive Dreigestirn des Teams. Zeitweise zog Lich so auf mehr als 15 Punkte davon. Als man im Schlussviertel wieder tiefer rotierte, konnte Dürkheim/Speyer II den Rückstand vereinzelt nochmal in den einstelligen Bereich zurückschieben. Ein echtes Comeback lag aber nicht in der Luft: »Die Bank hat einen guten Job gemacht und das Spiel über die Zeit gebracht«, sagt Nasev. Weiter geht es für die Wetterstädter am Wochenende bei Eintracht Frankfurt.

Lich: Hungenberg (7), Keller (11), Roith (9), Chromik (2), Bölke (8), Ribbecke (23), Schweizer (12), Wagner (17), Hoxallari (3), Jakob (2).

Eine gute Leistung zeigt Lichs Guard Felix Schweizer (r.), der hier von Nils Gesmann bedrängt wird.

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