Alles andere als begeistert ist Coach Marcus Krapp vom Auftritt seiner 46ers gegen Heidelberg. FOTO: FRIEDRICH
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Alles andere als begeistert ist Coach Marcus Krapp vom Auftritt seiner 46ers gegen Heidelberg. FOTO: FRIEDRICH

Ohne Erfolgserlebnis in die Playoffs

(jsg). Kein Happy End in der JBBL-Hauptrunde für die Gießen 46ers. Im "Endspiel" um das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde unterlagen die Gießener dem USC Heidelberg mit 63:77. Nach einem verpatzten ersten Viertel hatten sie sich zur Halbzeit auf 35:40 herangekämpft. Die Wende gelang in der zweiten Hälfte allerdings nicht mehr. Nun geht es in den Playoffs ohne Heimrecht gegen Ludwigsburg.

Keine zwei Minuten waren am Sonntag in der Osthalle gespielt, da hatten die Gäste schon zehn Punkte erzielt. Die Gastgeber haderten mit der Chancenverwertung, doch schlossen in den folgenden Minuten auf 8:12 auf. Die Heidelberger nutzten aber ein unsportliches Foul der 46ers aus und setzten sich bis zum Viertelende auf 20:8 ab. Mit Dusan Nikolic kam etwas mehr Schwung in die Offensive, doch die Kurpfälzer blieben im Rhythmus. In der Folge legten die Gastgeber in der Defensive etwas zu und erzwangen unter anderem eine Übertretung der Angriffszeit. Doch mit vier vergebenen Freiwürfen verpassten sie es, den Rückstand zu verringern. Heidelbergs Toptalent Samuel Schally verletzte sich kurze Zeit später beim Rebound am Knöchel und fiel für den Rest des Spiels aus. Ein Dreier von Phillip Becker leitete dann den Endspurt ein, der die Gießener mit ihrer Pressverteidigung beim 35:40-Halbzeitstand wieder ins Spiel brachte.

Nach der Pause agierten die Gastgeber defensiv weiter aufmerksam, kamen aber in der Offensive nicht in Tritt. Zwei Becker-Dreier und zwei Freiwürfe von Tristan Göbel verkürzten den Rückstand zur Mitte des Abschnitts dann doch auf 45:46. Wie mehrfach im Spiel, unterliefen den Lahnstädtern allerdings Fehler, wenn sie drauf und dran waren, das Spiel zu drehen. So gaben sie unnötig Freiwürfe ab - und nach einem Gießener Schrittfehler netzte Leon Henning den Dreier zum 52:45 ein. Mit fünf Punkten Rückstand ging es ins Schlussviertel, doch dort vergab Christopher Herget eine gute Gelegenheit aus der Mitteldistanz. Göbel hielt mit dem 55:60 seine Farben im Spiel, doch nach knapp drei Minuten ohne Punkte zogen die Gäste von der Linie erneut davon. Wenn die Jung-46ers in der Schlussphase offensiv trafen, ließen sie im Gegenzug wieder Punkte zu. Heidelberg brachte den 77:63-Start-Ziel-Sieg über die Zeit.

Mit der Niederlage beenden die Gießener die Hauptrunde der U16-Bundesliga auf dem fünften Platz. Trainer Marcus Krapp zeigte sich nach der Begegnung gegen Heidelberg entsprechend verärgert. Das katastrophale erste Viertel und eine gehemmte Offensive machte er als Grund für das Verpassen des Heimrechts aus. Nun wartet Ludwigsburg in der ersten Playoff-Runde mit dem ersten Auswärtsspiel am 7. oder 8. März.

Gießen: Göbel (18), Becker (15), Nikolic (12), Herget (10), Kohl (4), N. Sann (4), Andrews, Epp, Kotulla, D. Sann, Stöckel, Voigtländer-Tetzner.

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