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Ohne echte Chance am Deutschen Eck

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Von: Sebastian Kilsbach

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Niederlage in Koblenz für die Gießen 46ers Rackelos um (v. l.) Tristan Göbel, Viktor Ziring, Tim Uhlemann, Johannes Lischka und Sebastian Brach. © Imago Sportfotodienst GmbH

(sks). Mit 65:83 (39:46) mussten sich die Gießen 46ers Rackelos am Sonntag bei den Baskets in Koblenz geschlagen geben. Knackpunkt war die schwache Dreierquote.

Es war die Partie des jetzt Ligazehnten gegen den Dritten der Basketball-ProB. Koblenz wurde seiner Favoritenrolle dabei größtenteils gerecht. Mit Ausnahme der Anfangsphase verwalteten die Rheinland-Pfälzer immer einen soliden Vorsprung, den sie im dritten und vierten Viertel vorentscheidend ausbauten.

Gießen gehört normalerweise zu den dreierstärksten Mannschaften der Liga, litt am Sonntag aber mächtig unter Ladehemmungen. Zwischenzeitlich lag die Quote von außen bei desolaten acht Prozent. Zwei der drei gefallenen Dreier markierte Viktor Ziring in der Schlussphase, als das Spiel längst gelaufen war.

8:3 führten die Hausherren nach einer ersten Druckphase, die Gießen angeführt von einem guten Montrael Scott auf ein 20:21 kontern konnte. Davon ließen sich die Baskets nicht beirren. Beim 29:20 aus Sicht der Gastgeber ging Gießen in die Auszeit. Gegen normalerweise schwach von außen werfende Koblenzer stellte man auf eine Zonenverteidigung um, die an diesem Abend aber alleine Shembari Phillips fünfmal knacken sollte. Einen davon markierte der US-Guard zum 46:37 (20.).

Nach dem Seitenwechsel sah es erst so aus, als könnte Gießen das Spiel drehen. Johannes Lischka und Ziring scorten in kurzer Folge. Da von außen aber partout nichts sitzen wollte und Koblenz die Zone hermetisch verriegelte, spielte sich der Aufsteiger des Vorjahres schließlich auch offensiv in einen Rausch. Aus einem 52:43 in der 24. Minute wurde ein 60:50 zum Ende von Quarter drei. Brian Butler per Dunk und Marvin Heckel von außen setzten Akzente.

Ein 11:0-Lauf besiegelte schließlich das Schicksal der Rackelos. Bis auf 77:50 enteilten die Baskets, die nun ihren Klassenunterschied ausspielten. Man merkte nun deutlich, dass Koblenz eine der letzten verbliebenen Vollprofimannschaften der Liga ist. Der Leistungsabfall, als Coach Mario Dugandzic seinen Nachwuchs in die Rotation packte, ist dafür bester Beweis. Doch auch bei Gießen erhielten Finn Döntgens und Fabian Baumgarten mehrere Minuten, die die Rackelos erfolgreich zur Ergebniskosmetik nutzten.

Es war die dritte Niederlage in Folge für die Mittelhessen, die es dabei aber auch ausschließlich mit Topmannschaften aus dem oberen Tabellendrittel zutun bekamen. Die wirklich wegweisenden Wochen mit vielen Matches gegen gleichrangige Gegner folgen jetzt. Am nächsten Wochenende jedoch ruht der Ball, da es an diesem Tag eigentlich gegen Elchingen hätte gehen solle, die kurz vor Saisonbeginn vom Ligabetrieb zurücktraten.

Gießen: Brach (4), Ziring (10), Maruschka (5), Schneider (2), Uhlemann (12), Lischka (20), Rostek, Scott (12), Döntgens, Baumgarten.

Koblenz: Womala (5), Phillips (15), Saffer (3), Mayer (10), Mampuya (6), Johnson (13), Butler (16), Phatty (2), Sunelik, Heckel (13).

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