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Nach langer Verletzungspause ist bei den Bender Baskets Grünberg Carlice Poelstra (hinten) zurück. Hier verteidigt sie gegen Rowena Jongeling, die mit den Rheinland Lions einen 104:54-Sieg feiert.

Ohne Chance

  • vonSvantje Merker-Gärtner
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(smg). Lange haben die Bender Baskets Grünberg den Wiedereinstieg in den Spielbetrieb herbeigesehnt. Den gab es am Samstag in eigener Halle gegen den ambitionierten Zweitliga-Nord-Kontrahenten Rheinland Lions aus Köln. Er zeigte den Mittelhessinnen deutlich die Grenzen auf und siegte völlig ungefährdet mit 104:54 (60:23). Vor Grünberg liegt für die nächsten Aufgaben eine Menge Arbeit.

Obwohl die Abstiegsregelung für diese Saison ausgesetzt wurde, möchte Trainer Dejan Kostic mit seinem Basketball-Team gute Leistungen zeigen und Niederlagen vermeiden.

Die Rheinländerinnen präsentierten sich in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule »überragend«. Man merkte, dass sie bereits länger wieder im Trainingsprozess sind. Diese Tatsache machte zusammen mit ihrem starken Kader den Grünbergerinnen das Basketballleben äußerst schwer. »Wir hatten klipp und klar keine Chance. Wahnsinn, wie die performed haben«, lobte Kostic den Auftritt der Gäste. Sie bestimmten von Anfang an, wo es lang gehen sollte und hatten nach dem ersten Viertel ein 35:16 vorgelegt. Für die körperlich unterlegenen Grünbergerinnen war es zu schwer, sich gegen die großen Konkurrentinnen zu behaupten und ihrer physischen Spielweise entgegenzutreten. Eine Rolle spielte natürlich auch, dass die Bender Baskets erst kürzlich wieder mit dem Training beginnen konnten. Alles, was sie sich bis zum Beginn des Lockdowns im Dezember erarbeitet hatten, ist so gut wie weg. »Eigentlich müssen wir wieder von vorne anfangen«, meint Kostic. Spielerische Elemente sah er von seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit kaum. Sie agierte zu langsam und »zu lieb«. Die Wurfquote ließ zu wünschen übrig und zur Pause war beim 23:60-Rückstand mehr als die Vorentscheidung gefallen.

In der zweiten Halbzeit traten die Gallusstädterinnen in der Offensive etwas verändert auf. Es gab etliche Wurfmöglichkeiten, aber die Ausbeute war zu gering. Insgesamt fiel bei ihnen kein einziger Dreier. Nur 18 von 51 Versuchen aus dem Feld gingen durchs Netz. Dagegen trafen die Rheinländerinnen 17-mal von jenseits der Distanzlinie. Überhaupt konnte sich ihre Quote aus dem Feld mit 70,7 Prozent mehr als sehen lassen. Dass sie auch noch 34 Assists verbuchten, führt den Spielverlauf vor Augen.

Positiv wertete Kostic den guten Auftritt von Carlice Poelstra, die nach langer Verletzungspause und harter Arbeit wieder auflaufen konnte.

Grünberg: N. Horvath (4), Mevius (14), Meinhart (4), Poelstra (6), Villwock (2), Kohl (14), Blanks (10), C. Horvath, Seegräber.

Rheinland Lions: Theriot (17/5 Dreier), Katavic (10/2), Jongeling (16/4), Hans (4), Kröger (10/2), Pohlmann (8/1), Thimm (2), Rollerson (14), Rupnik (11/1), Bär (12/2), Arz.

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