Offensive Deckung zu erwarten

(vk) Der dritte Spieltag in der 3. Handball-Liga West der Frauen geht komplett mit sieben Begegnungen über die Bühne. Das zweite Heimspiel steht dabei am Sonntag um 17 Uhr in der Oberkleener Weidig-Sporthalle für den Rangsechsten SG Kleenheim (2:2 Punkte) bevor, wenn Zweitliga-Absteiger TV Beyeröhde (9./2:2) erwartet wird.

Die Handballerinnen aus dem Wuppertaler Osten waren in den letzten drei Jahren in der 1. und 2. Bundesliga nicht unbedingt vom Erfolg verwöhnt und holten in den drei Spielzeiten gerade einmal 15 Punkte, nachdem die Mannschaft 2007 noch erstklassig geworden war. Mit dem neuen, ambitionierten Trainer René Baude peilen die Westdeutschen einen kompletten Neuaufbau an, wollen allerdings mittelfristig wieder an die Spitze. Mit sieben Neuzugängen, fünf Spielerinnen aus dem erfolgreichen eigenen Nachwuchs und den verbliebenen Spielerinnen soll der im Schnitt 22 Jahre junge Kader bald wieder oben dabei sein.

"Beyeröhde ist eine starke, ausgeglichen besetzte junge Mannschaft, die eine ganz aggressive und giftige 3:2:1-Deckung von der ersten bis zur letzten Minute spielt. Da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen", erklärt Kleenheims Trainer Christian Grzelachowski. Die im letzten Jahr von Borussia Dortmund gekommene, nur 1,55 m große, 23-jährige Mona Butzen macht gehörigen Dampf bei den Wuppertalerinnen. Mit den 19-jährigen Zwillingen Mandy Münch (RM/RL) und Sandra Münch (RR/LA) hat der Verein zwei Talente aus den eigenen Reihen im Kader. Zu den Leistungsträgerinnen zählt auch Vanessa Schwab, die alle Rückraumpositionen spielen kann und jüngst fünf Treffer beim 30:28-Heimerfolg gegen die SG 09 Kirchhof erzielte.

"Wir müssen die technischen Fehler deutlich minimieren und unser Passspiel muss besser klappen", sagt der Kleenheimer Trainer, der unter der Woche in der Abwehr "Alternativen einstudiert" hat. "Wir haben gut trainiert, die Mädels wollen zeigen, was sie können, dass Recklinghausen nur ein Ausrutscher war und wir ein Heimspiel vor eigenem Publikum haben", verdeutlicht Grzelachowski. Die Gäste verfügen mit der 1,83 m großen Nicole Bonna (vor dieser Saison von Teutonia Riemke gekommen) auch über "eine sehr starke Torhüterin".

Doch da können die Gastgeberinnen mit der bundesligaerfahrenen Nicole Dauth ebenfalls sehr gut mithalten. Apropos Torhüterin! Nach einem mehrwöchigen USA-Aufenthalt hat auch Torfrau Lydia Sölva bei den Kleenheimerinnen unter der Woche wieder das Training aufgenommen, der Trainingsrückstand dürfte allerdings noch keinen Einsatz zulassen. Bei Kleenheim konnten die junge 22-jährige Annika Bier (Schulterverletzung) und der große Rückhalt in der Defensive Nadja Lang (privat verhindert) nicht alle Trainingseinheiten mitmachen, stehen aber am Sonntag beide zur Verfügung. Besonders erfreulich in Recklinghausen waren die guten Leistungen von Anna-Lena Leib und Michaela Eisenhardt, beide Spielerinnen bestechen durch ihre Schnelligkeit.

"Wir werden vor eigenem Publikum Gas geben und wollen zwei Punkte holen", erklärt der Kleenheimer Trainer.

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