Niko Semlitsch
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Niko Semlitsch

Offenbarungseid: VfB 1900 nur 1:1 gegen Schwanheim

(fro) Auch im vierten Spiel in Folge blieb der VfB 1900 Gießen in der Verbandsliga Mitte sieglos. Am Samstag musste sich die Elf von Trainer Niko Semlitsch gegen Germania Schwanheim mit einem 1:1 begnügen.

Die 1:0-Führung durch Hendrik Dechert reichte für die über weite Strecken der Partie enttäuschenden Hausherren nicht, um sich gegen die um den Klassenerhalt kämpfenden Gäste durchzusetzen. Am Ende konnte sich die Semlitsch-Elf bei ihrem Torwart Dusan Olujic bedanken, der mit zwei Glanzparaden in der Schlussphase die völlige Blamage verhinderte.

»Ich kann meiner Mannschaft das Bemühen nicht absprechen. Wir machen aber zu viele Fehler, um gegen einen engagiert auftretenden Gegner zum Erfolg zu kommen«, lautete das Fazit von Semlitsch.

Trotz ansprechender Leistungen in Waldgirmes mussten Maximilian Ott und Dominik Zeller ihre Plätze in der Viererkette für Manuel Rasiejewski und Pierre Chabou räumen. Zudem standen Viktor Riske und Hendrik Dechert für Sven Kusebauch und Sebastian Schäfer in der Startelf. Zu Beginn der Partie präsentierten sich die Hausherren engagiert und versuchten, das Spiel mit schnellen Bällen in die Spitze für sich zu entscheiden. Dieses Konzept schien zunächst aufzugehen, als Hendrik Dechert nach einem Steilpass von Michael Bathomene seinem Gegenspieler enteilte und das Leder im zweiten Versuch per Kopf zum 1:0 in die Maschen drückte (14.

). Bei einem Freistoß von Danyal Tekin musste VfB-1900-Keeper Dusan Olujic das erste Mal sein Können unter Beweis stellen, als er das Leder mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte (17.). Auf der Gegenseite strich ein von Hendrik Dechert aus 30 Metern abgefeuerter Freistoß um Haaresbreite über die Latte (21.). Achraf Gara Ali legte kurz darauf das Leder in die Schnittstelle der VfB-1900-Abwehr für Stephane Sauvaget auf, der Dusan Olujic zum 1:1 überwand (23.). Michael Bathomene hatte die erneute Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Germania-Torwart Pablo Alvarez (27.). Bei einer flachen Hereingabe sah die Abwehr der Hausherren schlecht aus. Dusan Olujic konnte gerade noch gegen Tarek Fouad klären (30.). Die letzte Gelegenheit vor der Pause vergab Hendrik Dechert, der nach einem Bathomene-Freistoß per Kopf an Gästekeeper Alvarez scheiterte (35.).

Erbens Foul ohne Folgen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Semlitsch-Elf Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichterin Sabine Stadler bei einem Foul von Daniel Erben an Achraf Gara Ali im Strafraum stumm blieb (55.). In der Folgezeit leisteten sich die Hausherren viele Fehler im Spielaufbau. So ging der Spielfluss völlig verloren. Die Gäste wurden mit zunehmender Spielzeit immer mutiger und konnten sich ab der 60. Minute ein klareres Chancenplus erarbeiten. Zunächst strich ein Freistoß von Danyal Tekin am Winkel des Kastens vorbei (60.). Semlitsch brachte mit Sebastian Schäfer und Sven Kusebauch neue Kräfte. Kurz darauf tauchte Tekin frei vor dem Tor auf, doch Olujic konnte den Schuss noch um den Pfosten drehen (66.). Die 130 Zuschauer rieben sich ob der immer schwächer werdenden Leistung der Hausherren verwundert die Augen, während Niko Semlitsch den spielerischen Offenbarungseid seiner Elf fassungslos zur Kenntnis nahm. Zwei Minuten vor dem Ende hatten die Gäste den Torjubel bereits auf den Lippen. Achraf Gara Ali hatte das Leder von der Strafraumgrenze abgefeuert, doch Olujic fischte das Geschoss mit einer Hand aus dem Winkel. Im Anschluss an die folgende Ecke trugen die Hausherren ihren besten Spielzug der Partie vor.

In einer flüssigen Kombinationskette brachte man das Leder in den gegnerischen Strafraum, wo Viktor Riske aber an Germania-Torwart Pablo Alvarez scheiterte (89.).

VfB 1900 Gießen: Olujic; Rasiejewski, Erben, Chabou, Kaguah, Riske, Vural (ab 64. Kusebauch), Özen (ab 64. Sebastian Schäfer), Helmut Schäfer, Bathomene, Dechert.

Germania Schwanheim: Alvarez; Mbenoun, Okan, (ab 68. Sancak), Fouad, Sascha Müller, Gara Ali, Tekin, Sauvaget (ab 62. Bretthauer), Aaron Müller, Kertel, Hinrichsen.

Im Stenogramm: Schiedsrichterin: Stadler (Fulda) – Zuschauer: 130. – Torfolge: 1:0 (17.) Dechert, 1:1 (23.) Sauvaget. – Gelbe Karte: Dechert.

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