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Ob Gießens Trainer Daniyel Cimen am Samstag Zugang Nejmeddin Daghfous in Koblenz von Beginn an bringt, wird sich zeigen.

FC Gießen

Nur nicht nachlassen! FC Gießen will in Koblenz Serie ausbauen

  • Michael Schüssler
    vonMichael Schüssler
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Das Winterwetter in der Vorwoche hatte zu Absagen in der Fußball-Regionalliga Südwest geführt, nun geht es weiter. Auf den FC Gießen wartet am Samstag eine harte Nuss - es geht nach Koblenz.

Nichts ging mehr auf den meisten Plätzen am letzten Wochenende in der Fußball-Regionalliga Südwest, dementsprechend hagelte es Absagen. Betroffen davon war auch der FC Gießen, dessen Heimspiel gegen die SV Elversberg am kommenden Mittwoch (15.30 Uhr) nachgeholt werden soll. Jetzt aber richtet sich für die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen das Augenmerk auf den Samstag (14 Uhr), denn vorstellig wird man bei den Turn- und Sportfreunden Rot-Weiß Koblenz. Deren Partie am letzten Samstag in Ulm fiel den widrigen äußeren Bedingungen zum Opfer.

Die Ausgangslage: Seit sechs Spielen ist der FC Gießen in der Regionalliga Südwest ohne Niederlage - durchaus beeindruckend. Belohnt wird das aktuell mit Rang elf im Klassement. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz gerade mal zwei Zähler - und den hat derzeit der TuS RW Koblenz inne. Der hat die letzten beiden Partien gewinnen können. In Hoffenheim gewann mit 2:0, anschließend folgte ein 3:2 in Alzenau. Gespielt wird in Koblenz auf dem Rasenplatz, das ist sicher. »Ich bin froh, dass wir wieder auf Rasenspielen können, auch wenn wir auf Kunstrasen keine Probleme haben«, freut sich Cimen auf das Naturgeläuf. Übrigens: In der Hinrunde schlug der FC Gießen am 12. September 2020 Koblenz im Waldstadion knapp mit 3:2.

Das Personal: Da sieht es beim FC Gießen gut aus. Mit Ausnahme von Marcel Mansfeld (Schambeinentzündung) und Landu Mateus (Kreuzbandriss) hat Cimen die Qual der Wahl, zumal mit den Nachverpflichtungen von Ali Ibrahimaj und Nejmeddin Daghfous die Optionen im Offensivbereich bestens erscheinen. Offen ist lediglich, ob Nikola Trkulja mitwirken kann, der angeschlagen ist. Bei den Rheinland-Pfälzern sieht es personell auch gut aus, sie haben keine großen Ausfälle zu beklagen.

Der Gegner: Daniyel Cimen erwartet natürlich keinen Spaziergang, auch wenn seine Truppe mit einem gewissen Maß an Selbstvertrauen die Aufgabe angehen kann. »Es wird so oder so kein hochattraktives Spiel werden, das lassen die Bedingungen kaum zu. Und es geht gegen einen direkten Konkurrenten, der auch noch ein Spiel weniger absolviert hat als wir.« Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen werden auch die Koblenzer gestärkt diese Partie angehen. »Wir müssen auf ihr sehr, sehr gutes Umschaltspiel aufpassen. Aber natürlich wollen wir versuchen, unser Spiel durchzudrücken«, will Cimen Dominanz seiner Elf sehen.

Sein Gegenüber, RW-Trainer Heiner Backhaus, hat im vereinseigenen Interview den Blick auf einen FC-Spieler gerichtet: »Mit Michael Fink haben sie einen Stabilisator gewonnen, der die Jungs führt. Von der sportlichen Qualität sehe ich den FC derzeit aber auf einer Stufe mit Offenbach, Homburg oder Ulm.« Die Favoritenrolle liegt also bei den Mittelhessen, geht es nach Backhaus, der anfügt: »Es wird ein spannendes Spiel.« Offensivspieler Moritz Göttel ist indes der Überzeugung, das die Partie »für beide ein Überlebensspiel« mit Blick auf das Klassement ist. Der Ex-Spieler des TSV Steinbach Haiger traf zuletzt beim 3:2-Erfolg in Alzenau ebenso wie Sturmkollege Valdrin Mustafa, der mit neun Treffern bislang bester Torschütze der Rot-Weißen ist. Zum Vergleich: Beim FC Gießen kommt Tim Korzuschek als bislang bester Vollstrecker auf sechs Tore.

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