Nora Coenen debütiert in starken 1:26:53 Stunden

(lad) Sehr erfreulich verlief der 37. Frühjahrslauf der LGV Marathon am Sonntag, der die Athleten vom Schwanenteich aus auf die fünf Kilometer lange Runde durch die Wieseckaue führte.

So fanden in diesem Jahr bei frühlingshaftem Sonnenschein knapp 800 Teilnehmer den Weg an den Start an die Sporthalle der Theodor-Litt-Schule, und die Läufer boten auch die ein oder andere sehenswerte Vorstellung. Die stärkste Leistung des Tages dürfte die Halbmarathonzeit von Nora Coenen (TSV Krofdorf-Gleiberg) gewesen sein, die bei ihrem allerersten Start über die 21,1 km nur 1:26:53 Stunden benötigte und damit siegte. Einen Sieg feierte auch ihr Vereinskollege Carsten Oehler über die 10 km, wo er in 35:18 Minuten fast eine Minute schneller als sein ärgster Verfolger war.

»Das war spontan; ich habe mich erst heute Morgen entschieden, den Halbmarathon zu laufen«, so Nora Coenen, die sich im letzten Jahr vor allem als deutsche Berglauf-Vizemeisterin einen Namen gemacht hatte. »Ich bin zufrieden und würde es noch mal machen«, so die Läuferin nach der längsten von ihr je in einem Wettkampf gelaufenen Strecke. Über elf Minuten Rückstand hatte bereits die nächstplatzierte Frau, Bianca Kornmann vom Tri-Team Gießen. Sie überquerte nach 1:38:08 Stunden die Ziellinie und war damit einen Platz vor der W50-Siegerin Rosi Hausner (Treiser LWT/1:38:57).

Den fünften Gesamtrang und Platz eins in der W40 belegte Andrea Dullnig (TV Großen-Buseck) in 1:40:42 Stunden, womit sie in beiden Klassements einen Platz vor Renate Meinel (Treiser LWT/1:41:11) geführt wurde. Die Gesamtplätze sieben und acht gingen an die beiden schnellsten Läuferinnen der W45, Inge Koch (TSV Krofdorf-Gleiberg/1:43:05) und Constanze Friedrich (TSV Lützellinden/1:46:06), während sich den W55-Sieg Renate Hedrich vom Team Körperkonzept Pohlheim (2:03:19) sicherte.

»Die Strecke ist wunderschön und der kleine Windhauch war bei der Wärme auch angenehm«, strahlte der männliche Halbmarathon-Sieger Gunnar Dussa, der eigens aus Rheinhessen für den Lauf nach Gießen fuhr und hier zum ersten Mal startete. Aus seiner Vorbereitung für den Zürich-Marathon heraus übernahm er nach rund 13 km die Führung, nachdem diese zuvor lange Zeit Christian Smolka (ASC Marathon Friedberg) sowie auch zeitweise der Wallauer Necat Basak innegehabt hatten. Dussa setzte sich schließlich ab und siegte in 1:19:31 Stunden vor Basak (1:20:08) und Smolka (1:20:38). Als bester Einheimischer kam Uwe Eichenauer vom 1. SC Gießen-Sachsenhausen als Gesamtvierter in 1:21:19 Stunden ins Ziel, womit er die M40 gewann.

»Das ist eine sehr schnelle Strecke, die ich als Vorbereitung für den Bonn-Halbmarathon in sechs Wochen nutze. Dort möchte ich dann die 1:20 knacken«, so der Gießener, der sich im Vergleich zu seinem Vorjahresstart um zwei Minuten steigerte. Als Gesamtfünfter gewann René Blaschka von MTB Erda in 1:22:56 Stunden die M35, und auch Gerhard Schulze-Velmede von den TSF Heuchelheim lieferte als Sieger der M55 in 1:24:08 Stunden eine ganz starke Vorstellung ab.

Höchst beachtlich ist mit Sicherheit auch die Leistung des 73-jährigen Helmut Scholtz vom TSV Krofdorf-Gleiberg, der in flotten 1:45:54 Stunden in der M70 gewann. Die Nase in ihrer Altersklasse vorn hatten auch Jürgen Wissner (LAZ Gießen) in sehr guten 1:30:18 Stunden in der M60, Wolfgang Reichelt (Team Körperkonzept/1:53:52) in der M65 und Marvin Theiß vom TSV Grünberg (1:33:42) in der U20, wie die A-Jugend seit diesem Jahr offiziell heißt.

Bereits um 9.15 Uhr hatten zuvor die 10-km-Läufer ihre zwei Runden in Angriff genommen. Hier siegte Carsten Oehler nach einem Alleingang in 35:18 Minuten, am dichtesten hinter ihm war der Großen-Lindener Moritz Weiß in 36:02 Minuten. Eng beisammen kamen die Krofdorfer Vereinskollegen Oliver Ott und Georg Dewald als Gesamtfünfter und -sechster ins Ziel; M35-Sieger Ott war in 37:35 Minuten vier Sekunden schneller als der Hauptklassendritte Dewald. In für die Altersklasse sehr starken 40:56 Minuten entschied der Krofdorfer Wilfried Schnaubelt die M60 für sich, Platz eins in der M65 ging in 43:22 Minuten an Wendelin Häusler (TV Großen-Buseck).

Schnellste Frau wurde mit dem deutlichen Vorsprung von genau zwei Minuten Antina Neugebauer, die in 39:54 Minuten zudem als einzige Frau unter der 40-Minuten-Grenze bleiben konnte. Zweite wurde die Marburgerin Antje Krause, während es dahinter ganz eng um den dritten Gesamtrang wurde. In 45:57 Minuten war W35-Gewinnerin Corinna Kik (Tri Cologne) um lediglich eine Sekunde vor der Gießener W30-Siegerin Steffi Kühnel, eine weitere Sekunde dahinter folgte die W50-Erste Renate Fritz (TSG Alten-Buseck).

Bei für Läufer angenehmen zehn Grad Celsius Schattentemperatur, die sich durch die Sonne und den aufgeheizten Untergrund allerdings wesentlich wärmer anfühlten, gewann Petra Schladitz vom SV Staufenberg in 48:43 Minuten die W55, während die mit Abstand älteste Starterin, die 1938 geborene Leni Elbing (LGV), das Ziel nach 1:17:37 Stunden erreichte.

Auf der 5-km-Strecke lieferten sich die Tri-Team-Starter Dennis Wiegran und Patrick Haltermann ein spannendes Duell, das Wiegran schließlich in 16:40:16:47 Minuten für sich entschied. Die schnellsten weiblichen Starterinnen waren die Großen-Lindenerinnen Carolin Schmeel und Simona Chladkova; Schmeel war in 21:06 Minuten um 32 Sekunden eher im Ziel. Die schnellsten Walker auf dieser Distanz waren der Langsdorfer Sven Hofmann (31:26) und die Alicenschülerin Karina Rühl (40:54), während die unzähligen Kinder auf der 1-km-Strecke der Veranstaltung einen besonderen Flair verliehen und darauf hoffen lassen, dass auch in Zukunft viele Läufer ihren Weg an den Start des Gießener Frühjahrslaufs finden werden.

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