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Der frischgebackene Ü60-Meister Felix Paal von den Squash-Pointers Gießen denkt auch mit 61 Jahren noch lange nicht an den Ruhestand und peilt bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Breslau einen Platz unter den ersten drei an.

Noch lange kein Ende in Sicht

(vre). Er ist im Seniorenbereich einer der besten Squashspieler Deutschlands und auch europaweit aktiv und erfolgreich. Felix Paal von den Squash-Pointers Gießen hat kürzlich in der Altersklasse Ü60 seine nächste Deutsche Meisterschaft gewonnen. Damit sicherte sich der 61-Jährige, der den Squash-Sport seit über 40 Jahren betreibt, die dritte DM in Folge.

Im Interview spricht der Gießener über seine Ziele bei der Weltmeisterschaft in Breslau im nächsten Jahr, warum er in seinem Alter immer noch auf internationalem Topniveau unterwegs ist und inwieweit sich die Corona-Pandemie auf den Squash-Sport ausgewirkt hat.

Was treibt Sie in Ihrem Alter immer noch an, auf so hohem Niveau zu spielen?

In erster Linie ist es die Faszination für diesen Sport. Parallel dann aber auch etwas für den eigenen Körper zu tun und fit zu bleiben. Der Sport macht mir einfach riesig Spaß.

Wie sieht ihr aktueller Trainingsplan aus?

Ich trainiere sechsmal die Woche. Aber wie das auch in anderen Sportarten üblich ist, spiele ich nicht nur Squash, sondern zum Trainingsplan gehören dann auch Stretching, Kraftübungen oder auch die aktive Erholung.

Im nächsten Jahr findet im August in Breslau die Weltmeisterschaft statt. Was nehmen Sie sich dafür vor?

Durch Corona gab es da natürlich auch ein bisschen Probleme. Eigentlich sollte die WM schon letztes Jahr stattfinden. Das ging dann natürlich nicht. Und auch dieses Jahr wurde es wieder verschoben, sodass wir jetzt wieder den eigentlichen Rhythmus von zwei Jahren haben. Letztes Jahr wäre ich in meiner Altersklasse mit der Jüngste gewesen. Da wäre ich gerne aufs Treppchen gekommen. Nächstes Jahr bin ich in meiner Altersklasse dann nicht mehr der Jüngste. Daher wird es schon etwas schwieriger werden. Aber trotzdem würde ich es gerne aufs Treppchen schaffen.

Was nehmen Sie sich generell für die Zukunft noch vor? Wie lange wollen Sie noch aktiv dabei bleiben?

So lange es geht, will ich auch weiterspielen. Wenn ich bei uns im Verein unser ältestes Mitglied mit jetzt schon 81 Jahren sehe, sind locker noch 20 Jahre bei mir machbar. Da ist definitiv noch kein Ende in Sicht, solange der Körper mitmacht.

Die lange Corona-Pause hat sich teilweise erheblich auf andere Sportarten ausgewirkt. Wie sieht das im Squash-Sport aus?

Ganz aufgehört hat bei uns zum Glück niemand. Aber je nach Bundesland gab es lange Unterbrechungen. Wenn ich meine bayrischen Kollegen sehe, die jetzt erst wieder langsam anfangen, waren die Einschränkungen im Training bei uns glücklicherweise nicht ganz so lang. Dennoch hatte Corona bei uns im Verein fast schon einen positiven Effekt. Dadurch, dass hier das Fitnessstudio geschlossen war, hatten wir eine deutlich erhöhte Nachfrage an Leuten, die Squash einfach mal ausprobieren wollten.

Sie sind auch europaweit unterwegs und spielen in den verschiedensten Ländern. Wie oft fahren Sie dabei zu Turnieren außerhalb von Deutschland?

Vor Corona war das schon einmal im Monat. Der neue Turnierplan steht jetzt auch schon fest. Da werden auch Turniere zweimal im Monat angeboten. Mit St. Petersburg und Athen sind da jetzt wieder interessante Lokalitäten mit dabei. Das Schöne ist, dass man seinen Lieblingssport dann gleich immer mit Städtetrips verbinden kann. Das ist dann natürlich ganz anders, als wenn man als Tourist dorthin fährt.

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