Noch 60 Minuten

(dpa). 60 Minuten liegen noch vor den Handballern des THW Kiel und der SG Flensburg/Handewitt, dann haben die beiden Bundesligisten die Vorrunde der Champions League hinter sich gebracht. Während es für den Titelverteidiger aus Kiel am Donnerstag (17 Uhr/DAZN) im Heimspiel gegen den HC Zagreb aus Kroatien darum geht, den dritten Platz in der Gruppe B zu verteidigen, kämpfen die Flensburger ebenfalls am Donnerstag (18.

45 Uhr/DAZN) bei Vive Kielce in Polen noch um den Sieg in der Gruppe A.

»Das war ein hartes Spiel. Meine Jungs waren unglaublich müde, dieser Rhythmus ist für niemanden einfach«, sagte THW-Trainer Filip Jicha nach dem 33:29-Sieg am Dienstag über den slowenischen Vertreter RK Celje. Für die Kieler war es das fünfte Spiel nach dem Ende der Corona-Quarantäne am 20. Februar: »Jetzt bin ich glücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Und in ein paar Stunden sehen wir uns hier alle wieder und haben die nächste Aufgabe vor der Brust.«

Mit dem Sieg über die Slowenen überholten die »Zebras« sowohl Motor Saporoschje aus der Ukraine als auch Aalborg HB aus Dänemark, die ebenso wie die Kieler 14:12 Punkte auf ihrem Konto haben. Da der THW beide Direktvergleiche gewonnen hat und auch in der Dreierkonstellation die Nase vorn hat, reicht ein Sieg über das noch punktlose Team ausZagreb, um Rang drei zu verteidigen.

Als Dritter würden die Kieler im Achtelfinale auf den sechstplatzierten Club der Parallelstaffel treffen. Dafür kommen derzeit der FC Porto aus Portugal, Vardar Skopje aus Nordmazedonien und Pick Szeged aus Ungarn infrage.

Einfacher ist das Rechenexempel für die Flensburger. Mit einem Sieg über Kielce und den deutschen Nationalkeeper Andreas Wolff geht es als Gruppensieger gegen Zagreb, bei einer Niederlage als Zweiter gegen Celje. Der SG würde auch ein Unentschieden oder eine Ein-Tor-Niederlage mit mehr als 30 Auswärtstreffern zum Gruppensieg genügen.

Nach den Ausfällen von Franz Semper (Kreuzbandriss) und Alexander Petersson (Sehnenteilriss) ist der Norweger Magnus Röd der einzig verbliebene Linkshänder im Rückraum. »60 Minuten wird er nicht durchspielen, er ist ja auch unsere erste Alternative im Abwehr-Mittelblock, falls Simon Hald oder Johannes Golla mal ausfallen«, sagte SG-Coach Maik Machulla.

Die Aussichten der beiden deutsche Clubs im Achtelfinale sind also trotz der Wertungen der Europäischen Handball-Föderation am Grünen Tisch (0:2 Punkte gegen den THW, 2:4 Punkte gegen die SG) gut. Inzwischen hat sich auch der Zorn von SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke über die Entscheidungen nach dem sogenannten Verursacher-Prinzip etwas gelegt: »Dennoch behalten wir uns vor, die Entscheidung der EHF auch kritisch zu betrachten.«

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