Nikolai Weber verlässt die HSG

(mac) Nikolai Weber wird Handball-Bundesligist HSG Wetzlar nach dieser Saison verlassen und sich dem Ligakonkurrenten MT Melsungen anschließen. Nach Savas Karipidis, Michael Allendorf und Trainer Michael Roth ist der Keeper bereits der vierte Wetzlarer, den es nach Nordhessen zieht. Das bestätigte MT am Sonntag in einer Presseerklärung.

(mac) Nikolai Weber wird Handball-Bundesligist HSG Wetzlar nach dieser Saison verlassen und sich dem Ligakonkurrenten MT Melsungen anschließen. Nach Savas Karipidis, Michael Allendorf und Trainer Michael Roth ist der Keeper bereits der vierte Wetzlarer, den es nach Nordhessen zieht. Das bestätigte MT am Sonntag in einer Presseerklärung.

»Ich hatte gehofft, dass Melsungen mit der Nachricht noch wartet. Aber es war auch klar, dass sie versuchen werden, in Wetzlar Unruhe zu stiften«, sagte Weber, der zudem erklärte, zu dem Wechsel gezwungen worden zu sein, da seine HSG auf das Angebot der Nordhessen nicht reagiert habe. »Den ersten Kontakt mit Melsungen gab es im Dezember 2009. Konkreter wurde es im Januar. Damals habe ich die HSG-Führung darüber in Kenntnis gesetzt. Man wollte mir gleich ein Gegenangebot unterbreiten, doch das kam nicht. Ich habe lange gewartet«, erzählte Weber. »Für mich gab es keinen Grund zu einem Wechsel. Ich fühle mich hier wohl, meine Familie lebt hier«, sagte Weber. Statt eines Angebots der HSG habe er von seinem Verein immer wieder nur gehört, dass man finanziell nicht mit dem Angebot der Nordhessen mithalten könne. »Erstens wusste niemand, was mir dort angeboten wurde, zweites hätte die HSG das gar nicht zahlen müssen.

Wir hätten uns über alles unterhalten können«, so Weber. Letzlich sei ihm die Entscheidung leichtgefallen, denn »ich hatte definitiv nur ein Angebot für die Zeit nach der aktuellen Saison«, sagte Weber, der schon im Februar den Kontrakt in Melsungen unterzeichnet hat. »Unter der neuen Führung wäre das nicht passiert. Doch jetzt ist es zu spät«, sagte der 30-Jährige, der bei MT einen Zweijahresvertrag abgeschlossen hat. Auch Wetzlars neuer Aufsichtsratssprecher Manfred Thielmann ist traurig über den Wechsel. »Weber ist eine Identifikationsfigur. Wir haben versucht, etwas zu retten, doch es war nichts mehr zu machen«, sagte Thielmann.

»Ja, wir können bestätigen, dass Weber nach Melsungen kommt«, erklärte indes Melsungens Sportlicher Leiter Alexander Fölker. »Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass unser neuer Trainer nach und nach Spieler aus Wetzlar weglotst«, erklärt Fölker und unterstreicht: »Wir haben bereits im Frühjahr verhandelt«.

Weber ist einer der dienstältesten Spieler der HSG und hat einen Platz im Mannschaftsrat. Auf und neben dem Feld gilt er als »Anführer«. Der Verlust des 1,95 m großen Keepers, der über 150 Einsätze in der höchsten Spielklasse absolviert hat, ist ein herber Schlag für die Mittelhessen. Zumal Weber - der seine »Handballjugend« bei der SG Münzenberg/Gambach verbracht hat - ein Spieler aus der Region ist. Weber kam 2005 vom TV Gelnhausen nach Wetzlar zurück, wo er bereits von 1999 bis 2001 gespielt hatte. Zwischenzeitlich war er mit dem Regionalligisten in die 2. Liga aufgestiegen. In Melsungen stehen mit Mario Kelentric und Robert Lechte zwei Keeper bis Juni 2011 unter Vertrag.

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