Niederlage für Krapp-Team

(jsg) Noch 4,1 Sekunden waren auf der Uhr, als beim Stand von 87:87 ein Würzburger gefoult wurde. Ausgerechnet James Wucherer bekam den Ball für die Freiwürfe und traf beide. Nach der Auszeit kam der Ball bei Gießen zu Peja Strobl, der den Dreier zum Sieg in der Hand hatte, aber gegen zwei Gäste vergab. Die Roth Energie BBA Gießen 46ers verloren so in der JBBL (U16-Basketball-Bundesliga) gegen die s.

Oliver Würzburg Akademie mit 87:89.

Die Partie startete ausgeglichen, und so stand es nach einem Wucherer-Dreier zum Ende des ersten Viertels 19:23. Mit zwei Fouls mussten sich Elvin Mehovic und Till Heyne allerdings früh zurückhalten. Im zweiten Abschnitt holte sich auch Center Christian Mann schnell sein zweites Foul ab. Insgesamt waren die Gastgeber nach 3:44 Minuten schon an der Teamfoulgrenze angelangt. Dennoch glich der längste Spieler zum 30:30 aus. In der Folge leistete er sich zwei weitere Fouls und musste auf der Bank Platz nehmen. Die Größennachteile bestraften die Franken zum 36:40-Halbzeitstand.

Nach dem ersten Gießener Dreier zog Würzburg allerdings etwas davon. Ohne Topscorer Mika Kröner übernahmen erneut die Innenspieler. Beim Stand von 41:48 war der Lauf der Gäste erstmal gestoppt, aber Gießen blieb ohne Durchschlagskraft. So war es Sebastian Burek, der für elf Punkte Differenz sorgte. Doch mit wacher Verteidigung erarbeiteten sich die Jung-46ers Fastbreak-Punkte, verkürzten auf fünf Punkte und lagen vor dem Schlussviertel nach einem Wucherer-Dreier dennoch 56:66 zurück.

Dort ließen sie zu viele einfache Würfe zu, sodass selbst eigene Punkte zunächst nicht zur Aufholjagd reichten. Doch dreieinhalb Minuten vor dem Ende fanden die Gastgeber plötzlich mehrfach Mann in guter Position, sodass es bei 78:81 wieder spannend war. Ein unsportliches Foul, das zugleich das fünfte von Würzburgs bestem Scorer Hannes Steinbach war, nutzten die Lahnstädter zwar nicht zur Führung, aber kamen auf einen Punkt heran.

Ein Dreier von Roman Keilmann sorgte dann jedoch für den Ausgleich, der jedoch von Wucherer Junior nervenstark wieder gedreht wurde.

»Wir waren einfach als gesamtes Team nicht bereit. Positiv war, dass wir uns wieder herangekämpft haben, aber auch dann zeigte sich wieder unsere Freiwurfschwäche«, bilanzierte Krapp. Durch die Niederlage rückt Würzburg vorbei auf den zweiten Platz, der noch für die Playoffs reichen würde. Nach der Weihnachtspause stehen die Gießener nun unter dem Druck, möglichst jedes Spiel zu gewinnen.

Gießen: Mann (20), Mehovic (16), Heyne (14), Strobl (14), Keilmann (11), Klingelhöfer (8), Brodt (4), Hegele, Noyal, Thormeier.

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