Niederlage für VfB 1900 Gießen Pointers

(lad) Die VfB 1900 Gießen Pointers haben das Spitzenspiel in der Basketball-Regionalliga verloren. Obwohl sie mit einer knappen Führung in die letzte Minute gegangen waren, unterlag die Mannschaft von Trainer Dejan Kostic am Samstagabend beim Tabellenzweiten HolidayCheck Baskets Konstanz mit 65:72 (37:41).

Konstanz hat nun nur noch einen Sieg weniger auf dem Konto als Gießen. "Das war ein großer Kampf von beiden Mannschaften; es haben nur Kleinigkeiten entschieden", erklärte Kostic, dass sein Team dem Gegner mit Konzentrationslücken und vermeidbaren Fehlern immer wieder die Möglichkeit gab, aufzuholen oder in Führung zu gehen. "Aber das Gute: Wir haben den direkten Vergleich gerettet", freute sich der Coach darüber, dass die Gießener aus dem Hinspielsieg (108:100) ein Pünktchen mehr auf ihrer Seite haben und im Falle einer Punktgleichheit mit Konstanz die Nase in der Tabelle vorn hätten.

Von der Großkulisse von 800 Zuschauern ließen sich die Pointers gleich zu Beginn beeindrucken und verschliefen den Start. Das erste Viertel ging somit mit 20:15 an die Gastgeber. Nach der kurzen Unterbrechung kamen die Pointers, deren sonstige Topscorer Felix Rotaru und Zeljko Pavlovic vom Gegner früh gestört und weit unter ihren Möglichkeiten gehalten wurden, besser ins Spiel und gingen nach 16 Minuten mit 36:35 in Führung. Doch Konstanz, das sich vor allem von der Dreierlinie treffsicher zeigte, konterte und ging mit einem 41:37 in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel zeigte der VfB nun seine gewohnten Qualitäten, die ihn in dieser Saison zur bislang stärksten Mannschaft der Liga machten. Ein 10:0-Lauf zu Viertelbeginn brachte ein 47:41 (23.) aus Sicht der Pointers ein, zwei Minuten später führte der Gast sogar mit 53:45. "Aber dann haben wir aufgehört, Team-Basketball zu spielen, und schlechte Entscheidungen getroffen. Das war die entscheidende Szene", erklärte Kostic, dass seine 1900er hier den Sack hätten zumachen können. Stattdessen kassierten sie innerhalb von vier Minuten einen 0:11-Lauf und lagen plötzlich wieder mit 53:56 im Hintertreffen.

Zum Viertelende durchbrachen die Mittelhessen ihre Flaute und verkürzten auf 55:56. Im taktisch geprägten letzten Viertel eroberte der VfB zunächst die Führung zum 62:60 zurück und ging mit einem 64:63 in den Endspurt. Doch hier erwiesen sich die Baskets, die vom starken US-Pointguard Michael Lay (19 Punkte, vier Assists) gut angeführt wurden, als nervenstärker und cleverer als der VfB und machten den Heimsieg klar.

Zwar gewann Gießen das Reboundduell - vor allem dank des starken Centers Nils Steuber (außer seinen 14 Punkten zwölf Rebounds, davon sechs offensiv) - klar mit 43:32, aber die Wurfquoten von 35 Prozent aus dem Feld und 59 Prozent bei den Freiwürfen waren letztlich zu schwach.

VfB Gießen Pointers: Wosnitza (2), Zabel, Göttker (4), Pavlovic (12/2 Dreier), Nützel, Unger (3/1), Sebastian Rotaru (4), Biallas (7), Steuber (14), Steele (13), Felix Rotaru (6).

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