SV Nieder-Ofleiden über Umwege zum Wiederaufstieg

Eine tolle Geschichte für Trainer Achim Vaupel, der sich vom SV Nieder-Ofleiden mit dem Aufstieg in die Fußball-Kreisoberliga Süd verabschiedete, eine tolle Geschichte für die Mannschaft, die ihren Abstieg aus der vergangenen Saison korrigierte und eine tolle Geschichte für das Nieder-Ofleidener Umfeld, das alles für ein erfolgreiches Abschneiden seines SVN getan hat; kurzum ein Happyend.

(rol) Eine tolle Geschichte für Trainer Achim Vaupel, der sich vom SV Nieder-Ofleiden mit dem Aufstieg in die Fußball-Kreisoberliga Süd verabschiedete, eine tolle Geschichte für die Mannschaft, die ihren Abstieg aus der vergangenen Saison korrigierte und eine tolle Geschichte für das Nieder-Ofleidener Umfeld, das alles für ein erfolgreiches Abschneiden seines SVN getan hat; kurzum ein Happyend. Darüber hinaus kommt es in der neuen Saison endlich wieder zu prickelnden Derbys mit der FSG Homberg/Ober-Ofleiden.

Die beiden Teams verpassten - bedingt durch Ab- und Aufstiege - seit mehreren Jahren ein direktes Aufeinandertreffen.

Gegen Ende dieser Saison schien es in der Kreisliga A Alsfeld alles andere als glatt zu laufen für die Nieder-Ofleidener. Zwar schöpfte der SVN nach dem 2:1-Heimsieg gegen den Spitzenreiter SG Gonterskirchen/Freienseen zu Beginn der Rückrunde wieder Hoffnung im Kampf um die Meisterschaft. Doch in den folgenden Wochen gab es immer wieder Rückschläge.

So erlaubte sich die Mannschaft ausgerechnet in der Endphase der Saison ein Leistungstief und musste schon bald erkennen, dass der Tabellenführer nicht mehr einzuholen war, auch wenn es kurz vor Saisonende ein weiteres direktes Duell geben sollte.

Und da Platz zwei - der Relegationsplatz "nach oben" - gegenüber der folgenden Konkurrenz schon gesichert war, schien die Luft raus gewesen zu sein. "Wir haben uns in Gesprächen noch einmal vor Augen geführt, dass es auch für andere Teams zum Teil noch um sehr viel geht und wir daher bis zum letzten Spiel in der Pflicht stehen", erinnert sich Achim Vaupel an eine schwierigere Zeit seiner Trainertätigkeit. Lediglich das Spitzenspiel in Gonterskirchen konnte weitestgehend offen gestaltet und mit einem 0:0 beendet werden.

Doch umso stärker trat der Tabellenzweite dann in der Relegationsrunde auf. Da reiste der "Alsfelder" Vertreter nach Leihgestern und wies die TSG mit einem 5:1 in die Schranken. "Für die Relegationsrunde war es für uns von Vorteil, das letzte Punktspielwochenende spielfrei zu haben. So konnten wir uns unter anderem mit Spielbeobachtungen bestens auf die Gegner einstellen", verrät Vaupel eine der Gründe für das starke Auftreten in diesen Entscheidungspartien.

Stefan Schick avancierte in Leihgestern zum Spieler des Tages, als er mit drei Toren ganz wesentlichen Anteil am Auswärtserfolg hatte. Aber auch schon in der abgelaufenen Saison glänzte der 35-jährige Stürmer mit 30 Toren und belegte mit dieser Ausbeute den dritten Platz in der Torjägerliste.

Auch andere Faktoren dürften eine Rolle für das erfolgreiche Abschneiden gespielt haben. So landete der SVN in der Winterpause mit der Verpflichtung von Dominik vom Dorp, der aus der Nähe von Aachen zugezogen ist, einen Volltreffer. Immerhin erzielte der Neuzugang nämlich innerhalb dieser kurzen Zeit gleich acht Tore. Da gab es auf der anderen Seite aber auch die Nachricht von Coach Achim Vaupel, den Verein nach siebenjähriger Trainertätigkeit verlassen zu wollen. Auch dieser Belastungsprobe hielt Mannschaft und Verein stand. Der Vorstand handelte schnell, beorderte Stefan Schick, der bereits gemeinsam mit Vaupel in der sportlichen Verantwortung stand, für die kommende Saison zum Chef-Trainer und wird ihm mit Jörg Blicharski einen Co-Trainer zur Seite stellen. Mit diesen Maßnahmen könnten die Verantwortlichen um Frank Heller vielen Gerüchten und Spekulationen zuvor gekommen sein.

Zudem dürften sich Verein und Mannschaft auch an die Worte aus den Meisterstunden 2008 erinnert haben, als Vaupel warnte: "Jetzt wird sich zeigen, ob wir eine Mannschaft sind." Sicherlich war dieser Satz in einer gewissen Vorahnung auf die bevorstehende schwierige Saison bezogen, nach der die Nieder-Ofleidener tatsächlich wieder den Gang in die A-Klasse antreten mussten. Trotzdem zeigte sich die Mannschaft auch nach diesem Rückschlag weiterhin als Einheit. Nur so dürfte der neuerliche Erfolg begründet sein, was auch Vaupel noch mal hervorhebt: "Da passte die Mischung der erfahrenen Spieler wie Gumpert, Dörr, Morneweg und der Stark-Brüder mit den jungen Akteuren wie Pfeil, Weber oder Schierholz perfekt. Und natürlich war und ist Stefan Schick ein ganz wesentlicher Eckpfeiler der Mannschaft." Dazu ergänzt Vaupel: "Einen besseren Abschluss hätte ich mir nicht vorstellen können, auch wenn er durchaus von Wehmut begleitet ist." Auch Stephan Gumpert lässt künftig Fußball- und Torwarthandschuhe ruhen und verabschiedet sich mit diesem eindrucksvollen Erfolgserlebnis als aktiver Spieler.

Vor dem zweiten Relegationsspiel gegen den ASV Gießen war übrigens klar, dass dem SV Nieder-Ofleiden selbst mit einer Drei-Tore-Niederlage der Aufstieg gelingen würde. Doch auch dieses Spiel endete mit einem Sieg; 3:2 hieß es am Ende. Und genau das war das Startzeichen für eine krachende Party, die der Meisterschaftsfeier von vor zwei Jahren kaum nachstand.

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