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Werner Klement

Fußball

"Nie aufhören anzufangen, nie anfangen aufzuhören"

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(msr). Seinen 85. Geburtstag feierte am 7. Oktober Werner Klement in Saasen. Der Jubilar erblickte in Frankfurt am Main das Licht der Welt und wurde mit Mutter und Schwester am 23. August 1943 nach Saasen evakuiert. Es sollte für vier Wochen sein, aber daraus wurden es bis heute 76 Jahre. Nach der Schule begann der Jubilar am 1. Oktober 1949 eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann bei der Firma W. & G. Schuchard in Gießen. Danach wurde er in die Buchhaltung übernommen. 1958 wurde ihm von der Firma eine Stelle im Außendienst für den norddeutschen Raum angeboten die er auch in leitender Stellung 40 Jahre bis 1998 ausübte. In dieser Zeit hat er über zwei Millionen Kilometer zurückgelegt.

Seit seinem 15. Lebensjahr hat sich Walter Klement dem Fußball ver- und beim Sportverein ein Stück Fußballgeschichte geschrieben. Von 1952 bis 1956 war er beim TSV Grünberg aktiv, weil damals der Spielbetrieb in Saasen ruhte. Dank seiner Mitinitiative wurde 1956 in Saasen der Sportverein neu ins Leben gerufen. Nach der Neugründung im Mai 1956 gehörte er zwei Jahre dem geschäftsführenden Vorstand als Schriftführer an. Am 1. Februar 1959 musste Werner Klement frühzeitig durch eine schwere Sportverletzung seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Erst Jahre später versuchte er es wieder als Torwart bei den Alten Herren.

Von 1971 bis 1982 war Klement Fußballjugendleiter und trainiert eine Mannschaft von der E-Jugend bis zur A- Jugend. 1976 berief man ihn zum Fußballabteilungsleiter. Das Amt übte er bis Mitte Mai 1999 aus. Er war einige Jahre in der Sportdeputation der Gemeinde Reiskirchen tätig und beim SV Saasen über 60 Jahre mit wechselnden Funktionen bis heute im Vorstand. Den Posten als Redakteur für die Vereinszeitung, den er fast 20 Jahre ausübte, hat er 2018 an Anne Sophie Lausmann übergeben. Er hat vor 15 Jahren die Homepage www.sv1936saasen.de erstellt und betreut sie weiterhin als Webmaster. Sein Credo: "Man sollte nie aufhören anzufangen, nie anfangen aufzuhören."

Viele Auszeichnungen und Ehrungen erhielt er bereits für sein Engagement, darunter die große Verbandsehrennadel des Hessischen Fußballverbandes und den Landesehrenbrief. Im Mai 2006 wurde Klement anlässlich des 70-jährigen Vereinsjubiläum zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. Dies wäre alles nicht möglich gewesen, wenn er nicht seine Familie hinter sich wüsste. Allen voran seine Ehefrau Ottilie, die vor einem halben Jahr verstorben ist. Seine beiden Söhne Michael und Thomas haben beide jahrelang die Fußball-Schuhe für den Verein geschnürt und auch Vorstandsarbeit geleistet. Tochter Christiane war lange für die Tanzgruppen zuständig und die Enkelinnen Lisa sowie Julia tanzten in den Tanzgruppen des SVS. Seine Enkel Louis und Colin haben in der Jugend gespielt.

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