Nicht »abschlachten lassen«

  • vonSvantje Merker-Gärtner
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(smg). Den Wiedereinstieg in den Spielbetrieb der zweiten Basketball-Bundesliga hatten sich die Bender Baskets Grünberg sicherlich anders vorgestellt. Klar war, dass es gegen die Rheinland Lions sehr schwer werden würde, aber am Ende mit 50 Punkten Differenz zu verlieren, war dann doch sehr heftig. Die nächste Hürde steht bereits vor den Gallusstädterinnen.

Sie werden am Samstag um 15 Uhr bei der Panthers Academy Osnabrück geprüft.

Einen großen Nachteil werden die Mittelhessinnen am Wochenende haben. Osnabrücks Erstligamannschaft musste keine Zwangstrainingspause einlegen, und die zweite Vertretung, die Panthers Academy, konnte sich während der ganzen Zeit mit den Sportlerinnen aus dem Oberhaus fit halten. »Die stehen im Saft«, weiß Grünbergs Coach Dejan Kostic. Nicht nur das. Einige Spielerinnen der Norddeutschen sind sowohl für die erste als auch die zweite Mannschaft einsatzberechtigt. Im Academy-Team spielen sie eine entsprechende Rolle und bringen Qualität mit. Es ist davon auszugehen, dass sie am Samstag gegen Grünberg dabei sind.

»Wir müssen versuchen, uns nicht von Spiel zu Spiel abschlachten zu lassen«, möchte der Bender-Baskets-Trainer kein Déjà-vu-Erlebnis vom zurückliegenden Wochenende haben. Für seine Akteurinnen ist es wichtig, nicht fortwährend solche Erfahrungen machen zu müssen. Vielmehr sollen die Grünbergerinnen nach vorne schauen und sich Schritt für Schritt an den Stand zurückarbeiten, den sie vor dem Lockdown im Dezember hatten. Kostic wünscht sich individuelle und taktische Entwicklungen, die auch auf dem Feld sichtbar sein sollen. Einfach aus dem Ärmel zu schütteln, ist das nicht. Das Training leidet, weil momentan nur acht Spielerinnen zur Verfügung stehen. So fiel zum Beispiel Klara Römer drei Wochen lang wegen Erkrankung aus, Lena Dziuba hat sich erneut verletzt. In diesem Jahr wegen der ausgesetzten Abstiegsregelung nicht in Gefahr geraten zu können, kommt den Bender Baskets in der jetzigen Zeit besonders zugute. Sie wollen sich wieder nach vorne bringen und eine bessere Wurfquote produzieren, ohne dabei Druck zu verspüren. Der wäre kontraproduktiv, auch schon im Hinblick auf die nächsten Wochen sowie die nächste Saison.

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