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Stefan Harnisch eilt mit seinem NSC Watzenborn-Steinberg weiter von Sieg zu Sieg. Foto: ras

Der neunte Streich

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(ria). Auch gegen den zweiten Verfolger SVH Kassel II ließ der Spitzenreiter der Tischtennis-Hessenliga, der NSC Watzenborn-Steinberg, nichts anbrennen und feierte den neunten Sieg im neunten Spiel, während der TV Großen-Linden beim Tabellenzweiten in Besse sich geschlagen geben musste und nun mit negativem Punktekonto das breite Feld der Teams anführt, die sich im Kampf gegen den Abstieg befinden.

NSC Watzenborn-Steinberg - SVH Kassel II 9:1:Mit dem Tabellendritten Kassel traf man auf eine Wundertüte, da bisher immer mit unterschiedlicher Aufstellung. Der Tabellenführer startete davon unbeeindruckt und setzte mit drei Doppelerfolgen gleich ein deutliches Zeichen. Fabian Moritz/Dennis Grötzsch und Jan Hartmann/Jakob Armbrüster jeweils mit Dreisatzsiegen sowie Stefan Harnisch/Torsten Kirchherr mit einem 3:1 gegen die Nummer eins der Gäste sorgten für einen Auftakt nach Maß. Etwas überraschend kassierte Moritz nach fünf Sätzen seine erste Saisonniederlage (Einzel und Doppel!) - und auch in den nächsten Matches zeigten die Gäste ihre Qualitäten. Harnisch musste bei seinem Sieg über fünf Sätze gehen, dann sorgte Hartmann für die erste Saisonniederlage seines Kontrahenten Klaus Scherb. Gewohnt souverän gewann Kirchherr sein Match in drei Sätzen, ebenso wie Armbrüster zum 7:1. Spannender wurde es in den letzten beiden Partien. Grötzsch musste über die volle Distanz gehen, Moritz wollte nach 1:2-Satzrückstand nicht erneut mit leeren Händen von der Platte kommen und drehte seine Partie noch zum 9:1-Endstand. "Das Ergebnis war etwas zu deutlich", räumte Mannschaftssprecher Jan Hartmann ein. "Wenn die Fünfsatzmatches anders ausgehen, wird es schnell eng, die stehen nicht umsonst oben." Der NSC wahrte damit seine weiße Weste und wird als Tabellenführer überwintern.

TSV Besse - TV Großen-Linden 9:4:Der Tabellenzweite erwies sich als eine Nummer zu groß für die Lindener, bei denen Carsten Jung und Dirk Schneider noch immer mit den Folgen ihrer Verletzungen zu kämpfen haben. Uwe Schreiber/Philipp Horvath sorgten für einen Punktgewinn in den Doppeln. Im ersten Paarkreuz drehte Andrius Preidzius sein Match noch nach 0:2-Satzrückstand und sorgte für den erneuten Anschluss. Im zweiten Paarkreuz bauten die Gastgeber ihre Führung aus. Horvath mit einem starken Auftritt verkürzte, ehe Schreibers Fünfsatzniederlage für den 3:6-Zwischenstand nach dem ersten Einzeldurchgang sorgte. Im Spitzeneinzel kämpfte sich Preidzius immer wieder heran, unterlag aber in vier Sätzen. Roland Fritsch holte mit einer starken Leistung den letzten Punkt für sein Team. "Es waren einige packende Matches - und es war ein Tick mehr drin. Aber um die zu schlagen, müsste es für uns extrem gut laufen", nahm Kapitän Uwe Schreiber, der seinen verpassten Chancen etwas nachtrauerte, die Niederlage sportlich. Der Aufsteiger führt nun das Feld der Mannschaften mit negativem Punktekonto an, mit drei Punkten vor dem Relegationsplatz. "In der Rückrunde haben wir mehr Heimspiele und sollten die nutzen, um den Klassenerhalt zu schaffen."

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