Isaiah Hartenstein (r.) kommt beim zweiten NBA-Spiel seiner Denver Nuggets auf zehn Minuten Einsatzzeit. FOTO: AFP
+
Isaiah Hartenstein (r.) kommt beim zweiten NBA-Spiel seiner Denver Nuggets auf zehn Minuten Einsatzzeit. FOTO: AFP

Neuer Klub, klares Ziel

  • vonSID
    schließen

(sid). An das Klima in Denver musste sich Isaiah Hartenstein erst gewöhnen. "Allgemein ist es toll, ein bisschen kalt", sagt der Neuzugang von den Nuggets, "aber sonst ist alles gut." Nach drei schwierigen NBA-Jahren bei den Houston Rockets gab es für den Basketballer, der in seiner Jugend u. a. beim MTV 1846 Gießen spielte, eine Luftveränderung, in der "Mile High City" soll es besser laufen.

Nur 53 Spiele hat Hartenstein für Houston gemacht, pendelte zwischen der NBA und dem Farmteam Rio Grande Valley Vipers aus Edinburg/Texas hin und her. "Die letzten zwei Jahre hätte ich nicht in der G League sein sollen", sagt der deutsche Nationalspieler. Schließlich geht es darum, endlich ganz oben richtig Fuß zu fassen. Im Sommer war es zur Trennung von den Rockets gekommen. Vielleicht genau das Richtige, denn danach hatte der 22-Jährige "viel zur Auswahl. Für mich war es wichtig, dass ich bei einer guten Mannschaft bin", sagt der groß gewachsene (2,13 m) Profi. Die Wahl fiel auf die Nuggets, die in der abgelaufenen Saison erst im Play-off-Halbfinale am späteren Meister Los Angeles Lakers (1:4) gescheitert waren.

In der Vorbereitung lief es ordentlich, Isaiah Hartenstein durfte in allen drei Spielen ran, kam im Schnitt auf 14 Minuten Spielzeit und neun Punkte. "Wir sind immer besser und besser geworden. Das war für uns sehr wichtig in der kurzen Preseason", sagt der als Center und Forward einsetzbare Neue. Es gab zwei klare Siege und eine knappe Niederlage.

Beim Auftakt gingen die Nuggets leer aus. Denver unterlag den Sacramento Kings am Mittwoch (Ortszeit) mit 122:124 nach Verlängerung. Hartenstein durfte 8:53 Minuten ran und kam auf sechs Punkte sowie drei Rebounds. Auch das zweite Spiel gegen die Los Angeles Clippers ging verloren (108:121). Hartenstein kam in zehn Minuten auf sechs Punkte.

Für die neue Saison hat sich der Youngster ein klares Ziel gesetzt. "Ich möchte der beste Big Man der Liga von der Bank sein", sagt der Sohn des früheren Bundesligaprofis Florian Hartenstein (acht Jahre in Gießen) ziemlich selbstbewusst. Helfen soll ihm dabei die Expertise des serbischen Allstars Nikola Jokic.

"Wir haben den besten Center der Liga", sagt Hartenstein über den 25-Jährigen: "Bei Fragen ist er sehr offen. Nach den Spielen redet er mit mir." Bei der Entscheidung für Denver habe unter anderem auch die Chance eine Rolle gespielt, "von ihm zu lernen".

Schon im warmen Houston hat Hartenstein den Stars gut zugehört. "Alle Spieler, wie CP3 (Chris Paul), Tyson Chandler, James Harden, Russell (Westbrook, d. Red.), P. J. Tucker haben mir sehr geholfen", sagt Hartenstein.

Dennoch steht der während der College-Zeit seines Vaters Florian (43) in Eugene/Oregon geborene Hartenstein noch am Anfang seiner NBA-Karriere - auch wenn er bereits eine Weile dabei ist. "Wenn die Leute sehen, dass ich schon drei Jahre in der Liga bin, denken die: ›Oh, der ist schon ein bisschen älter.‹ Aber ich bin immer noch 22 und kann noch sehr viel lernen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare