Neuer 46ers-Boss Koch legt los

  • Wolfgang Gärtner
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(gae). Ab jetzt weht bei den Gießen 46ers ein anderer Wind. Michael Koch hat am gestrigen Sonntag offiziell seinen Dienst beim Basketball-Bundesligisten angetreten. Der neue Geschäftsführer lenkt nun die Geschicke des Clubs.

Die achtjährige Ära Heiko Schelberg ist vorbei. Der 47-Jährige hat seinen Platz vorzeitig geräumt. Die Gesellschafter und Schelberg haben sich auf eine vorzeitige, einvernehmliche Beendigung des zwischen ihnen existierenden Geschäftsführervertrages verständigt. Das Ausscheiden von Schelberg war eigentlich am Saisonende vorgesehen.

Koch freut sich auf die neue Herausforderung. Der gebürtige Licher, der bekanntlich mehrerer Jahre das Trikot des MTV 1846 Gießen trug und danach eine einzigartige Karriere als Profi-Basketballer hinlegte, ist bei den 46ers in Doppelfunktion unterwegs - der 54-Jährige ist nicht nur Geschäftsführer, sondern auch Sportdirektor.

Klar hat sich der Europameister von 1993 die Niederlage vor einer Woche beim Karnevalsspiel in Bonn reingezogen - aber vor dem Fernseher. "Das war so abgesprochen", sagt er. Obwohl es für den 140-fachen Nationalspieler ein Heimspiel gewesen ist - er wohnt in Königswinter. Auch gestern saß er vor dem TV-Gerät (auch das war so vereinbart) und fieberte bei der Partie in Vechta mit seinem neuen, alten Club mit. Vergebens.

Ab Sonntag startete Koch seine Mission bei den 46ers. Dabei betritt er viel Neuland - als Geschäftsführer war er noch nicht tätig. Koch hat einerseits die Aufgabe, im finanziellen Bereich die 46ers zukunftstauglich zu machen, obwohl sie einen der kleinsten Etats der Liga haben. Andererseits muss er aber auch sehen, dass seine Gießen 46ers erstklassig bleiben.

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