Neue Nummer zwei auf der Bank

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(phk). Harry Lange hat einen neuen Kollegen: Der EC Bad Nauheim hat seinem Cheftrainer einen neuen »Co« an die Seite gestellt - und dabei erneut auf die Kontakte seines Headcoaches gesetzt. Mit Hugo Boisvert kommt nicht nur ein Ex-DEL 2-Headcoach zum Wetterauer Eishockey-Zweitligisten, sondern auch ein ehemaliger Mitspieler Langes aus Profizeiten. Der Deutsch-Kanadier tritt die Nachfolge von Patrick Strauch an, einem weiteren ehemaligen Mitspieler von ihm und Lange, der nach zwei Monaten als Interims-»Co« wieder zurück in den Nachwuchs von Kooperationspartner Kölner Haie zurückgeht.

»Man sollte sich mit guten Leuten umgeben, wenn man besser werden will«, sagt Lange über seinen neuen Assistenten. »Hugo ist ein guter Mann, der uns weiterbringen wird. Ich bin froh, dass er sich nach längeren und offenen Gesprächen für uns entschieden hat. Das ist eine super Lösung«, sagt der Österreicher, der nach zwei Jahren als Assistent von Christof Kreutzer und einem halben Jahr als »Co« von Hannu Järvenpää nach der Demission des Finnen selbst erst seit Mitte Februar Cheftrainer ist.

Für den 46-jährigen Boisvert ist die Stelle in der Kurstadt sicher so etwas wie eine Rückkehr zu den Anfängen als Coach, hatte er doch nach seiner Profikarriere zunächst als Co-Trainer von Rico Rossi bei den Kassel Huskies gearbeitet, wo er 2016, in seinem ersten Jahr hinter der Bande, sogleich die DEL 2-Meisterschaft hatte feiern dürfen. Es folgte im Mai 2018 die Berufung zum Headcoach von Ligakonkurrent Bietigheim Steelers, wo er die Nachfolge von Kevin Gaudet antrat, mit Rang zwei in der Hauptrunde auch zunächst ein gutes Ergebnis erzielte, im Playoff-Viertelfinale aber die Segel hatte streichen müssen. Im November 2019 war sein Engagement im Landkreis Ludwigsburg wieder beendet.

Seit Mitte vergangenen Jahres lebt der zweifache Familienvater aus der französischsprachigen Provinz Quebec in Kanada wieder in Kassel, wo seine Frau als Eventmanagerin arbeitet und sein Sohn und seine Tochter die Schule besuchen. Den Wohnort will er auch behalten, auch wenn er laut Lange »ständig hier sein wird« und zudem vom Klub eine Wohnung in der Wetterau gestellt bekommt.

Vertrag für Köhler

Der EC Bad Nauheim hat den nächsten Spieler für den neuen Kader unter Vertrag: Mick Köhler, in den vergangenen beiden Jahren als Förderlizenzspieler schon bei den Roten Teufeln aktiv, wechselt fest vom Kooperationspartner Kölner Haie zum Wetterauer Eishockey-Zweitligisten. Der Stürmer will sich über den »Umweg« DEL 2 zurück in die deutsche Beletage kämpfen.

»Wir haben lange miteinander gesprochen, er hatte Angebote von anderen Vereinen, weshalb ich sehr froh bin, dass er uns erhalten bleibt«, sagt Harry Lange, der Cheftrainer des EC über den 23-jährigen Center. »Mick weiß, dass er ein gutes Jahr braucht, und auch ich erwarte, dass er sich für seinen Traum, eine Rückkehr in die DEL, in Position bringt. Dafür muss er liefern - und das weiß er auch.«

Köhler kam in den vergangenen beiden Spielzeiten auf 39 Einsätze (sechs Tore/elf Vorlagen) für die Kurstädter, absolvierte zudem 42 DEL-Partien (eine Vorlage) für Köln in dieser Zeit, nachdem er in seinem ersten Profijahr neben den Haien (25 Spiele/2 Tore/2 Vorlagen) für den damaligen Kooperationspartner Löwen Frankfurt (27 Spiele (3 Tore/10 Vorlagen) aufgelaufen war. Zuvor hatte der gebürtige Bonner alle Jugendmannschaften in der Domstadt durchlaufen und zudem für die deutsche U 18- und U 20-Nationalmannschaft auf dem Eis gestanden.

Der Linksschütze gilt mit seiner stattlichen Größe von 1,90 m und über 90 kg Körpergewicht als robust im Zweikampf und überzeugte auch schon bei Einsätzen in den vorderen Reihen. Ein weiterer Vorteil für Bad Nauheim: Er zählt angesichts seines jungen Alters nicht zu den 15 Spielern über 25 Jahren, die maximal auf dem Spielberichtsbogen erscheinen dürfen.

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