Der neue "Co" ist ein alter Bekannter

(pm/-) Usamedin Mehmed heißt der neue Assistenztrainer des heimischen Basketball-Bundesligisten LTi Gießen 46ers. Mit dem 49-Jährigen kehrt ein alter Bekannter in die Lahnstadt zurück. Mehmed, am 7. August 1960 in Skopje (Mazedonien) geboren, war bereits von 1993 bis 1996 als Trainer beim LTi-46ers-Stammverein MTV 1846 Gießen tätig.

Unter dem damaligen Chefcoach Armin Andres leitete der Mazedonier auch Individualtrainingseinheiten für die Spieler der Gießener Bundesligamannschaft.

Seinen größten sportlichen Erfolg in Gießen feierte Usamedin Mehmed im Jahr 1995, als er die A-Jugend (heute: U20) des MTV 1846 als Coach zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft führte. Bis heute der letzte nationale Titelgewinn einer männlichen Basketballjugendmannschaft aus Gießen. In dem damaligen Meisterteam spielte unter anderem auch Vladimir Bogojevic, heute Cheftrainer der LTi Gießen 46ers.

Nicht zuletzt die Erfahrungen aus seiner Zeit als Juniorenspieler in Gießen bewogen Bogojevic dazu, zuallererst bei seinem ehemaligen Coach anzufragen, als der Nachfolger für Gerald Wasshuber gesucht wurde. "Von seiner Erfahrung und der notwendigen Portion Härte, die er im Training an den Tag zu legen pflegt, werden unsere Mannschaft und wir als Organisation insgesamt profitieren. Er ist ein sehr guter Individualtrainer.

Auch in der Arbeit an der Verteidigung wird uns sein Know-how zugutekommen, denn seine Teams zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in der Verteidigung kollektiv gut zusammenarbeiten", freut sich Vladimir Bogojevic nach Mitteilung der 46ers auf die Zusammenarbeit mit Usamedin Mehmed, der bei den LTi 46ers auch die Gesamtverantwortung für die Ausbildung der Spieler der beiden Jugendteams (U19 und U16) übernehmen wird. Nach seiner Gießener Zeit fungierte Mehmed als Headcoach der damals noch in der 2. Bundesliga beheimateten Männerteams aus Koblenz und Oberelchingen. In den letzten Jahren arbeitete der Diplom-Sportlehrer und Inhaber der deutschen Basketball-Trainer-A-Lizenz im Frauenbereich. Die Basketballerinnen der DJK Sportbund Ulm führte Mehmed 2005 in die Regionalliga, in der darauf folgenden Saison gelang sogar der Durchmarsch in die 2. Basketball-Bundesliga. Anschließend wechselte der 49-jährige Mazedonier in die Damenbasketball-Bundesliga zum USC Eisvögel Freiburg. Mit der Mannschaft aus dem Breisgau erreichte er im Jahre 2007 das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Vor der Saison 2007/2008 wechselte Usamedin Mehmed wieder zurück nach Ulm, dort wohnt auch seine Familie. Von 2007 bis 2010 arbeitete der dreifache Vater (die Söhne Onur und Orku sind zwölf bzw. elf Jahre, Töchterchen Ela 14 Monate alt) erneut als Chefcoach des Frauenteams des DJK/SB Ulm.

"Ich freue mich sehr darauf, nach Gießen zurückzukehren, einige mir vertraute Gesichter wiederzusehen und viele neue kennenzulernen. Bei den LTi 46ers erwartet mich eine spannende Aufgabe. Für einen Erstligisten arbeiten zu können, ist immer reizvoll. Gießen versteht sich als ein Ausbildungs-Standort für Basketballtalente. Ich freue mich auf die Herausforderung, junge Spieler an das höchste Niveau in Deutschland heranzuführen", wird Mehmed in einer Pressemitteilung der LTi Gießen 46ers zitiert.

Bei den LTi 46ers hat er demnach einen unbefristeten Vertrag unterschrieben und tritt seinen Job mit dem Trainingsstart am 1. August 2010 an.

Ursprünglich sollte die Präsentation des neuen Assistenztrainers am Freitag erfolgen, doch nach Angaben der 46ers habe Mehmed um eine Verschiebung auf Samstag gebeten. Und dieser Bitte ist der heimische Bundesligist dann nachgekommen.

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