EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Mit schlechter Nachricht nach Bietigheim

Der EC Bad Nauheim hat auswärts zuletzt dreimal in Folge enttäuscht. Vorm Bietigheim-Spiel erreicht die Roten Teufel eine schlechte Nachricht aus der medizinischen Abteilung.

Jetzt geht’s langsam an die Substanz! Der EC Bad Nauheim bestreitet am Freitag (20 Uhr) das siebte Spiel binnen 15 Tagen in der Deutschen Eishockey-Liga 2. In Bietigheim gilt es, die zuletzt so enttäuschende Auswärtsbilanz (null Punkte, 4:20 Tore aus den vergangenen drei Spielen in der Fremde) zu verbessern. Allerdings: Hannu Järvenpää, der Trainer der Roten Teufel, wird aus personellen Gründen wohl über einen Strategiewechsel nachdenken und statt auf forsches, laufintensives Agieren eher auf defensive Stabilität bauen müssen. Am Sonntag ist Bad Nauheim dann spielfrei. Das ursprünglich angesetzte Match gegen die Heilbronner Falken war vorgezogen (und mit 7:1 gewonnen) worden.

Die Hiobsbotschaft:Auch das noch! Huba Sekesi wird (noch) länger als ursprünglich prognostiziert fehlen. Am 25. Oktober hatte sich der stellvertretende Kapitän in einem Testspiel an der Hand verletzt und wurde operiert. Zwar steht der Verteidiger mit seinen Teamkollegen im Training auf dem Eis, allerdings ohne Körperkontakt. Wie die Routine-Nachuntersuchungen nun zeigten, dürfte mit einem Sekesi-Comeback (geplant zu Weihnachten) wohl erst in der zweiten Januar-Hälfte zu rechnen sein. Das bestätigte der Sportliche Leiter Matthias Baldys auf Nachfrage.

Sekesi ist damit neben Simon Gnyp und Maximilian Glötzl (beide U20-WM) sowie Jan Luca Sennhenn (Oberkörperverletzung) einer von vier (!) Verteidigern, die den Roten Teufeln während des eng getakteten Programms rund um den Jahreswechsel nicht zur Verfügung stehen. Und insbesondere Sennhenn (Ausfalldauer nicht definiert) hatte sich in den ersten Wochen mit starken Auftritten in den Fokus gespielt. Dazu fehlen die Stürmer Freddy Cabana (Einsatz unwahrscheinlich) und Julian Chrobot (U20-WM), die zusammen neun von 43 EC-Treffer erzielt haben.

Mit dem 17-jährigen Stürmer Pascal Steck hatten die Roten Teufel deshalb in dieser Woche einen weiteren Förderlizenzspieler aus einem offenbar unerschöpflichen Nachwuchs-Pool von Kooperationspartner Köln lizenziert. "Pascal ist ein guter Skater, der bereit ist, hart zu arbeiten. Er soll uns Energie bringen", sagt Järvenpää. Beim 2:7 in Tölz spielte Bad Nauheim aber über 50 Minuten hinweg mit drei Reihen, nachdem die sehr junge vierte Linie beim ersten Gegentreffer auf dem Eis gestanden hatte.

Die aktuelle Lage:Järvenpää stehen weiter nur fünf Verteidiger zur Verfügung - ganz offenkundig zu wenig für das laufintensive Spiel im straffen Rhythmus. Am Mittwoch in Tölz liefen die Teufel in der eigenen Zone meist hinterher und ließen den Gegner zirkulieren, statt - wie anfangs erfolgreich praktiziert - aggressiv Druck auf den scheibenführenden Spieler auszuüben. "Jede Mannschaft geht im Laufe einer Saison durch schwierige Phasen. Offenbar sind wir jetzt dran. Ich bin überzeugt, dass wir auch unseren Weg nach oben finden werden. Das Team hat gezeigt, dass es in allen Teilen gut besetzt ist", sagt Järvenpää.

Das Spiel in Bietigheim: Die vergangenen drei Auswärtsspiele wirken desillusionierend. 1:8 in Freiburg, 1:5 in Crimmitschau, 2:7 in Bad Tölz - und jetzt geht’s nach Bietigheim. Die Defensivarbeit wird in der taktischen Ansprache von Järvenpää gewiss Priorität bekommen. Bietigheim hat zuletzt zweimal verloren (3:8 gegen Ravensburg/1:3 in Kassel). Den Punkteschnitt betreffend liegen die Steelers aktuell auf Rang sieben. Fehlen wird Riley Sheen. Der Kanadier, aus Peking zu den Steelers gestoßen, ist nach einem "Check gegen den Kopf" am vergangenen Sonntag für vier Spiele gesperrt worden.

Verlegt:Die DEL2 hat den ursprünglich für den kommenden Mittwoch geplanten Spieltag um einen Tag vorverlegt. Die Roten Teufel treffen damit bereits am nächsten Dienstag (19.30 Uhr) auf die Ravensburg Towerstars. Die Heimspiele an Sonn- und Feiertag bereitet der EC Bad Nauheim ab Januar bereits um 17 Uhr. Diese Regelung gilt, solange keine Zuschauer zugelassen ist, wie Geschäftsleiter Dag Heydecker ergänzt.

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