EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: "Lockdown" der Roten Teufel

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Der EC Bad Nauheim hat die Defensive stabiliert. Nach nur einem Gegentor in den vergangenen 120 Minuten geht’s nun nach Bayreuth.

Natürlich wurde im kleinen Kreis gescherzt. Über einen Antrag, nur noch Heimspiele auszutragen (sieben Spiele, sieben Siege) und Geld für Auswärtsreisen zu sparen. Das könnte nach Punkten vielleicht sogar für die Playoff-Qualifikation reichen. Vom Puzzle, das die Towerstars auf ihrer Busreise zusammensetzen können, nachdem Ravensburg - zumindest vom Ergebnis her - in Einzelteile zerlegt worden war. Und natürlich vom "teuflischen Lockdown", da Felix Bick sein Tor für den Gegner geschlossen hatte. Ein 6:0-Erfolg gegen den DEL2-Top-Klub hatte Bad Nauheim in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Die Mannschaft von Hannu Järvenpää hatte das Momentum eines frühen Doppelschlages genutzt und eine Negativ-Serie unterbrochen. Am Samstag (16 Uhr) führt der Spielplan die Teufel nach Bayreuth. Im achten Auswärtsspiel (bislang vier Punkte) wird auf den ersten "Dreier" spekuliert.

Im Nebel von Bad Nauheim hatte Felix Bick im Tor den Durchblick behalten. In den letzten 120 Spielminuten ist der Keeper nur einmal bezwungen worden. Die Sichtverhältnisse bezeichnet er rückblickend als "unangenehm". Über die gegnerische blaue Linie sei es schwierig gewesen, den Puck zu verfolgen, im "für mich wichtigen Bereich ab der Mittellinie war aber alles in Ordnung." Dass sein Team oftmals unter vergleichbaren Bedingungen trainiert, sei sicher "ein Heimvorteil" gewesen.

Die Bayreuth Tigers hatten sich zuletzt mehrfach mit kleinem Kader teuer verkauft. Zum Spiel am Samstag könnten Förderlizenzspieler vom spielfreien Kooperationspartner Nürnberg für etwas Entlastung sorgen. Vermisst wird insbesondere Verteidiger Simon Karlsson. Petri Kujala spielte zuletzt mit fünf Verteidigern und acht Stürmern - ein Kraftakt. Man habe aus dem Tölz-Spiel Lehren gezogen, sagt aber EC-Trainer Järvenpää. Mit 2:7 war Bad Nauheim dem Rumpf-Kader der Löwen unterlegen. "Wir müssen Aufmerksamkeit und Stabilität in die Defensive bringen. Vorne werden sich Chancen ergeben", sagt Järvenpää.

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