EC Bad Nauheim: "Ab jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel"

(mn) Der EC Bad Nauheim hat die Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga West erreicht. Daran hatte auch niemand gezweifelt. 16 Zähler beträgt der Vorsprung auf Rang fünf; jene Position, die am 19. Februar für einen der großen Fünf (Dortmund, Bad Nauheim, Kassel, Duisburg und Frankfurt) die Spielzeit 2011/2012 zum Fiasko werden lässt; sportlich und sicherlich auch wirtschaftlich.

Eine derartige Souveränität der Roten Teufel (19 Siege in 22 Spielen) war allerdings nicht unbedingt zu erwarten; schon gar nicht nach dem Holper-Auftakt mit drei Niederlagen aus den ersten fünf Partien. Zum Jahreswechsel beginnen die besten acht der zwölf Vorrunden-Klubs nun wieder bei null. Die Punkte werden gestrichen. Was bleibt, ist das Selbstvertrauen aus 18 Siegen in Folge, das Bewusstsein, als einziges Team in Dortmund gepunktet (gleich dreifach) und alle Mitfavoriten mindestens einmal bezwungen zu haben.

Bad Nauheim stellt den besten Angriff (162 Tore), die Abwehr mit den wenigsten Gegentreffern (43) und mit Kevin Lavallee (32 Tore/34 Vorlagen) den Top-Scorer und -Torjäger der West-Gruppe. Die Zwischenrunde also nur eine Durchgangsstation? "Diese Serie ist etwas trügerisch", mahnt RT-Geschäftsführer Andreas Ortwein zu Realismus. "Da war auch das eine oder andere Spiel dabei, das wir auch hätten verlieren können."

Sportlich und - dank der Derbys mit über 4000 Zuschauern - auch wirtschaftlich haben die Roten Teufel die "Goldene-Ananas"-Runde bestmöglich genutzt. Der Lohn: Seit vielen Jahren schon waren die Monate Januar und Februar nicht mehr so spannend wie 2012. "Im Grunde ist ab sofort jedes Spiel ein Endspiel", weiß Ortwein, denn von den "großen Fünf" wird im Kampf um vier Endrundenplätze ein Team auf der Strecke bleiben. Der Modus verzeiht weder Ausrutscher noch Formschwäche.

Die Zwischenrunden-Termine des EC Bad Nauheim: 6. Januar gegen Duisburg (19.30); 8. Januar in Königsborn (19.30); 13. Januar in Dortmund (20.00); 15. Januar gegen Kassel (19.00); 20. Januar gegen Hamm (19.30); 22. Januar in Frankfurt (18.30); 27. Januar in Ratingen (20.00); 29. Januar gegen Dortmund (19.00); 3. Februar in Duisburg (19.30); 5. Februar gegen Königsborn (19.00); 10. Februar in Hamm (20.00), 12. Februar gegen Frankfurt (19.00); 17. Februar: gegen Ratingen (19.30); 19. Februar in Kassel (18.30).

Die besten vier Mannschaften qualifizieren sich für die Endrunde mit den jeweils besten beiden Teams aus dem Norden und dem Osten. Diese acht Teams ermitteln in zwei Gruppen die vier Playoff-Teilnehmer. Die Klubs auf den Zwischenrundenplätzen fünf bis acht spielen ab dem 24. Februar im Modus "Best of five" einen Startplatz für den DEB-Pokal 2012/13 aus. Dabei kommt es zunächst zu folgenden Begegnungen: Fünfter - Achter; Sechster - Siebter.

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