Natascha Barrett und Issam Ammour siegen

Mit Natascha Barrett und Issam Ammour kürte der Turngau-Vorsitzende Dr. Dennys Sawellion bei der Siegerehrung des Gauturnfestes in Lollar am Samstagabend zwei - im Vergleich zum Vorjahr - recht junge Athleten zu den Gewinnern. Der 17-jährige Issam Ammour und die 20-jährige Natascha Barrett, die für den TSV Klein-Linden starteten, bekamen bei der späteren Turnschau in der Sporthalle Süd die Siegerlorbeeren der Vorjahresgewinner überreicht.

(cso) Eröffnet wurde das Gauturnfest traditionell mit der Bannerübergabe. Dabei überreichte die Delegation von Vorjahresausrichter TSF Heuchelheim das Banner des Turngaus Mittelhessen an die Verantwortlichen der TSG Lollar um Vorsitzenden Henning Schäfer. Bereits vor der offziellen Eröffnung standen in der Sporthalle Süd am Vormittag die landesoffenen Gaumeisterschaften im Rhönradturnen auf dem Programm. Zeitgleich startete in der Halle der Clemens-Brentano-Europaschule der Pokalwettkampf zur Synchrongymnastik. Federführend bei dieser Veranstaltung war der Hessische Turnverband.

Bei den Rhönradturnern war die Klasse L 5 A w die teilnehmerstärkste. Hier gingen 24 Mädchen an den Start, unter denen Joana Ziersch vom TSV Groß-Eichen die beste heimische Turnerin war. Mit einer Punktzahl von 8,90 belegte sie den dritten Rang. Siegerin wurde Franka Eiche von der SG Grün-Weiß Darmstadt. Für Joana Zierschs Vereinskollegin Hannah Hedrich (L 7 w) sowie Pascale Schmidt (L 5 w) vom SV Münster reichte es in ihren Klassen sogar jeweils zum zweiten Platz. Rebekka Keller vom TSV Groß-Eichen schaffte dann in der L 8 w mit 18,35 Punkten den Sieg, wenngleich in ihrer Klasse nur zwei Starterinnen angetreten waren.

Der Samstagnachmittag stand dann ganz im Zeichen der Wahlkämpfe. Dabei konnten die Teilnehmer/innen unter 13 Disziplinen (vier Leichtathletik-, vier Gymnastik- und vier Geräte-Disziplinen sowie Trampolin) wählen und sich ihren Vier- bzw. Dreikampf individuell zusammenstellen.

Mit von der Partie im Vierkampf der Männer 40 bis 49 war auch Dennys Sawellion (TSV Krofdorf-Gleiberg), der mit gutem Beispiel voranging. "Ich möchte nicht nur vorne stehen und die großen Reden schwingen, sondern auch selbst aktiv dabei sein", gab der Turngau-Vorsitzende zu Protokoll. Sawellion landete am Ende auf Platz zwei in seiner Klasse. Kein Kraut gewachsen war hier gegen Turnfest-Routinier Ingo Drescher (TSV Krofdorf-Gleiberg), der bei seiner 31. Teilnahme mit 43,30 Punkten den ersten Platz belegte.

Issam Ammour vom TSV Klein-Linden) war indes einziger Starter im Vierkamf der Männer 16/17. Mit 49,12 Punkten stellte er eine Marke auf, die auch für alle anderen Turnfest-Teilnehmer zu hoch war. In der Gesamtwertung auf Rang zwei kam Christoph Speier vom TSV Odenhausen/Lahn, der sich mit 48,85 Punkten den Sieg im Vierkampf Männer 18/19 sicherte. Einen guten Tag erwischte ebenfalls der für den TSV Allendorf/Lahn startende Christoph Klein. Er gewann den Vierkampf der Männer 20 bis 29 und erreichte dabei eine Punktzahl von 47,61 Punkten.

Gesamtsiegerin bei den Frauen wurde mit Natascha Barrett vom TSV Klein-Linden erstmals eine Gymnastin. Sie setzte sich im Vierkampf der Frauen 20 bis 29 mit 54 Punkten an die Spitze und durfte sich damit auch im Gesamtklassement ganz oben auf das Treppchen stellen. In der jüngsten weiblichen Klasse 12/13 hatte Johanna Dapper vom TV Großen-Buseck mit 44,70 die Nase vorn, während Hilde Schostak als Einzige die Fahnen der Dreikampf-Frauen 80 und älter hochhielt. Die Turnerin des MTV 1846 Gießen feiert ihren 80. Geburtstag zwar erst im nächsten Monat, war aber dennoch die älteste Turnfest-Teilnehmerin unter allen.

Gut angenommen wurde auch der erstmals ausgetragene Vereinswettbewerb, bei dem es sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne um eine goldene Ananas ging. Diese Pendelstaffell, bei der die Teilnehmer/innen mit einem Tennisball auf einer Frisbee Hindernisse überwinden mussten, gewann "Connys Fanclub - Das DreamTeam" (Conny Kanse).

Zufriedenheit herrschte am Ende des Tages bei den Veranstaltern. Dieter Weiß, Leichtathletik-Kampfrichter-Wart beim Turngau sprach von einem "schönen und harmonischen Tag".

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare