Mit nahezu makelloser Bilanz in die Bezirksoberliga

Die HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf hat nach drei Spielzeiten in der Handball-Bezirksliga A der Frauen ihr Meisterstück gemacht und steigt nun in die Bezirksoberliga auf.

(lka) Die Mannschaft von Trainer Andreas Koller lieferte sich bis zur letzten Begegnung ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TV Gettenau und entschied das Duell mit den Wetterauerinnen letztlich für sich.

Die Gettenauer waren die Einzigen, die mit der HSG mithalten konnten. Nach dem 27:27-Remis im Hinrundenspiel siegte die HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf im Rückrundenspiel beim TV vor rund 350 Handballanhängern mit 17:15 machte somit ihr Meisterstück. Die Bilanz ist eindrucksvoll. Von 22 Saisonspielen wurden 21 gewonnen und nur einmal unentschieden gespielt. "Die Saison hätte zwei Aufsteiger verdient gehabt, denn auch Gettenau hat eine sehr starke Runde gespielt und nur einmal gegen uns verloren", sagte Koller anerkennend.

Koller ist vor allem die Integration von A-Jugendlichen in die erste Mannschaft sehr gut gelungen. Seine Rechnung ging auf und die junge Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 20 Jahren zahlte ihm dieses Vertrauen mit tollen Leistungen zurück. Vier junge Akteurinnen spielten teilweise sonntags zunächst mit der A-Jugend in der Landesliga und danach noch für die erste Mannschaft.

Durchschnittlich warfen die Spielerinnen knapp 28 Tore pro Partie und besaßen so mit großem Abstand den besten Angriff der Liga. In der Defensive hebt Koller die Torfrau Eva Flamann und Spielführerin Madeleine Müller sowie Stefanie Hillgärtner heraus. "Offensiv waren es die schnellen, torgefährlichen Außenspielerinnen und natürlich die Mittelachse Hanna Schmidt und Franziska Müller, die immer für Gefahr sorgten", lobte der HSG-Coach. Er betonte an dieser Stelle, dass vor allem das Kollektiv und der Teamgeist innerhalb der Mannschaft diese grandiose Runde ermöglicht hätten. Auch wenn es in einer Partie mal nicht rund lief, so wie im sechsten Saisonspiel bei der HSG Großen-Buseck/Beuern, siegte die Mannschaft noch mit 24:22. "Der kleine Dämpfer in Buseck kam genau zur richtigen Zeit, da wir danach keinen Gegner mehr unterschätzt haben", meinte Koller.

Dem 38-jährigen Übungsleiter hat vor allen Dingen das konzentrierte Auftreten seines Teams in den Begegnungen gegen die HSG Mörlen, den TSV Griedel und den TSV Kirchhain gefallen, die zu den besseren Teams der Liga zählten. "Die ausgeglichene Besetzung, wenige technische Fehler in der ersten Welle und der ausgeprägte Siegeswillen waren die Unterschiede im Vergleich zu den anderen Mannschaften", ist sich der Trainer sicher. Weiterhin hob er auch die Unterstützung des Vereins und in diesem Zusammenhang besonders des ersten Vorsitzenden Kurt Weber hervor, der abseits der Halle viel organisierte und immer ansprechbar war.

Mit Blick auf die kommende Saison in der Bezirksoberliga will Koller mit seiner Truppe möglichst schnell Fuß fassen und einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen. Des Weiteren will er weiter auf die Jugend bauen und einige neue Spielerinnen Stück für Stück an die Mannschaft heranführen.

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