Freude pur. Die dreifache Titelträgerin Jana Becker (l., LG Wettenberg) und Janina Kosub, Finalistin der W14 über 60 m vom Alsfelder SC, klatschen sich nach dem Sprintfinale in der Halle ab. FOTO: RAS
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Freude pur. Die dreifache Titelträgerin Jana Becker (l., LG Wettenberg) und Janina Kosub, Finalistin der W14 über 60 m vom Alsfelder SC, klatschen sich nach dem Sprintfinale in der Halle ab. FOTO: RAS

Leichtathletik

Der nächste Becker-Coup

  • vonRainer Schmidt
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Es ist wieder eine Gala von Jana Becker (LG Wettenberg). Neben den Titeln über 800 und 2000 m gewinnt die W14-Athletin bei der hessischen Hallenmeisterschaft der U20/U16 den 60-Meter-Sprint.

Superlative zu bemühen, scheint mittlerweile überflüssig bei Jana Becker aus Lauter. Die Mittelstrecklerin von der LG Wettenberg glänzte nach ihrem Coup in Kalbach nun auch am vergangenen Wochenende bei den nächsten Hessenmeisterschaften der U16/U20 in Hanau - diesmal sogar im 60-m-Sprint. Über 800 und 2000 m dominierte sie das Feld in der W14.

Schon im Vorlauf über die Sprintdistanz setzte Becker mit 8,08 s eine persönliche Bestzeit. Die Zwischenlä ufe beendete die Schülerin der Theo-Koch-Schule Grünberg mit 8,09 s auf Rang drei. Im Endlauf lief Jana Becker mit dem besten Start ihrer drei Läufe auf 8,03 s und siegte in der absolut titelreifen Zeit mit vier Hundertstel-Sekunden Vorsprung vor Pia Pätzel (8,07) aus Bensheim. Auf die Frage, ob es der schönste Titel des Wochenendes werden könnte, antwortete Becker lächelnd: "Zumindest wird es der überraschendste Hessentitel." Janina Kosub vom Alsfelder SC schaffte es ebenfalls in den Endlauf (6./8,41).

Über 800 m kontrollierte Becker die Konkurrenz und gewann ungefährdet ihr zweites Gold in 2:24,81 Minuten. Am Folgetag drehte die Läuferin der LG Wettenberg über 2000 m noch mal richtig auf, lief persönliche Hallenbestleistung in 6:45,82 Minuten und kam ihrer Freiluftbestzeit von 6:39 recht nahe. Bei den Regionshallenmeisterschaften im Februar plant Jana Becker klugerweise, nur den 60-m-Sprint und Weitsprung zu bestreiten.

Das Highlight des Wochenendes in der August-Schärttner Halle war zweifellos der Auftritt des deutschen Sprintkaders. Der für das Sprintteam Wetzlar antretende Elias Goer erläuterte den Grund für die Einlageläufe: "Wir sind nur einen Tag vor den Titelkämpfen der Vorwoche in Kalbach aus dem Trainingslager zurückgekommen. Wir kommen ja eigentlich alle hier aus der Ecke. So war der heutige Start optimal, auch vom Zeitpunkt des Einstandes in die Hallensaison." Das Finale gewann Joshua Hartmann (Köln/6,70) vor Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar/6,71) und Michael Pohl (Wetzlar/6,82). Goer wurde als Jüngster der Finalteilnehmer mit 6,98 s Sechster. Der nächste Start des aus Wieseck stammenden Sprinters ist das Meeting in Erfurt am Sonntag.

Außer Jana Becker konnte sich in der U20 und U16 kein weiterer "Gießener" Starter wirklich toll in Szene setzen. So verzeichnete der Hürdenlauf der männlichen U20 mit lediglich vier Teilnehmern eine äußerst schwache Beteiligung. Tim Schneider (LG Wettenberg/8,66) lief hinter Moritz Mainka (Wiesbaden/7,93) und Aaron Giurgian (Darmstadt/8,06) auf Platz drei. Die Kugel wuchtete der Wettenberger auf 12,85 m, was den sechsten Rang bedeutete.

Den Dreisprungtitel der U20 holte sich mit 13,33 m bei rund 20 cm Vorsprung einmal mehr der frühere Wiesecker und nun für Wiesbaden startende Julius Franzen.

Über 200 m erreichte Jean Arisa mit 23,55 s Platz fünf. Bei den 25 Sprintern über die 60 Meter wurde der Jugendliche vom LAZ Gießen mit Zeiten von 7,33 im Vorlauf und 7,35 in der zweiten Runde zudem Neunter.

Gute Auftritte zeigte Sten Leimann von den TSF Heuchelheim in der M14. Über die 800 m fehlten dem viertplatzierten Leimann mit 2:18,89 Minuten nur zwei Zehntel-Sekunden zur Medaille. Auf der Hallengeraden erreichte der Heuchelheimer nach Zeiten von 8,06 s und 8,10 s das 60-m-Finale. Hier wurde Leimann mit erneut 8,10 s Fünfter. Dessen Mannschaftskollegin Kim Brückel verpasste als Kugelstoßsechste der W15 mit 9,82 m knapp die zehn Meter.

Bei den 17 Weitspringerinnen der W14 gelang Kimberley Jane Ess (LAZ) erst beim dritten Wurf mit 4,62 m ein gültiger Versuch. Im vierten Durchgang konnte sie sich auf 4,69 m steigern und wurde letztlich Fünfte.

Im parallel stattfindenden Winterwurf der Aktiven wurde Theresa Pohl von der LG Wettenberg im hochklassigen Speerwurf der Frauen mit 37,60 m Sechste.

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