Der Winneröder Vierer mit Daniel Tack (vorne) und Johannes Gärtner (hinten) und den Caddies Thomas Tack (r.) und Tim Steinmüller. FOTO: PRIVAT
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Der Winneröder Vierer mit Daniel Tack (vorne) und Johannes Gärtner (hinten) und den Caddies Thomas Tack (r.) und Tim Steinmüller. FOTO: PRIVAT

Nach Runde eins auf geteiltem vierten Rang

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae). Starker Auftritt einiger mittelhessischer Golfer bei den hessischen Vierermeisterschaften auf dem schwer zu bespielenden Platz des Frankfurter Golfclubs. Schon das rekordverdächtige Teilnehmerfeld - 42 Teams waren am Sonntag im klassischen Vierer am Start (doppelt so viele hatten sich angemeldet, fielen aber durch das Handicap-Raster) - bestätigte die Bedeutung des ersten offiziellen Turniers auf Hessenebene in diesem Jahr. Allein 27 Plus-Handicapper von den insgesamt 84 Spielern gingen an den Start. HGV-Verantwortliche sprachen von dem besten Teilnehmerfeld in der Geschichte des Tournaments.

Aus heimischer Sicht präsentierte sich das Duo Daniel Tack und Johannes Gärtner vom GC Winnerod und die Licher Vertretung Janis Ertl/Luis Laurito in guter Verfassung. Tack/Gärtner mit ihren Caddies Tim Steinmüller und Papa Thomas Tack spielten in Runde eins auf dem Par-71-Platz eine starke 74. Die beiden Regionalliga-Spieler des GC Winnerod fühlten sich im Kreis der vielen Bundesliga-Akteure pudelwohl.

"Die drei über Par waren für uns von den abwechselnd gelben und weißen Abschlägen richtig top", bilanzierte ein zufriedener Gärtner (Handicap -3,1). Tack, der mit +0,4 an den Abschlag ging und damit bester Winneröder Spieler vom Handicap ist und in den vergangenen Jahren noch ein Teil des Frankfurter Bundesliga-Kaders war, sagte: "Zu Beginn haben wir leider ein paar Birdie-Putts knapp vergeben." Sie verschwiegen nicht, dass sie am Ende auf der extrem gewässerten Anlage ihre Pars gut zusammengekratzt und einen Ball verloren hatten. Nach ihrer ersten Runde lagen sie auf einem starken geteilten vierten Platz.

Immer wieder Unterbrechungen

Die vom Licher Golfclub startenden Ertl und Laurito (-2,7 und -3,7 Hcp) legten in Runde eins nach 18 Löchern eine 77 auf und belegten den geteilten zwölften Rang. Die meisten Spieler hatten kleinere Probleme aufgrund des feuchten Untergrunds. Die Bälle blieben oftmals punktgenau liegen, ein Rollen des Spielgeräts fehlte gänzlich, sodass sich der Platz in seiner Länge noch mehr streckte.

Ein Gewitter verzögerte nach der Mittagspause gewaltig den Beginn der zweiten Runde. Zudem gab es während des Spiels weitere wetterbedingte Unterbrechungen, die den Rhythmus einiger Protagonisten vehement störten. Zu kämpfen hatten damit Tack/Gärtner, die bei einem Par-3-Loch 1:45 Stunden aushaarten, weil immer wieder Gewitter auftraten und sie in die Hütte geschickt wurden. Insgesamt 10:30 Stunden brauchten sie für die zwei Runden über 36 Löcher, was aus Sicht der Konzentration dann schon sportlich sei, wie es Gärtner mit einem Lächeln im Gesicht ausdrückte. Ihm kam der Spielrhythmus auf der Back Nine abhanden. Da aber Tack grandios aufspielte, ergänzten sie sich glänzend und retteten eine 79 ins Clubhaus. "Wir haben es noch gut zusammengehalten", konstatierte Tack. Letztlich sprang für die beiden Winneröder der geteilte 13. Rang in dem erlesenen Feld heraus. Mit plus elf nach zwei Runden Zählspiel waren die beiden aber vollkommen im Soll.

Licher Duo steigert sich

Ebenfalls zufrieden konnten die beiden Licher Ertl und Laurito sein. Sie steigerten sich in Durchgang zwei und verbesserten sich im Vergleich zu Runde eins um einen Schlag, sodass sie ebenfalls mit insgesamt 153 Schlägen auf dem 13. Platz landeten. Den Titel holten sich Stefan Wiedergrün (Hcp +2,9) und Moritz Muhl (-0,5, beide vom Gastgeber Frankfurter GC) mit einer 140. Die weiteren Akteure des GC Winnerod, Jonas Wack, Jan Opderbeck, Max Steinmüller und Marlon Kapetanidis, belegten in Frankfurt hintere Platzierungen.

Hessens Topgolfer bleiben im Wettkampfmodus: Am Wochenende stehen auf Landesebene die Einzelmeisterschaften im Golfpark Rosenhof (hinter Aschaffenburg liegend) - eine 18-Loch Meisterschaftsanlage im altschottischen Links-Stil - an.

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