Nach 16 Minuten liegt Hüttenberg gegen Saarlouis mit 2:10 zurück

So viel Spannung am Ostermontag hätte im Vorfeld keiner der 1278 Zuschauer in Hüttenberg erwartet. Die Schlussminuten der Partie des Aufstiegsanwärters TV 05/07 Hüttenberg und des Abstiegskandidaten HG Saarlouis waren an Dramatik nicht zu überbieten. »Am Schluss hätten wir gewinnen müssen, doch die Schiedsrichter haben uns den Punkt gestohlen. Deswegen kann ich mit dem Remis nicht zufrieden sein«, moserte TVH-Außen Andreas Lex nach dem 29:29 (10:15) gegen die wacker kämpfenden Saarländer. Das Remis ist für den TVH im Kampf um den Relegationsplatz oder mehr in der 2. Handball-Bundesliga Süd als Rückschlag zu verstehen, obwohl auch der Spitzenreiter patzte.

So viel Spannung am Ostermontag hätte im Vorfeld keiner der 1278 Zuschauer in Hüttenberg erwartet. Die Schlussminuten der Partie des Aufstiegsanwärters TV 05/07 Hüttenberg und des Abstiegskandidaten HG Saarlouis waren an Dramatik nicht zu überbieten. »Am Schluss hätten wir gewinnen müssen, doch die Schiedsrichter haben uns den Punkt gestohlen. Deswegen kann ich mit dem Remis nicht zufrieden sein«, moserte TVH-Außen Andreas Lex nach dem 29:29 (10:15) gegen die wacker kämpfenden Saarländer. Das Remis ist für den TVH im Kampf um den Relegationsplatz oder mehr in der 2. Handball-Bundesliga Süd als Rückschlag zu verstehen, obwohl auch der Spitzenreiter patzte.

»Wir konnten die Punkte aus dem Bittenfeld-Spiel nicht vergolden. Aber nach einer richtig schlechten Anfangsphase müssen wir vielleicht mit diesem Remis leben können«, meinte der enttäuschte Andreas Scholz, der zudem von »einer völlig gehemmten Spielweise« seiner Mannschaft sprach. Eine treffende Analyse, denn in der vollen Halle gab zunächst nur der kecke Außenseiter den Ton an. Allen voran der behäbige Tomasz Jezewski prägte mit vier »Katastrophenwürfen« von der Königsposition das traurige Bild des TVH, wobei Florian Laudt, Marc Langenbach und Michael Stock ihrem Kollegen nacheiferten.

Die Saarländer hingegen konnten sich auf ihren Schlussmann Marco Henne und ihre gute Deckung verlassen. Kaum hatte Daniel Fontaine mit freundlicher Unterstützung von Keeper Jan-Steffen Redwitz zum 6:2 für die HG getroffen (9.), war Andre Lohrbach mit einem Doppelpack erfolgreich (10./8:2). Wiederum Fontaine netzte mit einem »waffenscheinpflichtigen Kracher« zum 11:3 (18.) ein. Dem TVH drohte Ungemach.

»Danach haben wir uns etwas besser angestellt, ohne zu überzeugen«, befand Scholz. Die HG, in der Deckung dicht gestaffelt und gut sortiert, schaffte es auch nach einem Stock-Doppelpack zum 7:11 (23.), den TVH auf Distanz zu halten.

Trotz der vielen Unzulänglichkeiten blieb Hüttenbergs Trainer Jan Gorr in der Pause ruhig. »Ich habe meinen Spielern gesagt, dass wir mit Geduld noch gewinnen können. Natürlich ist mir ein Punkt zu wenig, doch ich finde es lobenswert, dass die Jungs nie aufgegeben haben«, erklärte Gorr.

Selbst als sich Saarlouis durch einen Gegenstoß von Sven-Malte Hoffmann zum 27:23 (55.) in eine »Matchballsituation« gebracht hatte, blieben die Mittelhessen cool. Zwei wichtige Treffer des 19-jährigen Kreisläufers Mario Fernandes hielten den TVH beim 27:28 (58.) im Spiel. Just in dieser aufregenden Phase der Aufholjagd mussten sich die Gastgeber aber mit einer sehr schwachen Schiedsrichterphase auseinandersetzen. Ein Laudt-Treffer wurde abgepfiffen, klare Fouls der kampfstarken Gäste nicht geahndet, und auch der fällige Zeitspielpfiff bei HG-Angriffen wurde bis zu einer gefühlten Ewigkeit hinausgezögert. Dies alles hatte Andreas Lex erbost. »Da waren so viele klare Aktionen dabei. Wenn es normal läuft, gewinnen wir dieses Spiel - und zwar aufgrund einer 40-minütigen Überlegenheit verdient. Wir waren klar die bessere Mannschaft, sind jedoch zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen«, sagte der aufgebrachte Andreas Lex.

Immerhin schaffte es der TVH, der sich allerdings über die komplette Spielzeit fern ab vom eigentlichen Leistungsvermögen bewegte, den Ausgleich zu markieren. Nach Hoffmanns Tempogegenstoß zum 29:27 für den Gast (59.), dem ein Fußspiel eines Gästespielers vorangegangen war, trafen Scholz von Halbrechts und Stefan Lex von Rechtsaußen in den letzten Sekunden zum Ausgleich. Für HG-Trainer Andre Gulbicki hatte dieses Remis einen »faden Beigeschmack«. Der Pole monierte: »Hüttenberg hat es nur einmal im gesamten Spiel geschafft, den Ausgleich zu erzielen. Kurz vor dem Ende. Da fällt es mir schwer, mit einem Punkt zufrieden zu sein.« Auch wenn Hüttenberg große Moral bewies und einigen Widrigkeiten trotzen musste, wäre ein Sieg aufgrund der schwächsten ersten Hälfte der kompletten Spielzeit wohl des Guten zu viel gewesen. Scholz sah dies ähnlich: »Wir hatten uns viel vorgenommen. Vielleicht hatten wir uns zu sehr unter Druck gesetzt.« Nach dem tollen Sieg in Bittenfeld folgte die Ernüchterung. Doch immerhin: Seit fünf Spielen sind die Hüttenberger nun ungeschlagen.

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Strzelec; Andreas Lex (1), Faulenbach, Laudt (2), Jezewski (9/4), Rigterink (2), Stefan Lex (3), Scholz (2), Fernandes (2), Bepler, Langenbach (2), Pausch (2), Stock (4).

HG Saarlouis: Ehrich, Henne; Kühn (1), Altmeyer, Fontaine (5), Hoffmann (5), Koppenburg, Kessler, Nielsen (3), Lohrbach (7), Jonczyk, Grgic (5), Kropp (3).

Im Stenogramm: SR: Böllhoff/Lückert (Velbert/ Bedburg). - Z.: 1278. - Zeitstr.: 6:18 Min. - Rot: Grgic (60.), Kropp (58./3x2). - Siebenmeter: 7/5:6/5. Jan M. Strasheim

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