Nach Massenabgang gegen den OFC

(grm). Das zweite Hessen-Derby der Fußball-Regionalliga Südwest neben jenem in Gießen steigt heute (14 Uhr) mit dem Duell zwischen Eintracht Stadtallendorf und Kickers Offenbach.

Bei dem Spiel, das auf einem der Kunstrasenplätze am Herrenwald ausgetragen wird, scheinen die Rollen vor Anpfiff klar verteilt: Die Eintracht rangiert mit sieben Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, während die Kickers mit 26 Punkten Vierter sind.

"Natürlich ist Offenbach klarer Favorit und hat einen Riesendruck, weil sie aufsteigen wollen. Sie müssen gewinnen und das kann die kleine Chance für uns sein", lautet die Einschätzung von Eintracht-Teammanager Norbert Schlick.

Bei diesem Unterfangen muss die Eintracht auf einen deutlich kleineren Kader zurückgreifen als noch im letzten Spiel 2020 gegen den FC Gießen.

Felix Nolte, Nestor Djengoue, Dusan Olujic, Gino Parson, Aykut Bayar und Johannes Müller haben den Verein verlassen (diese Zeitung berichtete). Verbunden mit den personellen Abgängen sind coronabedingte finanzielle Engpässe bei der Eintracht, die sich mit der Mannschaft zudem auf einen Gehaltsverzicht bis zum Sommer geeinigt haben soll.

Von diesen Abgängen schmerzt besonders der von Sturmtank Nolte, der sich dem Verbandsligisten FC Ederbergland angeschlossen hat. Nolte war in dieser Saison in 13 Spielen zum Einsatz gekommen (ein Tor) und war vor allem durch physische Präsenz und Kampfgeist ein wichtiger Teil des Teams.

Da mit Del-Angelo Williams ausgerechnet der zweite etatmäßige Mittelstürmer gelb- gesperrt ist, muss Eintracht-Trainer Dragan Sicaja im Sturmzentrum improvisieren: Mögliche Optionen wären Damijan Heuser und Laurin Vogt, die diese Position beide bereits im Laufe der Saison eingenommen haben.

Beim ehemaligen Bundesligisten aus Offenbach könnte man aufgrund der Ausgangslage (Platz vier und nur vier Punkte Rückstand auf Platz eins) durchaus von einer sportlich soliden Saison sprechen, was den Verein jedoch nicht daran hinderte, sich am 30. Dezember von Trainer Angelo Barletta zu trennen.

In vier Partien nach dem Restart, den die Offenbacher und vor allem ihr Geschäftsführer Thomas Sobotzik massiv gefordert hatten, holte der Verein nur vier Zähler - zu wenig für den OFC, der Barletta entließ und durch Sreto Ristic ersetzte.

Auch wenn auf dem Stadiongelände keine Zuschauer zugelassen sind, gibt es dennoch Möglichkeiten, das Spiel live zu verfolgen: Die Eintracht bietet einen kostenpflichtigen Livestream an, den Link und Zugang gibt es auf der Facebook-Seite des Vereins. Ebenso gibt es eine kostenlose Übertragung durch das OFC-Fanradio unter folgender Adresse: https://www.youtube.com/user/OFCFanradio/videos?view=0.

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