Nach klärenden Worten läuft es bei den Juniors noch besser

(luk) "Ich hatte in der Halbzeit einigen Klärungsbedarf – und danach haben wir dann im dritten Viertel gezeigt, zu was wir in der Lage sind", äußerte sich Filip Piljanovic, der Headcoach der LTi Gießen 46ers Juniors, über seine Kabinenpredigt für seine U19-Basketball-Bundesliga-Mannschaft im NBBL-Spiel gegen die Giants Düsseldorf Juniors, das seine Mannschaft am Ende mit 85:72 (41:31) gewann.

"Wir haben noch viel zu tun und müssen vor allem offensiv die neuen Spieler in unser System integrieren. Wir sind wieder deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben", bilanzierte Piljanovic.

Zwar führten die Gießener nach 20 Minuten mit 41:31, doch zufrieden war der Übungsleiter nicht. Für die Führung verantwortlich waren vor allem Adrian Didovic und Dominic Lockhart. Lockhart erwies sich als unermüdlicher Antreiber und initiierte immer wieder die Fastbreaks der Gastgeber.

Nach dem ersten Viertel stand es 24:13 für die Juniors. Im zweiten Abschnitt schlichen sich viele Unkonzentriertheiten in das Spiel der Piljanovic-Truppe ein. "Wir haben da phasenweise die nötige Spannung vermissen lassen", konstatierte Piljanovic. Die Gäste vom Rhein kamen durch einen Dreier von Mattia Raebel sogar zum 27:27-Ausgleich.

Gießen riss sich jetzt zusammen und legte einen Gang zu. Nach einem schönen Pass von Lockhart vollendete Dominic Turudic per Dunk zum 38:30.

Die schon angesprochene Halbzeit-Ansprache ihres Trainers zeigte bei den Lockhart und Co. dann eine deutliche Wirkung. Mit einem 7:0-Lauf kamen die Juniors aus der Kabine und zwangen die Gäste zu einer Auszeit. Nun war es wieder Lockhart, der das Spiel an sich riss. Er klaute in der Abwehr die Bälle, vollendete vorne per Korbleger oder Dreier und setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene. Am Ende kam er auf 21 Punkte, 13 Rebounds und acht Assists.

"Er hat sein Potenzial aber nur angedeutet, er kann noch mehr", weiß Juniors-Headcoach Piljanovic um die Qualitäten seines Leaders. Mit 68:44 ging es in das letzte Viertel.

In diesem wurde das Spiel der Gastgeber wieder etwas fahriger, was aber auch dem Fakt geschuldet war, dass Piljanovic nun auch seinen Ergänzungsspielern reichlich Einsatzzeit gab.

"Die Jungs müssen auf das Feld kommen, um zu sehen, dass es einen himmelweiten Unterschied zwischen der JBBL oder dem BBLZ im Vergleich zur NBBL gibt, deshalb sind diese Minuten sehr wichtig", war dem Gießener Trainer die Spielpraxis von Kai Dietl, Lennart Simon und Leon Michel wichtiger als die Höhe des Erfolgs. Der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel geriet dennoch zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

LTi Gießen 46ers Juniors: Strack (8), Didovic (20), Turudic (10), Zimmer (2), Dietl, Pfannmüller (3), Lockhart (21), Gombert (7), Schwarzkopf (8), Michel (2), Simon (4)

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