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Wer muss in den sauren Apfel beißen?

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Von: Peter Froese

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Der vorletzte Spieltag der Fußball-Gruppenliga wird heute mit der Partie zwischen dem SC Waldgirmes II und dem FSV Schröck eröffnet. Im »Kellerduell« stehen sich am Sonntag der TSV Klein-Linden und die FSG Homberg/Ober-Ofleiden gegenüber. Die TSF Heuchelheim haben zeitgleich den TuS Naunheim zu Gast, während die TSG Wieseck eine halbe Stunde später den FC Ederbergland II empfangen. Der FSV Fernwald wird in seinem letzten Spiel beim FC Türk Gücü Breidenbach vorstellig.

Der vorletzte Spieltag der Fußball-Gruppenliga wird heute mit der Partie zwischen dem SC Waldgirmes II und dem FSV Schröck eröffnet. Im »Kellerduell« stehen sich am Sonntag der TSV Klein-Linden und die FSG Homberg/Ober-Ofleiden gegenüber. Die TSF Heuchelheim haben zeitgleich den TuS Naunheim zu Gast, während die TSG Wieseck eine halbe Stunde später den FC Ederbergland II empfangen. Der FSV Fernwald wird in seinem letzten Spiel beim FC Türk Gücü Breidenbach vorstellig.

Während in Sachen Aufstieg (FSV Fernwald, VfB Marburg) und dem Relegationsteilnehmer »nach oben« (SG Kinzenbach) bereits alles klar ist, ist noch offen, wer und wie viele Mannschaften letztlich absteigen müssen. Im schlechtesten Fall gleich fünf Teams.

SC Waldgirmes II – FSV Schröck (heute, 15.30 Uhr): »Was meine Jungs in Marburg gezeigt haben, war aller Ehren wert. Ich bin stolz auf meine Mannschaft«, sagte Mario Schappert nach dem 1:2 bei den »Schimmelreitern«. Beim letzten Heimspiel der Saison stehen beim SC Spielerverabschiedungen an. So werden Can Arlun, Anil Kizgin, Nils Jung, Christoph Dietrich und Alexander Kammler die Lahnauer verlassen. »Diesen Jungs möchte ich Gelegenheit geben, sich von ihrem Heimpublikum zu verabschieden. Wir wollen zeigen, was wir draufhaben, und werden offensiv spielen«, so Schappert.

TSV Klein-Linden – FSG Homberg/Ober-Ofleiden (Sonntag, 15 Uhr): Sollte es am Ende bei fünf Absteigern bleiben, sind die beiden Tabellenschlusslichter abgestiegen. Zumindest die Ohmstädter klammern sich noch an den Strohhalm, dass sich die Anzahl der Absteiger aufgrund der Turbulenzen in den höheren Klassen noch reduzieren könnte. Zwei Siege in Kleinlinden und gegen Heuchelheim sind Grundvoraussetzung für der FSG, während die auf Rang 13 platzierte SG Eintracht Wetzlar zweimal verlieren müsste.

»Das 3:3 gegen den TuS bewerte ich als positives Ergebnis«, blickt Benjamin Höfer auf die letzte Partie zurück. In seinem letzten Heimspiel möchte der in der kommenden Saison bei der TSG Wieseck unter Vertrag stehende TSV-Trainer den Zuschauern einen Sieg bieten. »Beide werden das Spiel gewinnen wollen. Der größere Wille wird am Ende den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben«, sagt Höfer. Der TSV-Trainer muss auf die Langzeitverletzten Ruben Ebenig, Fabian Gottwalz und David Böhm verzichten. Der Einsatz von Mickael Abraham ist fraglich. Sascha Schwalm steht wieder zur Verfügung.

Was eigentlich nur als einmalige berufsbedingte Vertretung geplant war, wurde nun bei der FSG durch den Rücktritt von Oliver Funk für die letzten Saisonspiele fortgesetzt: Pascal Rehnelt steht gegen den TSV bereits zum dritten Mal in der Verantwortung. »Die letzten Ergebnisse sind die Früchte von seiner Arbeit«, mochte Rehnelt die Lorbeeren der vier Punkte nicht für sich in Anspruch nehmen. Dennoch will der ehemalige Flügelflitzer diese Bilanz ausbauen. »Wir müssen 90 Minuten konzentriert zu Werke gehen, offensive Akzente setzen und wollen auf Sieg spielen«, lautet Rehnelts Marschrichtung. Der Einsatz von Nico Kornmann und Fatih Celiksoy (beide Zerrung) ist fraglich. Cevayir Kilercioglu kehrt zurück. Lukas Vey und Fabian Kappes (beide verletzt) stehen nicht zur Verfügung.

TSF Heuchelheim – TuS Naunheim (Sonntag, 15 Uhr): Nach der 0:3-Niederlage in Bauerbach musste die Elf von TSG-Trainer Patrick Schreiter den vierten Tabellenplatz an den SV abgeben. Das letzte Heimspiel gegen den TuS steht somit unter dem Motto Wiedergutmachung. »Im Hinrundenspiel haben wir unsere schwächste Saisonleistung abgeliefert und waren mit dem 1:2 noch gut bedient. Mit seiner Kampfkraft hat uns der TuS damals riesige Probleme bereitet.

Wir haben noch etwas gutzumachen und müssen zeigen, ob wir unsere Lehren aus der damaligen Partie gezogen haben. Der TuS ist noch nicht gerettet und wird im Abstiegskampfmodus sein. Wir müssen uns auf eine harte Gangart einstellen und bereit sein, dagegenzuhalten«, fordert Patrick Schreiter. Der TSF-Trainer muss auf Andreas Klan, Daniel Mengeler, Luca Leib, Thomas Glied und Kai Knapp (alle verletzt) verzichten.

Wer hütet FSV-Tor?

FC Türk Gücü Breidenbach – FSV Fernwald (Sonntag, 15 Uhr): Für die Elf von Trainer Roger Reitschmidt, die am letzten Spieltag spielfrei ist, ist dies das letzte Meisterschaftsspiel in der Gruppenliga. Der als Aufsteiger in die Verbandsliga Mitte feststehende FSV muss sein Spiel in Breidenbach gewinnen und dann auf einen Patzer von Mitaufsteiger VfB Marburg hoffen, um den derzeitigen ersten Tabellenplatz zu behaupten. Sollten die »Schimmelreiter« allerdings ihre beiden Spiele in Waldsolms und gegen Kleinlinden gewinnen, würde die Elf von VfB-Trainer Thomas Vollmer am Ende den Fernwäldern die Meisterschaft wegschnappen. »Wir waren 29 Spieltage an der Spitze der Tabelle und werden vielleicht am Ende kein Meister.

Dies ist bitter, doch wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Die theoretische Chance ist noch da, auch wenn diese angesichts der Stärke des VfB schwer zu vermitteln ist«, sagt Reitschmidt. Der FSV-Trainer muss auf Sven Kusebauch (Teilabriss Hüftbeuger), Nelson Delzer (Muskelbündelriss), Oliver Richardt (Hand-OP) und den angeschlagenen Niklas Wagner verzichten. Zudem stellt sich die Frage, wer das FSV-Tor hüten soll, da der seit zwei Wochen pausierende Dominik Wagner, Lucas Schmitz (Schultereckgelenk) und »Ersatzkeeper« Tomi Pilinger (Fingerbruch im Pokalspiel) ausfallen.

TSG Wieseck – FC Ederbergland II (Sonntag, 15.30 Uhr): Während die TSG in der Meisterschaft seit sieben Spielen ohne Sieg geblieben ist, holte sich die Elf von Danny Kaliampos Erfolgserlebnisse zuletzt im SWG-Kreispokal. Mit einem 1:0-Erfolg bei der SG Obbornhofen/Bellersheim zogen die Gießener Vorstädter am Dienstag in das Finale ein und treffen dort am Pfingstmontag auf den FSV Fernwald. »Wir ärgern uns selbst über unsere Niederlagen, aber zuletzt war bei uns einfach die Luft raus. Der Einzug ins Pokalfinale wird uns einen Schub geben. Im letzten Heimspiel wollen wir uns mit einem versöhnlichen Ergebnis von unserem Publikum verabschieden«, nimmt der TSG-Trainer seine Spieler in die Pflicht.

Torjäger Jean-Claude Günther (verletzt), Mario Kastl und Kevin Candia (privat verhindert) fehlen.

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