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Die Spvgg. Mücke um Fulbert Mouliom Fochive (l.) hat bei der SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen anzutreten, während die FSG Queckborn/Lauter um Markus Enns bei der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod zu bestehen hat.

Mücke in Reiskirchen gefordert

  • VonRoland Stamm
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(rol). Sechs Spieltage vor Ende der Einfachrunde haben in der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen immerhin drei Vereine noch kein Saisonspiel als Verlierer beendet. Da geht also ein klarer Auftrag an die Liga. Die schwerste Aufgabe hat dabei die Spvgg. Mücke erwischt, die bei der SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen antritt. Alleine das Torverhältnis der Dreierspielgemeinschaft (+27) flößt den Gegnern bereits Schrecken ein.

Hinzu kommt, dass die Partie auf dem für die Gäste ungewohnten Kunstrasenplatz in Reiskirchen ausgetragen wird. Dass es aber auch anders gehen kann, zeigte zuletzt die FSG Laubach, die der SG ein 0:0 abtrotzte. Vielleicht genügt das den Mückern, um sich Mut zu machen. Zudem konnte die Truppe von Kai Möller ja am vergangenen Wochenende einen Heimsieg einfahren, der vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit zustande kam. Hier zeigte sich die Spielvereinigung von ihrer besten Seite und fährt somit nicht ganz chancenlos zum Tabellendritten.

Wie bereits erwähnt, kann sich auch die FSG Laubach bis hierher auf die Schultern klopfen. Denn die ebenfalls ungeschlagene FSG spielte bislang eine ausgezeichnete Saison und empfängt nun die SG Appenrod/Maulbach, einen Gegner also, der nach starkem Saisonbeginn aus den letzten vier Partien nur einen Punkt ergatterte und somit für die Laubacher als »machbar« gelten müsste. So ähnlich ist auch die Auswärtsaufgabe des SV Nieder-Ofleiden bei der SG Treis/Allendorf II einzuschätzen. Denn auch beim aktuellen Tabellenführer scheint »Verlieren« ein Tabu-Thema zu sein. Das soll auch am kommenden Wochenende so bleiben, um als Spitzenreiter auch in den darauffolgenden Spieltag gehen zu können. Auf jeden Fall ist die Truppe von Spielertrainer Luis Viegas gegen den gastgebenden Tabellen-14. klar favorisiert.

Vom Papier her ist auch der SV Harbach klarer Favorit, wenn es bereits am heutigen Freitagabend gegen das Schlusslicht, die FSG Ohmes/Ruhlkirchen, geht. Doch allzu oft überraschte der SVH negativ und sieht sich definitiv nicht als automatischer Sieger. Schließlich wurde erst am zehnten Spieltag der erste Heimsieg eingefahren. Zwar stehen dort jetzt erst zehn Punkte zu Buche; doch tatsächlich befinden sich die Harbacher inmitten einer Aufholjagd und können die Qualifikation der angestrebten Aufstiegsrunde immer noch realisieren.

Mit ganz anderen Sorgen muss sich die U23 der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod befassen. Denn dort gab es erst einen Sieg zu bejubeln. Um möglichst viele Punkte mit in eine absehbare Abstiegsrunde zu nehmen, ist die Mannschaft von Trainer Manfred Potschka nun auch im Heimspiel gegen die FSG Alsfeld/Eifa gefordert, vielleicht mit einer Überraschung unerwartet Boden gutzumachen. Aber auch die SG Rüddingshausen/Londorf steht inzwischen schon leicht unter Druck. Denn nach den guten vergangenen Spielzeiten ist die SG nun auf Rang zwölf zu finden und hat bislang lediglich acht Zähler auf dem Konto. Die Partie gegen den Letzten, die FSG Ohmes/Ruhlkirchen, ist also von enormer Wichtigkeit. Vorteil für die Rabenauer dürfte auf jeden Fall sein, dass die FSG bereits am Freitagabend im Einsatz gewesen sein wird.

Auch für die FSG Queckborn/Lauter kommt der Partie bei der FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein eine große Bedeutung zu. Denn zurzeit stehen da gerade mal sechs mickrige Punkte auf der Habenseite; eigentlich zu wenig, wenn die teilweise guten Leistungen als Maßstab genommen werden würden. Es dürfte aber inzwischen nicht nur eine geografisch bedingte hohe Hürde sein, in Ulrichstein Zählbares mitzunehmen. Denn der Gastgeber ist mittlerweile sehr gut angekommen in der Saison und kann insgeheim sogar auf den sechsten Rang schielen, ohne dabei übermütig zu werden. Einer möglichen Abstiegsrunde könnte die Dreierspielgemeinschaft angesichts der 14 Punkte jedenfalls eher gelassen entgegensehen.

Die Begegnung zwischen der SG Schwalmtal und der FSG Kirtorf kann dagegen mehr als Spitzenspiel angesehen werden. Denn die Heimmannschaft kann auf einen klaren Aufwärtstrend verweisen, auch wenn das derzeit »erst« zu einem sechsten Rang im Klassement reicht. Und die FSG Kirtorf musste sich lediglich einmal in dieser Saison geschlagen geben, ist aber permanent in der Spitzengruppe zu finden und dürfte damit prädestiniert sein für ein hoch interessantes Spiel in Storndorf. Eine durchaus attraktive Partie ist auch in Groß-Felda zu erwarten, wo der VfR/TV auf den TSV Burg-/Nieder-Gemünden trifft. Prognose: Ausgang offen!

Homberg vor schwerem Gang

Und auch die Kreisoberliga Süd hat wieder Interessantes zu bieten. So bestreitet der SV Hattendorf ein Heimspiel gegen die TSG Leihgestern und befindet sich dabei in einer aussichtsreichen Ausgangsposition. Denn drei der vier Heimpartien wurden gewonnen, nur eine verloren. Die TSG hat dagegen mit vier Punkten aus vier Spielen eine überschaubare Auswärtsbilanz vorzuweisen, sodass der SVH mit einem Sieg weiter auf Sichtweite zur Spitzengruppe bleiben könnte.

Das gilt genauso für die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod, deren Aufgabe sich gegen die TSG Wieseck aber ungleich schwerer darstellt. Die TSG ist Vierter und hat auswärts bislang lediglich einmal verloren. Als ebenso schwer ist die Partie der FSG Homberg/Ober-Ofleiden gegen den ASV Gießen einzustufen, dessen Auswärtsleistungen mit drei Siegen stark daherkommt. Für die heimischen Teams, die die Tabellenplätze sieben bis neun belegen, bedeutet das interessante und spannende Spiele und dürfte auch ein Fingerzeig sein, in welche Richtung die Saison für sie verläuft.

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