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Mücke fordert Ligaprimus

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Von: Oliver Vogler

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Im Herbst werden alle Fußball-Utensilien heftig in Mitleidenschaft gezogen. SYMBOLT © Oliver Vogler

(rol). In der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen fand beim Start in die Rückrunde zuletzt lediglich ein Rumpfprogramm statt. Und auch jetzt dürfte das eine oder andere Spiel wegen widriger Platzverhältnisse gefährdet sein. Der 17. Spieltag startet bereits am Samstag. Hier kommt es zur Begegnung zwischen der FSG Ohmes/Ruhlkirchen und dem SV Harbach.

Die Gastgeber haben sich zuletzt Stück für Stück aus dem »Tabellenkeller« herausgearbeitet, könnten im Falle einer Niederlage aber auch schnell wieder hineinrutschen. Dagegen ist der SV Harbach auf jeden Punkt angewiesen und wird auch mit einem siegreichen Spiel auf dem vorletzten Tabellenplatz in die bevorstehende Winterpause gehen.

Dagegen ist der SV Nieder-Ofleiden schon deutlich erfolgreicher. Nach völlig verkorkstem Saisonstart könnte der SVN mit einem Heimsieg über die FSG Alsfeld/Eifa den Abstand zum gesicherten Mittelfeld weiter verkürzen und so zuversichtlich ins Jahr 2023 blicken. Die Statistik spricht hierbei klar für den Gastgeber; denn das anreisende Schlusslicht der Liga konnte bislang erst einen Punkt aus der Fremde mit nach Hause bringen (2:2 in Harbach).

In völlig anderen Tabellengefilden befinden sich dagegen die Spvgg. Mücke (6. Platz) und Spitzenreiter SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen. Die SG musste am vergangenen Wochenende beim 1:1 zu Hause gegen den SV Nieder-Ofleiden einen Dämpfer hinnehmen und konnte damit zum fünften Male in dieser Saison nicht gewinnen. Nur das überragende Torverhältnis sorgte für die Verteidigung des ersten Platzes. Deshalb dürfte die gastgebende Spvgg. Mücke durchaus Möglichkeiten haben, Zählbares aus dieser Begegnung mitzunehmen, zumal vor eigenem Publikum erst ein Spiel verloren ging (0:4 gegen den SV Bobenhausen). Und dieser SVB empfängt nunmehr die FSG Kirtorf, also ein Team, das noch kein Punktspiel in dieser Saison verlor. Im Kalenderjahr 2022 waren es derer lediglich zwei. Also kommt hier auf den Aufsteiger eine Mega-Aufgabe zu, auch wenn dieser im Hinrundenspiel bei der 2:3-Niederlage am Unentschieden schnupperte. Daher dürfte für die Truppe von Carsten Schmitt gelten, Versäumtes nunmehr nachzuholen. Der SVB verfügt auf jeden Fall über diese Qualität im Team, für Überraschendes zu sorgen. Außerdem ging beim 1:3 gegen die SG Schwalmtal erst ein einziges Heimspiel für den Tabellenneunten verloren.

In der Verfolgerrolle wähnen sich weiterhin die gastgebende SG Rüddingshausen/Londorf (22 Punkte) und der TV/VfR Groß-Felda, der mit 25 Zählern noch näher in Schlagdistanz zu den beiden Führenden liegt. Denn mit acht Punkten und einem Spiel weniger im Rückstand ist der Zug nach oben längst noch nicht abgefahren. Aber auch die Raben-auer sind noch nicht abgeschlagen und könnten mit einer Siegesserie noch zu den Großen aufschließen. In der Partie zwischen der FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein und der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II dürfte es dagegen um die Vorherrschaft im Mittelfeld der Tabelle gehen. Beide Teams konnten zuletzt einige Erfolge verzeichnen und haben daher zurzeit so gar nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun. Damit das aber so bleibt, haben beide großes Interesse an einem siegreichen Spiel.

A-Liga Gießen Top-Teams klar in der Favoritenrolle

In der Kreisliga A Gießen wird sich auch im Verlaufe des 20. Spieltages auf den Spitzenplätzen der Tabelle nichts Wesentliches verändern. Denn die Top-Teams sind klar in der Favoritenrolle. Während der Zweitplatzierte SV Annerod seine Punkte kampflos gegen den TSV Allendorf/Lahn, der während der Hinrunde seine Mannschaft aus dem Wettbewerb zurückgezogen hatte, bekommt, sollte auch für Tabellenführer Türkiyemspor Gießen die FSG Biebertal II keine allzu große Hürde darstellen. Der Aufsteiger könnte allenfalls auf seinem Hartplatz einige Vorteile haben. Fußballerisch sollten aber die Gäste gegen das Schlusslicht nichts anbrennen lassen. Und auch Eintracht Lollar, ungeschlagener Drittplatzierter, wird die Annehmlichkeiten seines Kunstrasenplatzes in der Partie gegen den SV Staufenberg zu nutzen wissen, um weiterhin auf Augenhöhe mit Türkiyemspor und dem SV Annerod zu bleiben. Deutlich mehr Spannung wird in der Partie zwischen dem VfR Lich und dem FC Großen-Buseck erwartet. Beide ringen um eine Art Vormachtstellung unter den Verfolgern, wobei der FC in der Tabelle zurzeit besser positioniert ist. Doch der Aufsteiger aus Lich spielt bislang eine bemerkenswert konstante Saison und lieferte vor allem zuletzt eindrucksvoll ab; die letzten drei Spiele wurden allesamt gewonnen. Zudem erzielte das Heinemann-Team in diesen Spielen 15 Treffer und ließ lediglich drei Gegentore zu. Und irgendwie gewinnt man hier den Eindruck, dass den Lichern das noch nicht reicht. Immerhin konnte der VfR in der Fremde bereits fünfmal gewinnen, die Busecker belegen in der Heimtabelle dagegen hinter Türkiyemspor den zweiten Platz. Das verspricht, eine enge Partie zu werden. Bestimmt aber ist auch die SG Trohe/Alten-Buseck in Lauerstellung, wenn es darum geht, Boden gutzumachen. Derzeitige Verfassung plus Heimvorteil sprechen für die SG in der Partie gegen den TSV Großen-Linden. Und mit der FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen hält sich ebenfalls ein Team in dieser Tabellenregion auf und könnte sich mit einem Dreier bei der FSG Garbenteich/Hausen weiterhin in den Top-Fünf festsetzen. Aber auch die FSG Horlofftal würde mit einem Sieg über die FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf in diese Region vordringen. Etwas kurios bei den Gästen ist, dass ihnen vier ihrer insgesamt sechs Saisonsiege auswärts gelangen und sie daher keine Laufkundschaft für den Tabellenachten sein werden.

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