Moritz Schütz sichert den Klassenerhalt

(die) Moritz Schütz von der RV Gießen-Kleinlinden hat mit Platz sechs bei "Rund in Betzdorf-Bruche" den Klassenerhalt als A-Lizenz-Fahrer geschafft. Sein Teamkollege Jan-Niklas Droste kam mit Platz zehn bei der "3. Internationalen Radsportwoche" im Landkreis Uelzen dem Erhalt der B-Klasse bedeutend näher und belohnte sich zudem mit einem Zeitfahrsieg.

Die Vier-Etappen-Fahrt in Niedersachsen begann mit einem 61,2 km langen Rundstreckenrennen auf einer 72-mal zu befahrenden 850 Meter kurzen Runde. "Ich habe mich die ganze Zeit vorne unter den ersten zehn Fahrern positioniert und wir haben das Tempo hochgehalten, sodass das Feld von anfänglich 90 auf knapp 20 Fahrer reduziert wurde. In den letzten fünf Runden musste ich dann aber für meine aktive Fahrweise mit Krämpfen büßen und konnte mich im Sprint gerade noch auf Platz zehn retten", beschreibt Droste seinen Weg zur zweiten Top-Ten-Platzierung dieser Saison.

Im Einzelzeitfahren am Samstag seien die Beine dann wieder gut erholt gewesen und Droste ging gut gerüstet in den 11,5 km langen Kampf gegen die Uhr. Mit dem Wissen, das nachmittags noch ein Rundstreckenrennen von 115 km Länge auf dem Programm stand, hatte er sich vorgenommen, nicht ganz am Limit zu fahren. Im Ziel stand dann aber doch die Bestzeit von 15:41 Minuten. Nach der Freude über seinen ersten nationalen Saisonsieg in diesem Jahr kam für den Kleinlindener im Rundstreckenrennen bei zehn Grad Celsius Außentemperatur und Dauerregen nach 95 km das vorzeitige Rundfahrt-Aus. Droste: "Ich wollte nicht krank werden, denn ich muss in den kommenden Rennen noch einmal in guter Verfassung sein, um die letzte Platzierung für den Klassenerhalten zu holen."

Moritz Schütz, der als A-Klasse-Fahrer im Rennen seines Teamkollegen Droste nicht startberechtigt war, setzte seine Hoffnung in den Klassenerhalt auf das Rennen "Rund in Betzdorf-Bruche", dass mit einem steilen Start-Ziel-Bereich nicht ganz dem Ideal des ebenfalls ambitionierten Zeitfahrers entsprach.

Schon nach wenigen Minuten auf dem 1,7 Kilometer langen Rundkurs setzte sich eine vier Fahrer starke Spitzengruppe ab, die anfänglich sehr gut zusammenarbeitete, ehe sie sich teilte und ein Spitzenduo aus Sascha Wagner (Team BMC action line) und Thomas Klonk (RC Bellheim) das Rennen bestimmte. "Ich habe nicht daran geglaubt, dass die zwei Ausreißer durchkommen", sagte Kleinlindens Rennsport-Fachwart Stephan Dietel, der den Kampf um den Klassenerhalt von Moritz Schütz vor Ort verfolgte. Die Erfahrung der Spitzenfahrer machte sich jedoch schnell im kontinuierlichen Ausbau ihres Vorsprungs bemerkbar, der im letzten Drittel bis auf maximal 1:35 Minuten anwuchs. "Die Fahrer in meiner Gruppe haben keine ernsthafte Nachführarbeit geleistet. Wir sind nur im Anstieg bei Start und Ziel richtig schnell gefahren. Da konnten wir nicht näher rankommen", sagte Moritz Schütz, der sich lange Zeit an die Spitze der Verfolgergruppe gesetzt und um den Anschluss gekämpft hatte.

Keine messbare Auswirkung hatte auch sein alleiniger Fluchtversuch, mit dem er sich aus dieser Gruppe absetzen wollte. So setzte Schütz seine Hoffnung in das Finale, in dem er sich auf seine Tempohärte besinnen und beim Sieg von Sascha Wagner als Tagessechster den Zielstrich überqueren konnte, was ihm die dritte Top-Ten-Platzierung dieser Saison und damit den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Amateurliga einbrachte.

Einen ganz ähnlichen Rennverlauf hatte bereits am Vormittag Kleinlindens U-15-Fahrer Vincent Größer erlebt. Fünf Fahrer umfasste die Spitzengruppe, die sich ebenfalls zu Beginn des Rennens abgesetzt und den Rennverlauf geprägt hatte.

Im Unterschied zu seinem Elite-Teamkollegen hatte Größer taktisch richtig gesetzt und konnte als Teil dieser Gruppe den Verfolgern davonfahren. Nach 20,4 km fiel die Entscheidung auf den letzten Metern der Schlusssteigung, die Vicent Größer 14 Sekunden hinter dem Sieger und amtierenden Vizehessenmeister Carsten Seifert (RC Fulda) als Fünfter überquerte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare