Mittelhessen-Derby heiß umkämpft

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Zur Jubiläumsausgabe des Basketball-Pointers-Cups, den der Zweitregionalligist VfB Gießen Pointers in der Theodor-Litt-Halle zum zehnten Mal ausrichtete, bestritten die Hausherren sowie Erstregionalligist TV Lich je vier Testspiele – ein Cup-Gesamtsieger wurde nicht gekürt. Vor allem das Derby wurde zu einer spannenden Angelegenheit, die Lich für sich entscheiden konnte. Am Ende konnten die beiden mittelhessischen Trainer Dejan Kostic (VfB) und Ivica Piljanovic (TVL) mit den Auftritten ihrer Teams zufrieden sein, auch wenn beide Mannschaft personell gebeutelt waren.

Zur Jubiläumsausgabe des Basketball-Pointers-Cups, den der Zweitregionalligist VfB Gießen Pointers in der Theodor-Litt-Halle zum zehnten Mal ausrichtete, bestritten die Hausherren sowie Erstregionalligist TV Lich je vier Testspiele – ein Cup-Gesamtsieger wurde nicht gekürt. Vor allem das Derby wurde zu einer spannenden Angelegenheit, die Lich für sich entscheiden konnte. Am Ende konnten die beiden mittelhessischen Trainer Dejan Kostic (VfB) und Ivica Piljanovic (TVL) mit den Auftritten ihrer Teams zufrieden sein, auch wenn beide Mannschaft personell gebeutelt waren.

TV Lich – VfB Gießen Pointers 71:63 (27:32): "Vor einer Woche hatten wir in Krofdorf schon einmal gegen Lich gespielt. Diesmal bin ich zufriedener, denn wir haben die angesprochenen Punkte umgesetzt. Die ersten 18 Minuten haben wir im körperlichen und im spielerischen Bereich beherrscht", bilanzierte Pointers-Trainer Dejan Kostic zufrieden. Denn sein Team erwischte gegen den klassenhöheren Nachbarn den besseren Start und zog über das 15:11 nach dem ersten Viertel sogar auf 14 Punkte nach 18 Minuten davon. Aber die Licher von Trainer Ivica Piljanovic konnten nun den Schalter umlegen. "Unsere Intensität ist dann besser geworden, wir haben besser als Mannschaft gespielt, waren schneller und haben härter verteidigt.

Insgesamt haben wir anständig gespielt", bilanzierte "Ivi". Lich verkürzte trotz des Fehlens von Leistungsträger Johannes Schläfer sowie vier weiteren Verletzten zur Pause auf 27:32, und nach drei Vierteln war der Ausgleich zum 48:48 geschafft. Die Pointers, die mit Sven Schäfer, Malte Herwig, Daniel Dörr, Kevin Hoxhallari und Felix Rotaru beinahe auf die komplette Starting Five verzichten mussten, wurden im Schlussviertel schließlich müde, und Lich schnappte sich vor allem dank der Überlegenheit beim Rebound den Sieg. – Lich: Diarbakerli, Turudic, Schweitzer, Mehmed, Ribbecke, Pflüger, Ohly, Gänger; Gießen: Miller, Mayer, Scheld, Pavlovic, Kenntemich, Hahn, Henke, Biallas, Kümmel.

Mit Team- und Kampfgeist

Lich – SG Lützel-Post Koblenz 69:72 (36:42): Coach Piljanovic hatte in der Partie gegen die Koblenzer nur sieben Spieler zur Verfügung, doch diese erwischten den besseren Start gegen den Favoriten. Aber nur im ersten Viertel konnte Lich führen, danach zog der Aufstiegsaspirant ein wenig davon. Zur Pause führte Lützel, für das der ehemalige Licher Henning Schaake gegen seinen Ex-Club auflief, mit 42:36, aber Lich blieb in Schlagweite.

Im dritten Viertel versuchten die Mittelhessen mit einer Zone ihr Glück, allerdings antwortete die SG mit drei Dreiern. Mit dem letzten Angriff hatte der TVL sogar die Möglichkeit zum Ausgleich, aber der Dreierversuch verfehlte sein Ziel, und die Partie endete 69:72. "Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wir haben Teamspirit und Kampfgeist gezeigt. Die jungen Spieler haben einen sehr guten Job gegen eine der besten Mannschaften der Liga gezeigt", so Piljanovic. – Lich: Diarbakerli, Turudic, Keller, Schweitzer, Mehmed, Ribbecke, Pflüger.

Gießen – Science City Jena II 63:55: "Wir haben die gleichen Fehler wie gegen Lich gemacht, das hat mich ein bisschen geärgert. Aber insgesamt haben wir Jena beherrscht und den größten Teil des Spiels richtig gut gespielt. Unsere Erfahrenen, Oliver Biallas und Zeljko Pavlovic, haben die Führungsrolle übernommen und das Zusammenspiel gut hinbekommen", lobte Kostic, auch wenn er gleichzeitig "noch jede Menge Luft nach oben" sah. Wie gegen Lich gab Gießen von Anfang an Gas, und auch gegen die Thüringer führten die Hessen nach 18 Minuten mit 14 Zählern. Jena kämpfte sich zur Pause noch einmal auf vier Punkte heran, aber mit einer stimmigen Aggressivität zog der VfB in der zweiten Hälfte wieder rasch in den zweistelligen Bereich davon.

– Gießen: Miller, Mayer, Scheld, Pavlovic, Kenntemich, Hahn, Henke, Biallas, Kümmel.

Lich – Jena 52:58 (24:40): Die personellen Voraussetzungen waren schwierig für Lich: Da Mohamad Diarbakerli fehlte, hatte der TV keinen einzigen Pointguard an Bord, außerdem fiel auch noch Onur Mehmed aus. Zudem war das Team müde und konnte trotz der Spielzeitverkürzung auf viermal acht Minuten keine Intensität aufbauen oder Extrawege in der Verteidigung gehen. Nach dem 12:20 nach dem ersten Viertel und dem 24:40-Pausenstand stabilisierte sich die Piljanovic-Truppe etwas, konnte Jena aber nicht mehr gefährden. – Lich: Gänger, Turudic, Keller, Schweitzer, Ribbecke, Pflüger.

Überraschung knapp verpasst

Gießen – Panthers Schwenningen 65:70: "Wir sind auf sehr gute Qualität getroffen und waren zu jung und unerfahren, um das Spiel besser zu lesen. Aber wir haben gut gekämpft und teilweise sehr intelligent gespielt", erläuterte Kostic, dass sein Team die Partie gegen den Favoriten trotz der nominellen Unterlegenheit – aber dank der Verstärkung durch Felix Rotaru – bis zum Schluss offenhalten konnte. Zur Überraschung langte es aber nicht. – Gießen: Miller, Mayer, Scheld, Pavlovic, Kenntemich, Henke, Biallas, Kümmel, Rotaru.

Lich – Schwenningen 56:60 (24:28): Da im letzten Spiel Dominic Turudic fehlte, konnte Lich nur zu fünft starten; immerhin konnte Diarbakerli im zweiten Viertel noch hinzustoßen. Nach dem 0:6-Start fand Lich aus einer Zonenverteidigung heraus aber ins Spiel und verkaufte sich gut. In der offenen Partie hatten die Mittelhessen bis zum Schluss Siegchancen, aber beim Stand von 55:57 aus Licher Sicht versenkte Schwenningen einen Dreier und machte damit den Sack zu. "Vorne haben wir einen relativ guten Rhythmus, das gefällt mir. Immerhin fehlen aus dem letzten Jahr die ersten sechs. Jetzt hoffen wir, dass sich das Lazarett lichtet", bilanzierte Piljanovic. – Lich: Diarbakerli, Gänger, Keller, Schweitzer, Ribbecke, Pflüger.

Gießen – Koblenz 60:63 (31:33): Auch gegen Koblenz verpasste Gießen die Überraschung nur knapp. Ohne Rotaru und Zeljko Pavlovic sowie mit dem Ausfall von Lucas Mayer nach nur vier Minuten (umgeknickt) kassierte der VfB direkt einen 0:12-Fehlstart. Aber die Pointers kämpften sich heran und stellten schon zur Pause mit dem 31:33 den Anschluss her. Die zwölf Koblenzer verteidigten aber einen knappen Vorsprung bis zum Schluss. "Wir haben eine gute Partie gegen die beste Mannschaft der Liga abgeliefert.

Und wir haben noch einige Spieler im Hintergrund, die noch hinzustoßen werden", resümierte Kostic zufrieden. – Gießen: Miller, Mayer, Scheld, Kenntemich, Hahn, Henke, Biallas, Kümmel.

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