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Mit voller Konzentration ins Schwabenland

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Volle Konzentration, wie hier von Gießens Leonidas Tiliudis (rot) gegen Enzo Millot beim 2:1-Erfolg im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart II, fordert FC-Coach Daniyel Cimen von seinen Jungs im heutigen so wichtigen Rückspiel. © Oliver Vogler

Der FC Gießen steht heute im Nachholspiel in der Fußball-Regionalliga Südwest beim VfB Stuttgart II vor einer schwierigen Aufgabe. Die dringend benötigten Punkte im Abstiegskampf müssen her.

Es wird für den FC Gießen heute Abend alles andere als leicht werden, wenn die Mittelhessen im Robert-Schlienz-Stadion beim VfB Stuttgart II im Nachholspiel zu Gast sind (Anpfiff 19 Uhr). Denn der heutige Gegner von Daniyel Cimens Elf steht ebenfalls wie die Gießener mitten im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Südwest und wird dementsprechend ebenfalls alles daran setzen, den Klassenerhalt noch zu schaffen und heute die so wichtigen drei Zähler einzufahren. Dabei müssen die Gießener so manch einen Ausfall kompensieren.

Die Ausgangslage: Für beide Mannschaften wird es eine extrem wichtige Partie im Kampf gegen den Abstieg werden. Während der FC Gießen mit 29 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz steht, rangieren die Stuttgarter mit 31 Zählern nur einen Rang vor den Mittelhessen. Beide Teams haben noch zwei Partien weniger auf dem Konto als der FSV Frankfurt und Großaspach, die direkt vor Stuttgart stehen. Somit kann das heutige Spiel schon jetzt, sieben Spieltage vor Saisonschluss, für beide Klubs richtungsweisend sein. Bei drei Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz hat es Gießen nach wie vor selbst in der Hand, am Ende der Spielzeit über dem Strich zu stehen und somit die Liga zu halten.

Der Gegner: Dass der VfB Stuttgart II mitten im Abstiegskampf steht, kommt nicht von ungefähr. Nur zwei Siege aus den letzten zehn Ligapartien stehen auf dem Konto von Trainer Frank Fahrenhorst (ehemals u.a. VfL Bochum, Werder Bremen) und seiner Elf. Die Begegnung gegen die direkte Konkurrenz aus Großaspach ging letzte Woche mit 0:1 verloren. So ist der VfB-Nachwuchs genau wie der FC Gießen zum Siegen verdammt, wenn es mit dem Erhalt der Liga klappen soll. Dabei müssen die Schwaben aller Voraussicht nach heute noch auf ihren Kapitän und früheren Bundesligaspieler Sven Schipplock verletzungsbedingt verzichten, wie die Stuttgarter Zeitung berichtete.

Das Personal: Daniyel Cimen muss weiterhin auf die Langzeitverletzten Gianluca Lo Scrudato (Knie-OP), Takero Itoi (Bündelriss), Ryunosuke Takehara (Bänderriss) und Donny Bogicevic (Hüft-OP) verzichten. »Bei Takero und Ryunosuke müssen wir schauen. Beide werden nochmal zum Arzt gehen. Ich habe aber die Hoffnung, dass sie in den letzten drei oder vier Spielen wieder zurückkommen«, erklärt Cimen. Frederik Löhe, Kevin Kling und Niclas Mohr könnten heute schon wieder auf dem Platz stehen. Dies wäre immens wichtig, da der FC zudem auf die gelbgesperrten Verteidiger Michael Fink und Tobias Reithmeir verzichten muss. Diese Ausfälle gilt es nun zu kompensieren, gleichwohl es den Coach vor eine große Herausforderung stellt: »Es gibt ein, zwei Ideen. Da müssen wir aber noch mal genau schauen, wie wir das machen. So viele Möglichkeiten haben wir ja nicht.«

Das sagt FC-Coach Daniyel Cimen über den VfB Stuttgart II: »Stuttgart wird eine kleine Überraschungstüte sein. Bei zweiten Mannschaften muss man immer gucken, wer möglicherweise von der ersten runterrückt. In den letzten Spielen waren das zum Beispiel ja auch Didavi, Massimo und Klimowicz. In der Situation, in der sich beide Teams aktuell befinden, wird es ein brutal wichtiges Spiel. Viel wird tagesformabhängig sein. Wer am Ende weniger Fehler macht, wird das Spiel gewinnen. Wir werden total konzentriert und fokussiert an die Sache rangehen, um etwas Zählbares mitzunehmen.«

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