Gegner Frankreich

Mit Karabatic, Mem und Co.

  • Ralf Waldschmidt
    VonRalf Waldschmidt
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(ra). Handball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich in Wetzlar. Welch ein Knüller! Unter normalen Umständen würde es diesen Handball-Leckerbissen im Mittelhessischen nicht geben, würden die drei-, viermal so großen Arenen in Mannheim, Köln oder Hamburg als Spielstätte dienen müssen.

Der Sonntag-Vergleich (19.05 Uhr, live auf Sport 1) zwischen zwei der erfolgreichsten Handball-Nationen der Welt wird in die mittelhessischen Sport-Annalen eingehen. Frankreich, dreimal Olympiasieger, sechsmal Weltmeister, dreimal Europameister - die Tickets wären weggegangen wie warme Semmeln. So aber dürfen coronabedingt nur maximal 250 Zuschauer eingelassen werden.

Frankreichs Nationaltrainer Guillaume Gille hat zwar Personalsorgen, muss u. a. auf Timopthy N'Guessan vom Champions-League-Sieger FC Barcelona und die beiden Pariser PSG-Asse Luka Karabatic und Nedin Remili verzichten, Spieler wie Nikola Karabatic, Kentin Mahe oder Romain Lagarde versprechen aber auch so höchstes internationales Niveau. Mit Kreisläufer Ludovic Fabregas oder Rückraum-Ass Dika Mem (beide FC Barcelona) ist die nächste starke Handball-Generation der Equipe Tricolore längst herangewachsen, wie im vergangenen August der Olympiasieg von Tokio untermauert hat.

Nach dem frühen EM-Aus vor zwei Jahren und dem Halbfinal-K.o. bei der WM in Ägypten vor einem Jahr haben sich die Franzosen ihre führende Position im Welthandball unerwartet schnell zurückerobert. Die DHB-Auswahl verlor bei Olympia in Tokio mit 29:30 gegen Frankreich, bei der WM vor drei Jahren gab es ein 25:26. Der letzte deutsche Sieg liegt bereits acht Jahre zurück, in der WM-Vorrunde im spanischen Granollers siegte die DHB-Auswahl seinerzeit mit Steffen Fäth, Tobias Reichmann und Kevin Schmidt 32:30.

Die Länderspiel-Bilanz gegen Frankreich ist bei 35 Siegen, acht Unentschieden und 29 Niederlagen über die gesamte Historie hinweg gesehen zwar positiv, in den letzten beiden Jahrzehnten gab es bei den großen Turnieren aber fast überwiegend Niederlagen.

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