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Stefan Kneer (am Ball) und Robin Hübscher (beide beim Heim-18:27 gegen den HSV Hamburg im Einsatz) sind am Sonntag gefordert, wenn in der Rittal Arena das »Kellerduell« gegen den TV Emsdetten ansteht.

Mit Heimsieg zum Ligaerhalt

Der TV Hüttenberg hat den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga vor Augen - einen Heimsieg am Sonntag vor Publikum gegen Emsdetten in Wetzlar vorausgesetzt.

Für den TV 05/07 Hüttenberg steht am ungewohnten Spieltermin Sonntagnachmittag das vielleicht wichtigste Spiel der Saison an: Im Duell mit dem TV Emsdetten (17 Uhr, live und kostenlos bei sportdeutschland.tv) kann die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab ihren ersten Matchball zum Klassenerhalt verwandeln.

Ein Sieg fehlt den Mittelhessen noch zum sicheren Klassenerhalt. Ausgerechnet für das möglicherweise entscheidende Spiel kehren die Zuschauer zurück in die Rittal-Arena in Wetzlar. Bis zu 800 dürfen den TV Hüttenberg am Sonntagnachmittag lautstark unterstützen. Bereits zu Beginn der Woche gab der Verein die Pläne bekannt, am Freitagmittag erfolgte die offizielle Bestätigung und Zusage. »Für uns gäbe es nichts Schöneres, als mit der Rückkehr unserer Fans den Klassenerhalt perfekt zu machen«, hofft TVH-Coach Wohlrab auf eine zusätzliche Motivation für seine Spieler.

Dem entgegen steht allerdings ein Gegner, der sich aktuell im Aufwind befindet. Der TV Emsdetten holte sich erst ein Unentschieden zu Hause gegen die HSG Konstanz (26:26), ehe man am vergangenen Mittwoch auswärts den TuS Ferndorf besiegte (27:28). Dadurch schöpft der Traditionsclub der 2. Handball-Bundesliga neue Hoffnung im Abstiegskampf und hätte sicher nichts gegen zwei Punkte aus Mittelhessen einzuwenden. Ohnehin ist es eine turbulente Saison für die Mannen aus dem Münsterland. Seit etwas mehr als zwei Wochen leitet Sascha Bertow die Geschicke des TVE auf der Trainerbank. Er ist dabei bereits der dritte Chefcoach in der laufenden Saison, der Emsdetten nun vor dem Absturz in die 3. Liga bewahren soll. Zu Beginn der Saison stand noch Aaron Ziercke als Trainer an der Seitenlinie, im Januar folgte dann Peter Portengen, der offenbar wegen unterschiedlicher Vorstellungen der zukünftigen Ausrichtung im Mai entlassen wurde. Nun also Sascha Bertow. Sein Kader lässt bei den Kennern der 2. Liga Rätsel aufkommen, wie eine derartig qualitativ starke Mannschaft sich im Tabellenkeller wiederfinden kann. Angefangen bei Konstantin Madert im Tor, über Sören Kress, Frederic Stüber, Sven Wesseling, Dirk Holzner oder Johannes Wasielewski. Spieler, die über jahrelange Zweit- und sogar Erstligaerfahrung verfügen. »Sie haben zuletzt 3:1 Punkte geholt und kämpfen wie die Schweine. Das muss man so klar sagen. Sie werden mit dem Messer zwischen den Zähnen zu uns kommen und wir müssen unsere berühmte Axt auspacken, um dagegenzuhalten«, stellt Johannes Wohlrab seine Mannschaft und alle Zuschauer nicht nur auf einen temperaturmäßig heißen Sonntagnachmittag ein.

Er selbst stellt auch einen weiteren Anspruch an sein Team: »Wir müssen unsere Hüttenberger Attribute auf die Platte bringen. Im Endspurt geht es jetzt darum, alle Kräfte noch mal zu bündeln und mit Herzblut für unser Ziel zu kämpfen.« Das Herzblut hat der TV Emsdetten sogar in seinem Vereinslogo stehen, dementsprechend steht möglicherweise ein Duell auf Messers Schneide bevor. Das Momentum liegt da wohl bei den Gästen, denn der TVH musste zuletzt zwei bittere Niederlagen in Fürstenfeldbruck (32:28) und gegen Hamburg (18:27) einstecken.

Was war, wird bei beiden Teams jedoch keine Rolle spielen. Für beide geht es um viel, der Fokus liegt auf diesem und den kommenden Partien.

Ergebnisse vom Freitag: Dormagen - Rimpar 34:24 (15:11), N-Lübbecke - Dessau-Rosslau 31:22 (16:7), Konstanz - Wilhelmshaven 28:29 (12:8).

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