Michael Stock soll Hüttenberger Zweitliga-Qualität steigern

(jms) Der Saisonstart der 2. Handball-Bundesliga Süd ist noch gut neun Wochen entfernt. Doch beim TV 05/07 Hüttenberg herrscht schon jetzt Hochspannung. Der Trainingsauftakt am vergangenen Montagabend hat vor allem eines gezeigt: in der Führungsetage herrscht Einigkeit, der Trainer genießt Vertrauen und der Jugendkurs wird weiter fortgesetzt.

(jms) Der Saisonstart der 2. Handball-Bundesliga Süd ist noch gut neun Wochen entfernt. Doch beim TV 05/07 Hüttenberg herrscht schon jetzt Hochspannung. Der Trainingsauftakt am vergangenen Montagabend hat vor allem eines gezeigt: in der Führungsetage herrscht Einigkeit, der Trainer genießt Vertrauen und der Jugendkurs wird weiter fortgesetzt. Vielmehr sind alle Augen nach einer eher durchwachsenen Rückrunde fortan auf die Spieler gerichtet. Mit "Rückkehrer" Michael Stock steht überdies ein neuer Mann parat, der dem Team "nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ" weiterhelfen soll, wie Trainer Jan Gorr sagt. Der Coach selbst lässt sich nicht beirren und bleibt seiner konsequenten und bislang auch sehr erfolgreichen Linie treu.

Nachdem Jonas Faulenbach in der vergangenen Saison als Perspektivspieler parat stand und sich gut weiterentwickelte, werden in dieser Runde Max Rühl und Mario Fernandez als "Lehrlinge" hinzustoßen. "Wir wollen unseren Weg mit jungen Spielern weitergehen. Jonas ist schon ein ganzes Stückchen weiter. Ihm hat das vergangene Jahr sicher viel gebracht", sagt Gorr.

Nicht mehr als Perspektivspieler dabei, aber dennoch nicht chancenlos ist Ben Mitteis, dem seine Gesundheit immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. "Wir können nicht jeden dazunehmen, nur um zu sagen, was wir denn für eine tolle Jugendarbeit haben. Es muss auch glaubwürdig und ernsthaft sein. Ben spielt bei uns in der zweiten Mannschaft eine wichtige Rolle, und es ist nicht ausgeschlossen, dass ich wieder auf ihn zurückgreifen werde, wenn Bedarf besteht. Er kann auch weiterhin mittrainieren bei uns", sagt Gorr. Inwiefern die neuen Youngster in der Lage sein werden, auf die "alten Hasen" Druck auszuüben, wird sich in der anstrengenden Vorbereitungsphase zeigen.

Auf jeden Fall gute Chancen auf einen Platz unter den ersten Sieben hat Michael Stock. Einst beim TVH als Zweitligaspieler herausgekommen, wechselte der 25-jährige Linksaußen zur HR Ortenau. "Die Insolvenz des Klubs ist für den Handballsport nicht gut, auch wenn wir davon profitieren", sagte Hüttenbergs Marketingmitarbeiter Martin Volk, der sich über die Verpflichtung sehr freute. Stock selbst sieht seine Stärken auch in der Abwehr. Und dort wird sich die Mannschaft umstellen müssen. Die anvisierte jugoslawische 3:2:1-Deckung steht im Mittelpunkt der taktischen Neuerungen.

In der zweiten Vorbereitungsphase, wenn es für die Akteure in die Pfalz ins Trainingslager geht, will Gorr seinen Spielern die Feinheiten dieser taktischen Ausrichtung näherbringen.

Auch der neue Keeper, Matthias Ritschel, wird in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Neue Spieler, neue Taktik und ein neues Auftreten: In der kommenden Runde werden die Hüttenberger nicht mehr in den Trikots des Ausrüster "H2O" auflaufen. Nachdem sich die dänische Firma aus dem Teamsport zurückgezogen hat, baut Hüttenberg nun auf "adidas". "Für uns ist es eine Supersache, dass wir mit einem solch renommierten Sportartikelhersteller zusammenarbeiten", erklärt sich Martin Volk für den TVH.

In Hüttenberg werden dieser Tage auch außerhalb des Platzes einige Anstrengungen unternommen, um den Klub weiter zu professionalisieren. Sportlich soll in der kommenden Runde aber alles beim Alten bleiben. Manager Lothar Weber bleibt trotz des Ärgers über lasche Darbietungen der Mannschaft am Ende einer langen Saison auf dem Boden: "Wir wissen, was hier möglich ist. Der siebte Platz war als solcher in der vergangenen Saison ein sehr gutes Ergebnis. Wir werden als Marketing in dieser Runde ein Ziel vorgeben und der Mannschaft präsentieren.

" Die Zielsetzung dürfte in einem ähnlichen Bereich liegen wie in der vergangenen Saison. Trainer Jan Gorr wird mit der Mannschaft im Trainingslager gemeinsam mit seinen Spielern an den Zielen feilen.

Ob dort auch alle Spieler, die am Montag das Training aufgenommen haben, mitwirken werden, bleibt noch immer fraglich. Trainer Gorr, der in sein fünftes Jahr beim TVH geht, hat bereits angekündigt "genauer hinschauen" zu wollen. Nachdem der Coach mit Kritik seitens einiger Spieler konfrontiert wurde, herrscht derzeit zwar Ruhe rund um die Hüttenberger Sporthalle. Doch der bis dato sehr erfolgreiche Trainer wird sich nicht von seinem Weg abbringen lassen. Die Verantwortlichen im Klub haben den Kritikern bereits die Möglichkeit offeriert, bei Unzufriedenheit wechseln zu dürfen.

"Wir sind von der Arbeit unseres Trainers zu hundert Prozent überzeugt. Sonst hätten wir ja wohl kaum den Vertrag zwei Wochen vor dem Saisonende unterschrieben", sagt Volk. Der Übungsleiter nimmt beim Traditionsklub eine exponierte Stellung ein und hat sich auch um viele Abläufe zu kümmern, die nichts mit seinem eigentlichen Aufgabenbereich zu tun haben. Auf einen solch engagierten Mann können und wollen die Hüttenberger Verantwortlichen nicht verzichten.

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