Mevius bringt Grünberg auf Kurs

  • VonLukas Becker
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(luk). Eine große Grünberger Jubeltraube bildete sich am Sonntagabend in der Bochumer Basketballhalle, denn die Bender Baskets Grünberg fuhren im Ruhrgebiet ihren dritten Saisonsieg in der 2. Bundesliga Nord der Frauen ein. Nach zuletzt drei Niederlagen am Stück gewannen die Grünbergerinnen ein umkämpftes Spiel beim VfL mit 75:64 (33:44).

In Abwesenheit des erkrankten Cheftrainers Rene Spandauw übernahm kurzfristig Ralf Römer das Coaching des Teams. Er sah eine durchwachsene Anfangsphase seines Teams, in der sich die bis dato noch sieglosen Gastgeberinnen zunächst auf 9:4 absetzen konnten. Aufgrund technischer Probleme in der Halle folgten nach bis dahin erst zweieinhalb gespielten Minuten eine minutenlange Unterbrechung, in der sich beide Teams auf dem Parkett versuchten, warm zu halten. Aus der Unterbrechung kamen die Bochumerinnen, die sich vor der Partie noch einmal personell verstärkt hatten, besser zurück in die Partie und schraubten die Führung auf 17:6 in die Höhe. Zum Ende des Auftaktspielabschnitts legte Grünberg aber einen Gang zu und verkürzte auf 19:25. Bei diesem Rückstand pendelte sich das Resultat auch im Verlauf des zweiten Viertels ein. Bis zur Halbzeitsirene (44:33) behielt der VfL die Kontrolle, spielte beherzter auf als die Grünbergerinnen, die zudem auf die erkrankte Klara Römer verzichten mussten.

Auch das dritte Viertel gehörte zunächst den Gastgeberinnen. Beim Stand von 50:37 bat Römer seine junge Truppe zur Auszeit. Und seine Worte verfehlten Ihre Wirkung nicht. Grünberg war an beiden Enden des Feldes nun aufmerksamer und verkürzte folgerichtig nach einem Dreier von Topscorerin Olivia Nash auf 44:50. Bochum hielt dem Druck aber zunächst stand und ging mit einer 55:49-Führung in das letzte Viertel.

Grünberg startete sehr gut in den finalen Akt und hatte nach Punkten von Elisa Mevius schon nach kurzer Zeit zum 55:55 ausgeglichen. Mevius war es dann auch, die für ihr aufopferungsvoll kämpfendes Team an der Freiwurflinie die erste Führung zum 56:55 erzielte. In der nächsten Szene gelang ihr auch noch ein Steal mit anschließendem Korbleger zum 58:55. Diese Führung ließen sich die Bender Baskets nicht mehr nehmen und fuhren am Ende an der Freiwurflinie einen wichtigen Sieg ein.

»Ich kenne die Spielerinnen ja aus der WNBBL sehr gut, und von daher war es für beide Seiten keine große Umgewöhnung. Es hat allerdings etwas gedauert, bis wir zu unserem Spiel gefunden haben«, sagte Aushilfscoach Römer hinterher: »Wir haben ab Mitte des dritten Viertels eine deutlich bessere Einstellung gezeigt. In der Abwehr und beim Rebound haben wir viel besser dagegengehalten. Wichtig war auch, dass wir im Rahmen der Aufholjagd nicht zu hektisch geworden sind.«

Grünberg: Cora Horvath (2), Herzberger, Koszewski, Nina Horvath (12), Mevius (18), Villwock (4), Dzivba (10), Poelstra, Weinand (2), Hedrich (2), Nash (25).

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