Handball

Melsunger K.o.

  • vonRedaktion
    schließen

(fz). Das war es mit dem Traum von Europa für Melsungens Handballer. Bereits in der ersten Qualifikationsrunde zur EHF European League bedeutete der dänische Vertreter Bjerringbro-Silkeborg Endstation. Das 27:31 aus dem Hinspiel vor einer Woche war für den heimischen Bundesligisten eine zu große Last. Nach einer enttäuschenden Leistung ging auch das zweite Duell in der Rothenbach-Halle verloren. Das 24:26 (12:16) klang sogar enger, als es war. Die Gäste waren von Beginn an besser, führten durchgehend und ließen erst nach, als ihr Weiterkommen entschieden war.

Schon der Start misslang. Schnell lagen die Nordhessen 0:3 hinten. Ein Rückstand, dem sie beständig hinterherliefen. Seinen Anteil daran hat mit Johan Sjöstrand auch ein Ex-Melsunger. Der Torhüter zeigte bereits in der Anfangsphase fünf Paraden, hielt auch einen Siebenmeter von Lasse Mikkelsen. Als Julius Kühn das erste Melsunger Tor erzielte, lief bereits die siebte Minute. Doch insgesamt war dies zu wenig für die Wende. Im Angriff fehlen Überraschungsmomente, in der Verteidigung fanden die Dänen konsequent die Lücken.

Die Folge: Nach 17 Minuten 4:11. In der Addition beider Spiele lag die MT da bereits elf Treffer hinten. In der 24. Minute erzielte Domagoj Pavlovic zwar das 10:13, doch Nachlässigkeiten wie Mikkelsens überhasteter Abschluss in Überzahl verhinderten einen engeren Pausenstand als das 12:16.

Es wurde dann auch nicht wirklich besser. Die MT wirkte weiter verhalten, irgendwie blockiert. Und Sjöstrand zog die Bälle weiter fast magisch an. Am Ende waren es für den Schweden 14 gehaltene Würfe. Stark! Und als er erstmals das Tor verlässt, da parierte Kasper Larsen den Siebenmeter von Tobias Reichmann (35.). Wenig später räumte auch Simic seinen Kasten. Es stand 14:20 (38.). Und es kam? Silvio Heinevetter, der am Spieltag anders als Finn Lemke die Genehmigung erhalten hatte, wieder zur Mannschaft zu stoßen. Doch auch ein Heinevetter konnte an diesem gebrauchten Tag keine Wende bewirken. Der Traum von Europa ist ausgeträumt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare