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Marc Weber vom RC Hassia zeigt stolz die Goldmedaille. Er schließt alle vier WM-Läufe im Einer als Sieger ab.

Rudern

Medaille für Marc Weber leuchtet golden

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Marc Weber vom Gießener RC Hassia schreibt Geschichte. Bei der WM setzt er nach dem "Vize"-Titel im Vorjahr noch einen drauf und landet im Einer-Rennen ganz oben auf dem Podium.

Aus der Redaktion

Die Mannschaft des Deutschen Ruderverbandes verabschiedete sich mit insgesamt neun Medaillen als drittstärkste Nation von der U23-WM in Sarasota (USA). Eine davon ist die goldene Plakette von Marc Weber, die am Tag des großen Triumphs noch eine ganze Weile um seinen Hals gebaumelt haben dürfte, demnächst aber ihren Platz in der Wohnung des gebürtigen Bochumers finden dürfte, der in Butzbach lebt und das Trikot des Gießener Ruderclubs Hassia trägt. Vor ihm hatte für die Hassianer schon Ruth Kaps in dieser Bootsklasse den WM-Titel der unter 23-jährigen Frauen gewonnen. Das liegt aber bereits 29 Jahre zurück.

Am Finaltag in Florida störten keine Unwetter mehr über dem Nathan Benderson Park das Renngeschehen. Der Fokus lag vollständig auf den Aktionen der Athletinnen und Athleten in den abschließenden Endläufen. An diesem Tag klappte es aus deutscher Sicht auch mit dem Sprung nach ganz oben auf das Treppchen, zusätzlich gab es je einmal Silber und Bronze sowie weitere gute Platzierungen.

Nachdem Marc Weber im letzten Jahr Vize-Weltmeister geworden war, wollte er in diesem Jahr ganz oben angreifen. Er gewann seinen Vorlauf, das Viertelfinale und die Vorschlussrunde und ging ungeschlagen ins Finale. Bei perfektem Wasser gingen am Sonntag die sechs Finalisten an den Start. Vom Blitzstart des Österreichers ließ Weber sich nicht beeindrucken. Souverän hielt er mit guter Wasserarbeit die Abstände auf ein Führungstrio gering. Die erste 500-m-Marke durchquerten alle Athleten innerhalb von 0,8 Sekunden. Ab der Streckenhälfte öffnete sich das Feld, Weber lag nun im Zweikampf mit dem Griechen Stefanos Ntouskosland, bis tatsächlich der Bugball des Gießeners vorne lag. Auf den letzten 500 m musste er den knappen Vorsprung mit Herzblut verteidigen. Der Grieche war gut 200 m vor dem Ziel noch mal an Weber vorbeigezogen, dahinter drängten Norwegen und Rumänien auf nur noch eine verbleibende Medaille. Mit einem souveränen Endspurt sicherte Weber sich aber den Titel.

"Nach letztem Jahr hat man schon ein bisschen mit dem Titel geliebäugelt, aber bei dem dichten Feld dieses Jahr war mein Ziel erstmal wieder eine Medaille. Die Taktik war, sich möglichst am Anfang der dritten Fünfhundert vom Feld abzusetzen, da der Endspurt normal nicht so meines ist. Das hat leider nicht so funktioniert. Dafür war der Endspurt der schnellste, glaube ich, der schnellste, den ich je im Leben gefahren bin", sagte Weber.

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