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100-m-Zieleinlauf bei der DM in Braunschweig: Alexandra Burghardt (Mitte, LG Gendorf Wacker Burghausen) vor Lisa Mayer (r., Sprintteam Wetzlar), links Sophia Junk (LG Rhein-Wied) belegt den sechsten Rang.

Mayer kämpft bis zum letzten Zentimeter

  • Wolfgang Gärtner
    VonWolfgang Gärtner
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(gae). Ihr Ziel war klar definiert: Lisa Mayer vom Sprintteam Wetzlar wollte den Titel bei den deutschen Meisterschaften über 100 m. Letztlich fehlten ihr zwei Hundertstelsekunden - die war die neue Titelträgerin Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen,) am Samstagabend im Braunschweiger Eintracht-Stadion schneller. Die 27-Jährige löste damit das Direkt-Ticket zu den Olympischen Spielen nach Tokio.

So musste sich die Niederkleenerin mit Silber begnügen. Dennoch kann sie auf die starke Leistung von 11,16 Sekunden sehr stolz sein. Bereits vor drei Wochen knackte sie mit 11,12 Sekunden in Mannheim als erste deutsche Sprinterin die 100-m-Norm für die Olympischen Spiele in Tokio.

»Der Titel war mein Ziel - und das habe ich nicht erreicht. Die Enttäuschung ist erstmal riesig, obwohl ich mir nicht viel vorwerfen kann. Ich habe alles gegeben. Alexandra ist über sich herausgewachsen und hat sich verdient mit persönlicher Bestzeit von 11,14 Sekunden den Titel geholt«, erklärte Mayer.

Natürlich war sie enttäuscht, schaute aber dann schnell wieder positiv nach vorne: »Nach 11,12 Sekunden wieder eine 11,16 und das in meinem ersten 100-m-DM-Finale seit fünf Jahren auf die Bahn gebracht zu haben, zeigt mir, dass mein Niveau wirklich hoch ist und gibt sehr viel Rückenwind auf dem Weg nach Tokio. Und dort soll ja schließlich maximal performt werden.«

Ein Lob erhielt die 25-Jährige von der verletzten Top-Sprinterin Gina Lückenkemper: Das waren zwei wirklich sehr starke Rennen Lisa!« Mayers Vereinskollegin Rebekka Haase wurde in 11,32 sec Dritte.

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