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Vorfreude auf die Hallen-DM in Dortmund bei Lisa Mayer (l.), die über 60 m zu den Titelfavoritinnen zählt.

Mayer eine Titelaspirantin

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae). Die ersten nationalen Titel in der Leichtathletik werden im neuen Jahr vergeben. Am Wochenende kämpfen viele der deutschen Spitzenathleten um den Hallen-Titel 2021. Zudem ist das Kräftemessen der Besten in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle eine weitere Vorbereitung auf die Anfang März im polnischen Torun anstehenden Hallen-Europameisterschaften.

Dafür hat Lisa Mayer die Quali-Norm schon in der Tasche. Die 24-jährige Niederkleenerin des Sprintteams Wetzlar unterbot die Zeit beim Meeting in Karlsruhe: Nach ihrem 60-m-Sprint stoppte die Uhr bei 7,21 Sekunden (ihre Bestzeit über die 60 m lieferte sie an gleicher Stelle 2018 in 7,12 ab). Vor zwei Wochen lief die gebürtige Gießenerin beim ISTAF Indoor in Berlin 7,26 Sekunden, was ihr in dem international erlesenen Feld Rang zwei - und weitere enorme mediale Beachtung - einbrachte.

Mayer zählt in Dortmund zum Favoritenkreis. Da macht sie selbst kein Hehl raus. »Ich gehöre formal zu den Medaillen- und Titel-Kandidatinnen. Es wird ein sehr enges Rennen, da drei, vier Mädels auf ähnlichem Niveau sind. Wir werden sehen, was am Wochenende passiert«, ist sich die 24-Jährige der Schwere der Aufgabe bewusst.

Aus dem eigenen Sprintteam zählt Rebekka Haase zu den härtesten Konkurrentinnen für Mayer. Sie knackte ebenfalls mit 7,24 die EM-Norm. Die schnellste Zeit von allen lief in diesem Jahr Ende Januar aber Tatjana Pinto (LC Paderborn) mit 7,18. Da sie sich aber in diesem Rennen eine Verletzung zuzog, weiß man nicht genau, in welcher Form sie sich in Dortmund befindet. Noch nicht richtig in Tritt ist indes Lisa Marie Kwayie (Neuköllner Sportfreunde) gekommen. Die Titelträgerin aus dem vergangenen Jahr in der Halle wie auch über 100 m im Freien erzielte kürzlich bei einem Trainingswettkampf in Leipzig 7,31. Zu beachten ist zudem Jennifer Montag vom TSV Bayer Leverkusen. Antonia Dellert und Lara Tornow (beide Sprintteam Wetzlar) werden sich ebenfalls der Herausforderung über die Kurzdistanz stellen.

Ähnlich eng wird es bei den Männern über die 60 m hergehen. Für das Sprintteam Wetzlar gehen Kevin Kranz, Michael Pohl und Elias Goer in Dortmund an den Start. Insgesamt sind 22 hessische Starter aus acht Vereinen in Dortmund. Die Hallen-DM ist nicht nur die erste große nationale Standortbestimmung, sondern auch eine wichtige Etappe auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio, bei der die deutschen Athletinnen und Athleten Punkte für das World Ranking sammeln können.

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