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Ohne Satzverlust bleibt in zwei Spielen für den TV Großen-Linden Matas Vilkas.

Matas Vilkas tadellos

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Die Dominanz des Spitzenreiters der Tischtennis-Hessenliga hält an, auch wenn beim neunten Saisonerfolg des Gießener SV II gegen Schlusslicht Lüdersdorf nicht alles glatt lief. Mit einem unvollständigen Rumpfteam kassierte der TSV Allendorf/Lumda in Niestetal seine dritte Saisonniederlage und hat sich mit mittlerweile acht Minuspunkten gefährlich der Abstiegszone angenähert.

Für den TV Großen-Linden hatte der Spielplan einen Doppelspieltag mit zwei Auswärtspartien vorgesehen. Dem 9:5 in Felsberg ließen die Lindener im Topspiel beim Tabellendritten Hofgeismar ein weiteres 9:5 folgen und bleiben damit erster Verfolger der Gießener, da Kassel noch zwei Spiele weniger bestritten hat.

Gießener SV II - TTC Lüdersdorf 9:4: Der Tabellenletzte sollte für den haushohen Favoriten eigentlich kein Stolperstein sein, aber ausgerechnet gegen ein noch siegloses Doppel kassierten Michael Fuchs/Jürgen Boldt ihre erste Saisonniederlage. Dann drohte in den anderen Doppeln ein kompletter Fehlstart, Dennis Tschunichin/Cyrill Menner (1:2) und Luis Frettlöh/Timo Geier (0:2) sahen ebenfalls schon wie Verlierer aus. Während Tschunichin/Menner ihr Match noch drehten, unterlagen Frettlöh/Geier im Entscheidungssatz. Nach Tschunichins glattem Dreisatzsieg zum 2:2 kam Fuchs in seinem Einzel schwer ins Spiel (0:2), schaffte aber noch die Wende - und Menner baute mit seinem 3:1 die Führung aus. Die Viersatzniederlage von Frettlöh ließ den Motor der Gastgeber nur noch kurz einmal stottern, Geier (3:1) und Boldt (3:0) sorgten mit dem 6:3-Zwischenstand für eine Vorentscheidung. Im Spitzeneinzel unterstrich die Lüderdorfer Nummer eins Schade seine gute Tagesform mit einem 3:0 gegen Tschunichin, Fuchs setzte sich dann ebenfalls in drei Sätzen durch. Dann wurde es im mittleren Paarkreuz noch einmal spannend. Menner und Frettlöh bewiesen beide nach 1:2-Satzrückstand Nervenstärke und sorgten mit ihren Fünfsatzmatches für die fehlenden zwei Punkte. »Lüdersdorf hat sicherlich mehr Potenzial als den derzeitigen Tabellenstand. Wir haben uns am Anfang schwer getan, ein 0:3 wäre möglich gewesen, aber nachdem Michael Fuchs in seinem ersten Match noch die Kurve gekriegt hat, sind wir doch gut zurückgekommen. Es war knapper, als es das 9:4 aussagt, unsere Mitte hat am Ende stark gefightet«, war Jürgen Boldt am Ende froh über einen hart umkämpften Heimsieg.

SC Niestetal - TSV Allendorf/Lda. 9:3: »Mit unserem Aufgebot standen wir von vornherein auf verlorenem Posten«, sagte Ulrich Bandt. Nachdem neben Slawomir Karwatka auch noch Marco Grohmann kurzfristig ausgefallen war, waren nicht nur das erste Paarkreuz und Doppel eins gesprengt - trotz des Saisondebüts von Lukas Moser (Bezirksliga) und dem zweiten Einsatz von Robin Schwarz (Bezirksklasse) hatte Kapitän Ulrich Bandt nur fünf Spieler zusammentrommeln können. Zwar punktete Oliver Welt im Doppel auch mit seinem neuen Partner Manfred Krupenkow, doch die Viersatzniederlage von Bandt/Moser bescherte den Gastgebern eine 2:1-Führung nach den Doppeln. Krupenkow glich gegen die Niestetaler Nummer eins zwar noch einen 0:2-Satzrückstand aus, musste sich aber im Entscheidungssatz geschlagen geben. Welt verkürzte für sein Team mit seinem Dreisatzsieg, doch die nächsten drei Punkte gegen Bandt und Moser sowie kampflos gingen an die Gastgeber. Schwarz musste sich nach großem Kampf und 2:1-Satzführung noch geschlagen geben. Auch die beiden Partien im ersten Paarkreuz gingen über die volle Distanz, Welt gewann das Spitzeneinzel, für Krupenkow sollte es erneut nicht reichen. Die Viersatzniederlage von Bandt bedeutete den Schlusspunkt. »Es waren einige ansehnliche Matches dabei. Bei drei Fünfsatzniederlagen war etwas mehr drin, aber es hätte auch dann nicht gereicht«, war Ulrich Bandt angesichts der Voraussetzungen mit der gezeigten Leistung nicht unzufrieden. »Wir haben einen Mittelfeldplatz anvisiert, dort stehen wir jetzt, aber allzuviel darf nicht mehr schiefgehen.«

TSV Eintracht Felsberg - TV Großen-Linden 5:9: Auf das erste Paarkreuz der Großen-Lindener war einmal mehr Verlass. Andrius Preidzius/Matas Vilkas gewannen nicht nur ihre Doppelpartie, sondern auch ihre ersten beiden Einzel in drei Sätzen. Die Gastgeber hatten zwischenzeitlich durch Dreisatzsiege in den anderen Doppelpartien gegen Roland Fritsch/Uwe Schreiber und Carsten Jung/Philipp Horvath geführt. Fritsch sorgte nach drei umkämpften Sätzen in Durchgang vier für klare Verhältnisse (11:2), dann drehte Jung seine Partie nach 0:2-Satzrückstand und sorgte für die 5:2-Führung. Im dritten Paarkreuz unterlagen Schreiber und Horvath jeweils in drei Sätzen. Preidzius in vier Sätzen sowie Vilkas (15:13, 11:9, 11:9) mussten dann starken Widerstand brechen, danach baute Fritsch den Vorsprung auf 8:4 aus. Die Viersatzniederlage von Jung konnte die Großen-Lindener dann auch nicht mehr stoppen, auch wenn Horvath für den Siegpunkt einen 0:2-Satzrückstand drehen musste.

TTC Hofgeismar - TV Großen-Linden 5:9: »Endlich wieder eine 2:1-Führung«, freute sich Uwe Schreiber über einen besseren Start in die Partie gegen den Tabellendritten. Neben Preidzius/Vilkas gewannen diesmal auch Jung/Horvath ihre Doppelpartie, während Fritsch/Schreiber sich in drei Sätzen geschlagen geben mussten. In gewohnter Manier holten Vilkas und Preidzius im ersten Paarkreuz zwei weitere Punkte, Jung baute die Führung weiter aus, doch mit Siegen gegen Fritsch, Schreiber (der dem Para-Nationalspieler Yannik Rüddenklau in fünf Sätzen unterlag) und Horvath kämpften sich die Gastgeber zurück in die Partie. Preidzius behauptete sich im Spitzeneinzel in vier Sätzen, Vilkas blieb auch in seiner sechsten Partie an diesem Wochenende ohne Satzverlust - und nach dem 1:3 von Fritsch holte Jung nach fünf Sätzen den vorentscheidenden achten Punkt. Der Siegpunkt war wieder Horvath vorbehalten, der den mit Beinprothese spielenden Rüddenklau in vier Sätzen bezwang. »Das war ein Match mit sehr gutem Niveau. Unser erstes Paarkreuz war wieder überragend, erst war Roland Fritsch unser Matchwinner, dann Carsten Jung«, war Uwe Schreiber nach einem harten Wochenende inklusive Übernachtung in Hofgeismar froh, wieder zu Hause zu sein.

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