Marscheck und Strack in der Halle schnell unterwegs

(ras) Sowohl die in der Stadtallendorfer Herrenwaldhalle durchgeführten offenen Hallenmeisterschaften des Leichtathletikkreises Marburg am vergangenen Samstag wie auch das 27. Hallensportfest der LG Eintracht Frankfurt am vergangenen Sonntag dienten den Leichtathleten als letzte Standortbestimmung vor den Hessischen Landesmeisterschaften am Wochenende in Hanau.

Die heimische Leichtathletikspitze zeigte sich vorwiegend in Stadtallendorf und konnte meist mit starken Leistungen glänzen.

Bei den offenen Marburger Kreishallenmeisterschaften lieferte Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen mit ihren 60-m-Sprintsiegen von 7,65 s im Vorlauf und 7,63 s im Finale hervorragende Zeiten ab. Zudem gewann die Garbenteicherin den Weitsprung bei konstanten Weiten mit 6,19 m. "Das Training der letzten Wochen verlief nicht ganz optimal, denn ich habe immer noch leichte Wadenprobleme", erläuterte die dem deutschen B-Kader angehörende Marscheck in einer Wettkampfpause.

Richtig flott unterwegs war auch ihre Vereinskameradin Ann-Christin Strack, die eigentlich noch der U20 angehört, aber in Stadtallendorf bei den Frauen startete. Strack sprintete über die 60-m-Hallengerade sowohl im Vorlauf (7,75) als auch im Endlauf (7,81) jeweils auf den zweiten Platz. Über 60 m Hürden glänzte Strack in 8,80 s und hätte damit im Vorjahr Rang zehn der deutschen Jugendhallenbestenliste eingenommen. Die Ostschülerin trat zudem am Sonntag in Frankfurt-Kalbach an und bestätigte die Vortagesergebnisse mit Siegen in der U20 über 60 m flach (7,80) und in 8,84 s über die Hürden.

"Bobspeck muss runter"

Über die bekannt schwierige 200-m-Runde der Herrenwaldhalle siegte Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck im Frauenlauf unbedrängt in 26,25 s. Lisa Magel (LAZ Gießen) wurde mit 5,66 m im Weitsprung achtbare Vierte. Einen guten Einstand lieferte auch die zum LAZ Gießen zurückgekehrte Nastasia Lich als Siegerin im Kugelstoß der Frauen mit 12,00 m und bei Platz zwei über die Hürden in 8,98 s ab. "Eigentlich ist die Hallensaison nicht meine Stärke, und so habe ich in den Vormonaten etwas Neues versucht und den Schwerpunkt auf den Bobsport gelegt. Den Kraftwerten hat das sehr gutgetan, aber der Bobspeck muss jetzt wieder runter", erläuterte die Mehrkämpferin, die nach einer Sichtung als Anschieberin im Zweierbob mit Patricia Polifka (BSC Winterberg) als Pilotin antrat und in der Vorweihnachtszeit mit unterlegenem Material Achte bei den deutschen Meisterschaften am Königssee wurde.

Bei den Männern gewann in Stadtallendorf Rouven Höfer (LAZ Gießen) den Kugelstoß mit 12,92 m.

Höfer auf Rang eins und zwei

Der Zehnkämpfer sprang zudem mit 6,24 m auf Rang zwei in der Weitsprunggrube. Im Hochsprung kam Ronnie Blaschek mit 1,81 m auf den dritten Rang. Den Hochsprung der U20 gewann Lars Peter (alle LAZ) mit 1,72 m vor Rene Thalheimer (ASC Licher Wald), der 1,66 m überfloppte. In dieser Altersklasse stieß Andreas Ringleb (LAZ) die Kugel auf 11,78 m und eroberte damit den zweiten Treppchenplatz. Als einziger heimischer Athlet kam Felix Repp (LG Langgöns-Oberkleen) als Zweiter mit 8,87 s über 60 m Hürden und Dritter im Weitsprung (6,13) bei den nun als U18 bezeichneten B-Jugendlichen auf Podestplätze. Bei den 15-Jährigen imponierte Nico Gremm (LAZ) als Hürdensieger in 8,79 s und nach 7,56 über 60 m flach im Vorlauf, auch mit Platz zwei im Finale (7,60) bei nur zwei hundertstel Sekunden Rückstand auf Youri Sinzin (7,58) vom Wiesbadener LV.

Neu beim LAZ Gießen ist Robin Katzer, der in den letzten Jahren für den TV Herborn startete und den Hochsprung der U16 nach 1,70 m beendete und damit Platz zwei hinter Eike Kratsch (1,72) vom VfL Wolfhagen belegte. Dritter der Konkurrenz wurde Robert Schmidt von der LG Wettenberg mit 1,67 m. Auch im Weitsprung siegte Kratsch (5,86), vor Katzer (5,80) und Schmidt (5,38). Beim Kugelstoß wuchtete Manuel Kretschmar (LGLO) die Kugel mit 10,40 m auf Platz zwei. Robert Schmidt erntete mit 10,22 m auch hier den dritten Podestrang. In der U15 gewann Niklas Harsy (2:26,13) mit über vier Sekunden Vorsprung die 800 m, und nach dem mit 15 Schülern besetzten Weitsprung der Altersklasse wurden Christopher Nagorr (beide LAZ/5,40 m) und Daniel Kraft (LG Wettenberg/5,19) als Erster und Zweiter aufgerufen. Nach seinem 60-m-Vorlaufsieg in 8,18 s sprintete Nagorr mit 8,31 s im Endlauf auf Platz zwei und wurde im Kugelstoß mit 9,92 m Vierter.

In der weiblichen U18 musste sich Luca Helen Schmidt (TV Großen-Linden) über 60 m nach der Vorlaufzeit von 8,25 s im Finale mit 8,37 s und Rang drei begnügen. Im Hochsprung wurde Friedericke Rawe (LGLO) bei gleicher Höhe wie die Zweit- und Drittplatzierte mit persönlicher Bestleistung von 1,53 m Vierte.

Über 800 m lief Johanna Heibrock (LG Wettenberg/2:41,03) in der U16 auf den zweiten Platz. Hochgemeldet in die U15, erreichte Franziska Bock (LAZ/2:39,84) über dieselbe Distanz das Ziel als Dritte.

In Frankfurt-Kalbach erntete neben Ann-Christin Strack auch ihr Vereinskamerad Costa Laurenz reichlich Beachtung. Laurenz gewann in der U20 seinen 60-m-Vorlauf locker in 7,00 s und musste im Finale mit starken 6,96 s nur Patrick Domogala (MTG Mannhaim/6,87), dem vorjährigen deutschen Jugendhallenmeister über 60 und 200 m, den Vortritt lassen.

Flotter Laurenz

Auch über die mit 30 Sprintern besetzte Hallenrunde gewann Domogala (21,85) den direkten Vergleich knapp gegen Costa Laurenz (22,00). Zum Jahresbeginn wechselte Issam Ammour vom LAZ Gießen zur LG Wetzlar. Der Kleinlindener sprang 6,73 m weit und wurde damit Dritter der U20. Das 60-m-Finale beendete Ammour in 7,21 s als Sechster. Ursprünglich für die LG Dornburg aktiv, hat sich Marcel Breitkopf nach Wechsel zur LSG Goldener Grund und dem TV Bad Vilbel nun als Gießener Student dem LAZ angeschlossen. Nach mehrtägiger Erkrankung lieferte der mehrkampforientierte Breitkopf als Dritter der Männerklasse über 60 m Hürden mit 8,57 s eine starke Vorstellung ab. Lisa Mayer (LGLO) gewann in den mit 49 Starterinnen besetzten 200 m der U18 souverän in 25,95 s ihren Zeitlauf und wurde damit hervorragende Dritte. Über 60 m traten insgesamt 58 Jugendliche an. Mayer qualifizierte sich mit 7,97 s für das Finale und durfte sich nach 7,90 s über Rang zwei freuen.

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