Marscheck stark

Bei perfektem Sprintwetter sorgte am Freitag das DLV-Quartett der Männer vor 1400 Zuschauern für das Highlight beim letzten Olympiatest in Weinheim. In 38,02 Sekunden unterbot die Staffel den 30 Jahre alten deutschen Rekord um 27 Hundertstel.

Auch Beatrice Marscheck (LAZ Gießen/SV Garbenteich) startete in Weinheim und kehrte mit guten Platzierungen im Weitsprung und einer guten 100-m-Sprintzeit nach Hause zurück. Für das zweite Sprinthighlight im Einzel sorgte die frischgebackene Staffel-Europameisterin Verena Sailer (MTG Mannheim). In 11,05 Sekunden zauberte die Mannheimerin eine persönliche Bestleistung auf die Weinheimer Bahn. Ungläubig wartete sie auf die offizielle Bestätigung, dann brach der Jubel aus ihr heraus und sie fiel ihrem Trainer Valerij Bauer um den Hals. "Das kam überraschend", war Verena Sailers erste Reaktion. Ob dies nun ihre Zielsetzung für die Olympischen Spiele verändert? "Nein, ich möchte zum Saisonhöhepunkt meine beste Leistung anbieten. Vor allem müssen sich die Läufe gut anfühlen." Wenn das Gefühl stimmt sind die Läufe stets am schnellsten.

Die dritte Sprintüberraschung gelang Beatrice Marscheck, denn bei regulären Windverhältnissen lief die Athletin von Trainer Markus Czech mit 11,67 Sekunden im gleichen Lauf wie Verena Sailer zu einer neuen Saisonbestzeit und konnte zudem noch mit 6,32 m im Weitsprung ein weiteres gutes Ergebnis beisteuern.

"Der Weitsprung war eigentlich ganz gut, leider hatte ich zwei ungültige Versuche die sehr weit waren. Da der 100-m-Lauf zwischen dem dritten und vierten Versuch war, war ich danach etwas platt und ich bin dann leider vor dem Brett abgesprungen. Mit den gezeigten Sprüngen bin ich aber trotzdem zufrieden. Es war ein guter Abschluss der Weitsprung-Saison", erklärte Marscheck, "der 100-m-Lauf war super. Ich wusste, das die Bedingungen sehr gut sind und es war auch genau mein Wetter. Ich bin dann einfach gelaufen, wobei der Start noch zu optimieren ist. Durch mein gutes Beschleunigen konnte ich hinten heraus noch mal einiges aufholen. Auf eine 11,70er Zeit hatte ich gehofft. Dass es 11,67 geworden sind, hat mich überrascht. Ich hoffe, dass ich die nächsten drei Wochen noch gut trainieren kann und dann bei den Süddeutschen in Wetzlar die Zeit bestätigen oder sogar neue Bestzeit (11,66) laufen kann. Auch über 200 m will ich noch mal unter 24 Sekunden laufen."

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