Jugendfußball

Marcel Niesner: "Ich verlange extrem viel von den Jungs"

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Nach dem tollen Saisonstart mit drei Siegen aus drei Spielen sprachen wir mit dem neuen Cheftrainer der U15 des FC, Marcel Niesner. Der 26-jährige B-Lizenz-Inhaber studiert Sportmanagement und war zuvor sieben Jahre lang Jugendtrainer bei der JSG Klein-Linden.

Nach dem tollen Saisonstart mit drei Siegen aus drei Spielen sprachen wir mit dem neuen Cheftrainer der U15 des FC, Marcel Niesner. Der 26-jährige B-Lizenz-Inhaber studiert Sportmanagement und war zuvor sieben Jahre lang Jugendtrainer bei der JSG Klein-Linden.

Sie sind mit Ihrer Mannschaft sehr gut in die neue Saison gestartet. Drei Siege aus drei Spielen. War das so zu erwarten?

Marcel Niesner: Erfolg zu erwarten, finde ich immer schwer. Mir war klar, dass wir eine starke Mannschaft haben und dass wir gute Chancen haben, oben mitzuspielen. Allerdings hatten wir nur fünf Wochen Zeit, eine komplett neue Mannschaft mit 13 Neuzugängen zu formen. Diese Integration verlief allerdings problemlos, weshalb der gute Start nicht komplett überraschend kommt. Dass es neun Punkte sind, ist natürlich überragend. Aber trotz der optimalen Ausbeute bin ich mit den Leistungen längst nicht hundertprozentig zufrieden.

Das nächste Spiel steigt heute (15 Uhr) beim VfB Marburg. Auch der ist mit zwei Siegen und einem Remis gut gestartet. Wie stark schätzen sie den VfB ein, und wie lautet Ihr Matchplan?

Niesner: Wir haben damit gerechnet, dass der VfB Marburg als Hessenliga-Absteiger über einen guten Kader verfügt und sicherlich auch das Ziel ausgegeben hat, in die höchste Spielklasse zurückzukehren. Ich werde keinen genauen Matchplan verraten, da ich sowieso jemand bin, der dem Gegner das eigene Spiel aufdrücken will.

Sie sind im ersten Jahr Cheftrainer in der Verbandsliga. Was ist anders als vorher?

Niesner: Erst einmal möchte ich sagen, dass ich keines der sieben Jahre in Kleinlinden missen möchte. Es war eine tolle Zeit. Von gravierenden Unterschieden zu sprechen, finde ich immer schwer. Am auffälligsten ist aber, dass man nun mehr unter Beobachtung steht und auch kritischer beäugt wird. Das Niveau ist zudem ein anderes. Sei es die individuelle Qualität der einzelnen Spieler, das Tempo in den Spielen oder einfach die Mentalität beziehungsweise den Willen, den die Jungs in jedem Training an den Tag legen. Bezüglich des Anspruches an meine Spieler mache ich kaum Abstriche. Ich verlange extrem viel von den Jungs, überfordere sie manchmal bewusst, um einen positiven Effekt zu erreichen. Dass ich beim FC die Spieler noch mehr fordern kann als im Vergleich zu einem Kreisliga-Trainer ist logisch. (Foto: sno)

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