Marcel Breitkopf gewinnt Stabhochsprung

(ras) Vor einer Woche endeten die Olympischen Spiele, aber ein Hauch von London wehte bis zu den Süddeutschen Meisterschaften nach Wetzlar. Schon im Vorfeld hatte sich Kathrin Klaas, Olympiafünfte im Hammerwurf, für einen Start entschieden. Eine Überraschung war aber die Teilnahme von Christina Obergföll (LG Offenburg).

Die Silbermedaillengewinnerin im Speerwurf entschied sich kurzfristig für den Wettkampf, weil nach London die Motivation für das Training fehlte. Beide siegten erwartungsgemäß unangefochten.

An der Bande zeigten sich weitere Olympiateilnehmer. Die Hochspringerin Ariane Friedrich (Eintracht Frankfurt) und Weitspringer Christian Reif (Ludwigshafen) erfüllten Autogrammwünsche. Eine Stippvisite machte auch die früher für den TV Dillenburg aktive Gesa Krause (Frankfurt), Achte in London über 3000 m Hindernis.

Die in Breitscheid aufgewachsene Klaas siegte nach einer konstanten Serie souverän mit 74,04 m und freute sich, erstmals im Wetzlarer Stadion den Hammer fliegen lassen zu können. Bei vorherigen Großveranstaltungen wurde der Hammerwettbewerb stets auf die Sportanlage Büblingshausen ausgelagert. Auch mit der Leistung war sie zufrieden: »Ich bin froh, dass die Technik nach dem Trainingsunfall von Eugene wieder stimmt. Ich werfe wieder mit einem guten Gefühl.« Einen gleichermaßen starken Auftritt lieferte Obergföll ab und gewann die Speerentscheidung mit 62,66 m. Auf den Plätzen vier und fünf landeten dabei Julia Riemenschneider (Gießen-Wieseck/44,33) und Theresa Pohl (Wettenberg) mit 44,11 m.

Über die 100 m trat Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen an. Nach dem Vorlaufsieg in 11,99 Sekunden vor Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/12,30), musste sich die Garbenteicherin im Finale Eva Baur (VfL Sindelfingen/11,78) geschlagen geben (11,80). Auch über 200 m lief Marscheck nach 24,25 im Vorlauf beim Finale mit 24,28 hinter der 200-m-Spezialistin Martina Riedl (LG Stadtwerke München/24,10) auf den zweiten Platz. »Mit den Platzierungen bin ich zufrieden, mit den Zeiten weniger. Am Start über 200 m habe ich Zeit verloren. Auf der Zielgeraden kam ich zwar näher an Riedl heran, aber es hat nicht mehr gereicht«, sagte Marscheck. Auf der gleichen Strecke qualifizierte sich auch ihr Vereinskamerad Costa Laurenz bei gerade noch erlaubtem Rückenwind von 2,0 m/s mit neuer persönlicher Bestzeit von 10,73 für das Finale, genauso wie der Hüttenberger Patrick Wagner (LG Wetzlar), dessen Vorlauf bei deutlich schlechteren Windbedingungen mit 10,93 gemessen wurde. Im Endlauf sprintete Laurenz in 10,89 auf Rang sechs, Wagner wurde in 10,94 Achter. »Im Vorlauf lief es ganz gut, aber im Finale konnte ich nicht mehr zulegen«, bedauerte Wagner. Der Sieg ging in 10,48 an Felix Göltl vom TuS Kriftel.

Auch am Sonntag qualifizierten sich die beiden heimischen Sprinter für das 200-m-Finale. Nur durch eine Hundertstelsekunde getrennt, erreichten Laurenz (21,96) und Wagner (21,97) Platz vier und fünf. »Der 100-m-Vorlauf mit um zwei Hundertstel verbesserter Bestleistung war okay. Heute bin ich aber recht deutlich unter meiner Bestzeit geblieben. Es lief einfach nicht und dann fehlte auch die letzte Motivation«, sagte Laurenz nach dem 200-m-Finale. Im Stabhochsprung machte Marcel Breitkopf (LAZ) sein Meisterstück und gewann mit übersprungenen 4,70 m. Bereits als Sieger feststehend scheiterte er an noch nie überwundenen 4,90 m. Über 110 m Hürden blieb Breitkopf im Vorlauf in 15,48 knapp eine halbe Sekunde über seiner Saisonbestzeit (15,00). Im Finale steigerte sich der Mehrkämpfer auf 15,31. Das bedeutete Platz fünf.

In der U18 feierte Lisa Mayer von der LG Langgöns-Oberkleen über 100 m ein gelungenes Comeback und sprintete bei einem Gegenwind von 1,1 m/s hinter Daniela Wenzel (Mannheim/12,21) in 12,36 auf den zweiten Platz. »Seit den Hessischen Meisterschaften Anfang Juni musste ich verletzungsbedingt pausieren. Nach einer sehr kurzen Trainingsphase bin ich glücklich, auf das Podest zu laufen«. Auch am Sonntag überzeugte die Niederkleenerin. Zwar fehlte im 200-m-Finale das Stehvermögen, aber mit 25,67 erreichte sie den Bronzerang. In der weiblichen U18 kämpften 15 Teams um den Süddeutschen Titel. Hinter der viertplatzierten Staffel der LG Wetzlar (50,71) mit der Heuchel- heimerin Nadine Luthardt, platzierte sich die LGLO mit Fredericke Rawe, Mayer, Anna Schwarz und Jennifer Maedicke in 51,32 auf dem vierten Rang. Durch Felix Repp gab es für die LGLO eine weitere Silbermedaille im U18-Bereich. Leicht angeschlagen lief der Hochelheimer über 400-m-Hürden in 57,01 hinter Tim Leinenbach (Piesbach/55,39) als Zweiter über die Ziellinie. Im Dreisprung wurde Repp mit 12,92 m zudem Vierter.

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